Ich wünscht, ich wär...

Erschienen: März 2006

Couch-Wertung:

77%
Idee
Bilder
Text

Idee

Vier Bilderbücher des Schöpfers vom kleinen Eisbären Lars in einem Sammelband erzählen von großen und kleinen Gefühlen und Wünschen.

Bilder

Unverkennbar Hans de Beer: Markante und kindgerechte Charaktere. Stimmungsvolle Bilder schaffen den passenden Rahmen zur Erzählung.

Text

Immer leicht verständlich, unterhaltsam und humorvoll, mit flacher Dramaturgie.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mär 2006

Der Name Hans de Beer dürfte den meisten von Ihnen sicherlich als Autor der berühmten und mehrfach verfilmten Kinderbuchserie ";Der kleine Eisbär"; sein. Der Verlag NordSüd veröffentlicht vier teils frühe Werke des holländischen Künstlers thematisch neu in dem Sammelband ";Ich wünscht`, ich wär...";.

Die erste Geschichte - ";Leonardos großer Traum"; - erzählt vom Pinguin Leonardo, der unbedingt fliegen lernen möchte, denn zum Schwimmen hat er (noch) keine Lust, das Wasser ist ihm einfach zu unheimlich. Doch alle Flugübungen führen nicht zum erhofften Ziel und von den anderen Pinguinen wird er schon wegen des dauernden Geredes vom Fliegen verspottet. Eines Tages lernt Leonardo den Albatros Otto kennen. Dieser muss gleich für Leonardo Modell stehen, damit dieser die imposanten Flügel des Albatros nachbauen kann. Doch der Testflug misslingt und Leonardo stürzt genau auf ein im Schnee vergrabenes Flugzeug. Leonardo und Otto können das Flugzeug in Gang setzen und mitsamt den anderen Pinguinen geht es auf in die Lüfte, bis das Benzin schließlich aufgebraucht ist. Doch Leonardo ist überglücklich und wird von allen umjubelt. Da fällt schließlich auch das Schwimmen lernen leichter...

Der Mäuserich Nebukadnezar wünscht sich in ";Ich bin MäuseKatzenBärenStark"; einmal so stark zu sein, wie der Bär aus seinem Bilderbuch, denn dann könnte er die gefährliche Katze Rats in die Flucht schlagen. Die sorgt nämlich dafür, dass in der Mauswelt ";Unter den Brettern"; der Vorrat an Nahrung knapp wird und alle Mäuse schon das Weite gesucht haben. Nur die Familie von Nebukadnezar harrt weiter aus, denn die Angst, von Rats ";Über den Brettern"; erwischt zu werden ist groß. Den Vater von Nebukadnezar hat der Mut verlassen, zu schmerzhaft war seine Begegnung mit Rats, die ihm einen verstümmelten Schwanz beschert hat. Doch eines Tages sind alle Vorräte restlos erschöpft. So begibt sich Nebukadnezar ohne das Wissen der Eltern als Bär verkleidet auf die Nahrungssuche. Natürlich bleibt die Begegnung mit Rats nicht aus. Doch die verläuft ganz anders als erwartet, denn die Katze hat die kleine verkleidete Maus angenommen und akzeptiert den Aufenthalt ";Über den Brettern";. Die Familie ist gerettet und Nebukadnezar kann sich nun in beiden ";Welten"; frei bewegen.

";Olli, der kleine Elefant"; möchte gerne ein Geschwisterchen und wünscht sich dann ganz nach kindlicher Logik auch eines zum Geburtstag. Entsprechend traurig ist er natürlich, als er genau das nicht bekommt, da können ihn auch die zahlreichen anderen Geschenke nicht trösten. Also macht sich Olli auf den Weg jemanden zu finden, der ein Geschwisterchen für ihn hat. Von wem er eins bekommt ist ihm dabei ganz egal. Natürlich findet er niemanden, aber immerhin steht am Ende in Aussicht, das neugeborene Elefantenbaby seiner Tante hüten zu dürfen.

Valentino Frosch ist überzeugt, dass er ein Prinz und keine Frosch ist. Schließlich sagt ja auch seine Mutter zu ihm immer ";mein kleiner Prinz";. Also begibt er sich - von seinen Freunden verspottet - mit seinem Cabrio auf die Suche nach seiner Prinzessin, die er in den Bergen wähnt. So begleiten wir ";Valentino Frosch und das himbeerrote Cabrio"; bis er auf den Vogel Isabella trifft. Sie schließt sich Valentino an. Doch Isabella wächst mit der Zeit und eines Tages muss Valentino feststellen, dass aus dem zierlichen Vogel ausgerechnet ein Storch wird - der schlimmste Feind der Frösche. Diese Erkenntnis stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe, die sie aber zu meistern wissen und deren Bande stärker werden, als Valentino erkennen muss, dass er eben doch kein Prinz, sondern ein Frosch ist.

Große und kleine Emotionen, der Wunsch nach (fast) unerreichbaren Dingen und die eigene individuelle Persönlichkeit - das sind die großen Themen in diesem Bilderbuch-Sammelband. Davon erzählt Hans de Beer in seinen Geschichten mit ausnahmslos tierischen Darstellern. Genau die schaffen es ganz schnell die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zu ziehen. Zu ansprechend sind aber auch die vielen Charaktere, die Hans de Beer in seinem unverkennbar typischen Illustrationsstil markant in Szene setzt. Feine Konturen verleihen dabei den Bildern etwas sehr präzises und die liebevolle Kolorierung schafft den atomsphärisch passenden Rahmen zur Erzählung. Jede Doppelseite hat immer ein ganzseitiges Bild auf der einen Seite und auf der Textseite zusätzlich - ca. 1/3 der Seite einnehmend - ein weiteres Bildelement. Den Augen wird also viel Futter geboten.

Mit unbeschwerter Tonalität und immer leicht verständlich, führen Hans de Beer und Burny Bos, der als Autor in drei der vier Geschichten mitwirkt, durch die tierischen Abenteuer. Die Dramaturgie ist dabei oft eher flach und manchmal eben etwas sprunghaft, wichtiger ist aber vielmehr, dass in allen Geschichten - trotz unterhaltsamer und humorvoller Ausarbeitung - genügend Ernsthaftigkeit vorhanden ist, die signalisiert, dass die thematisierten Sorgen, Wünsche und Gefühle wichtig sind und ihre Berechtigung haben. Jeder der Hauptdarsteller geht seinen eigenen Weg, trotz oder gerade wegen anfänglicher Hürden. Da wiegt auch die Erkenntnis nicht mehr so schwer, dass alles doch etwas anders ist als zuvor angenommen, denn schließlich haben am Ende alle auf Ihre Art und Weise einen Erfolg erzielt, der sie persönlich in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Entwicklung stärkt.

Die Geschichte um den Frosch Valentino hat am meisten Komplexität und Länge vorzuweisen, gefällt mir persönlich auch am besten, während ";Ich bin MäuseKatzenBärenStark"; wohl schon durch die Thematik die größte Spannung verspricht. Viele stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele in den Illustrationen unterstützen diesen Eindruck. ";Leonardos großer Traum"; erinnert schon allein durch den Handlungsort an den berühmten Eisbären und versprüht auch ähnlichen Charme. Da wollen wir auch verzeihen, dass mit ";Olli, der kleine Elefant"; eine doch etwa sehr oberflächliche und träge Erzählung den Sammelband eher quantitativ bereichert. Aber immerhin markiert diese mit 1989 das früheste Erscheinungsjahr.

Fazit:

Abwechslung und gute Unterhaltung sind mit diesem Sammelband garantiert und der dürfte damit auch bei schon bei den ganz kleinen hungrigen Leseratten für genügend Nahrung sorgen. Zwar haben nicht alle Erzählungen das durchweg gleiche Niveau, aber in bekannter Hans de Beer Manier wird man auch nicht wirklich enttäuscht. Wer den niederländischen Autor und Illustrator bisher nur durch Eisbär Lars kannte und daran bereits Gefallen gefunden hat, findet hier viele weitere Facetten gut repräsentiert.

Stefanie Eckmann-Schmechta

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