Die Spiegelspringer

  • Boje
  • Erschienen: November 2021

Hardcover, 352 Seiten

ISBN: 9783414826305

Die Spiegelspringer
Die Spiegelspringer
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Rita Dell'Agnese
88%

Kinderbuch-Couch Rezension vonFeb 2022

Idee

Die Figuren sind so geschaffen, dass sie eine breite Basis mit viel Potenzial bieten.

Text

Der Text gewinnt durch die lockere Sprache an Tempo.

Begegnung mit der Märchenwelt

Wie öde: Wieder müssen Galina und Domingo eine Woche bei Tante Serafina verbringen. Die versteht nämlich weder Spaß, noch mag sie Kinder besonders. Für die beiden Zwölfjährigen wäre das also die verlorenste Woche überhaupt – wenn nicht Domingo vor einem zerbrochenen Spiegel in der Nachbarvilla einen geheimnisvollen goldenen Würfel entdeckt und mitgenommen hätte. Als die Zwillinge, vom schlechten Gewissen geplagt, den Würfel zurücklegen wollen, begegnen sie in der seltsamen Villa nicht nur dem seltsamen Mädchen Jadis, sie entdecken auch allerlei Figuren, die sie doch aus den Märchenbüchern und Kinderromanen kennen. Zusammen mit Jadis machen sie sich daran, die unheimlichen Tore in den Spiegeln wieder zu schließen. Das ist aber gar nicht so einfach und schon gar nicht ungefährlich.

Alles drin, was ein Roman braucht

Autorin Mona Herbst hat in diesem Roman mit abenteuerlichen Situationen, skurrilen Figuren und überzeugenden Protagonisten nicht gegeizt. Schon nach wenigen Sätzen sind die jungen Leserinnen und Leser von der Geschichte gebannt und können sich kaum lösen. Denn es geht Schlag auf Schlag, unangenehme Längen oder weitschweifige Erklärungen finden sich keine. Allerdings hat das auch seinen Preis: Die Geschichte bewegt sich sehr stark an der Oberfläche und bleibt da und dort einiges schuldig. Das Zwillingspärchen – gendergerecht gestaltet – ist ein gelungenes Protagonisten-Duo, das viel Spielraum für spannende Szenen bietet. Die sehr unterschiedlichen Charaktere der Geschwister lassen sich gut kombinieren und mit der Figur von Jadis haben sie einen weiteren Charakter an der Seite, der viel Potenzial hat. Damit ist die Grundlage der Geschichte auf einer soliden Basis vertäut. Die drei alten Damen – Tante Serafina und die beiden Nachbarinnen, die einst Freundinnen waren, sich aber entzweit haben – bilden einen amüsanten Gegenpol.

Animieren, sich mit den Geschichten vertraut zu machen

Nicht alle jungen Leserinnen und Leser dürften die einzelnen Märchenfiguren, die durch die Geschichte huschen, auch tatsächlich kennen. Wenn einzelne der Figuren für das junge Publikum ein Rätsel sind, tut dies dem Verlauf des Romans keinen Abbruch. Dennoch ist die Geschichte so aufgebaut, dass viele Lust bekommen könnten, nachzuforschen, wer denn diese Märchenfiguren tatsächlich sind und in welcher Geschichte sie eine Rolle spielen. Hier animiert Mona Herbst durchaus dazu, sich mit Kinderbuch-Klassikern oder Märchen auseinanderzusetzen. Sowohl die Sprache als auch die Zusammenstellung der handelnden Figuren sind dazu angetan, auch Erwachsenen eine amüsante Lektüre zu bescheren. Der Roman hat also viel Potenzial.

Fazit

Mit dem ersten Buch Die Spiegelspringer - Im Bann der Geschichten hat Mona Herbst eine gute Grundlage gelegt, um mit zahlreichen weiteren Büchern eine neue Lieblings-Serie zu erschaffen. Sie packte viel Witz, Spannung und Magie in den Roman und glänzt mit ungewöhnlichen Ideen.

Die Spiegelspringer

, Boje

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