Die Geister der Pandora Pickwick

Erschienen: Juni 2021

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Florentine Prechtel; Hardcover, 253 Seiten

ISBN: 9783747800379

Couch-Wertung:

92%
Idee
Bilder
Text

Idee

Aus wenigen Elementen wurde eine fantastische Geschichte gezaubert. Die Charaktere haben hohen Wiedererkennungswert.

Bilder

Leider nur vier insgesamt, aber jeweils auf einer Doppelseite mit viel zu entdecken.

Text

Locker geschrieben, fliegt man nur so durch die Seiten.

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Julian Hübecker
Die Geister von nebenan

Buch-Rezension von Julian Hübecker Okt 2021

Stets war für Fanny der Antiquitätenladen ihrer Tante ein Ort der Ruhe und Gemütlichkeit. Vollgestopft mit allerlei Kram war es ein Refugium, in dem man jedes Mal etwas Neues entdecken konnte. Doch nun erfährt sie die ganze, gruselige Wahrheit: Geister leben ebenfalls dort! Denn ihre Tante leitet eine Vermittlungsagentur für Gespenster. Na, wenn das nicht mal ein aufregendes Abenteuer verspricht …

„Doch plötzlich traten aus der Mitte zwei rot glühende Augen hervor, und darunter öffnete sich ein breites Maul mit einer Vielzahl langer, spitzer Zähne.“

Da ihre Eltern beruflich unterwegs sind, wird Fanny die nächsten Wochen bei ihrer Tante Harriet verbringen. Diesmal ist der Abschied von ihrer Mutter jedoch nicht so harmonisch, wie er sein sollte. Denn Fanny ist adoptiert und will unbedingt etwas über ihre Herkunft wissen. Wie immer blockt ihre Mutter ab. Doch der Aufenthalt im Laden „Pandora’s Antiques“ soll eine Wendung bringen, die Fannys Geschichte gehörig auf den Kopf stellen wird.

Doch bis das geschehen kann, muss Fanny eine Entdeckung machen, die andere Leute vermutlich zu Tode erschrecken würde. Als ihre Tante ihr jedoch offenbart, dass es Geister gibt, und ihr dann sogar einige vorstellt, reagiert sie sehr gelassen. Ob es etwas mit ihrer Herkunft zu tun hat? Zuerst darf sie Jim Stevenson kennenlernen – ein recht vernünftiger Geselle mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt. Alastair Blake ist ihr zu Anfang eher unsympathisch; seine hochnäsige, arrogante Art kommt nicht gut an. Und die quirlige Olivia Parker macht als Poltergeist so manchen Ärger. Es dauert nicht lange, und Fanny fühlt sich in der Geisterwelt wohl. Wenn sie da nur schon wüsste, dass ein noch größeres Abenteuer auf sie wartet …

Fantastisch-schräge Geschichte mit einem Hauch Grusel

Christina Wolff hat eine wunderbare Geistergeschichte geschaffen, die einen schnell in ihren Bann zieht. Die Geister und menschlichen Protagonisten, die allesamt am Anfang in Porträts vorgestellt werden, haben Wiedererkennungswert und drücken der Geschichte ihren eigenen Stempel auf. Fanny ist neugierig, wissbegierig und scheut auch nicht vor Hindernissen zurück. Als kleine Heldin repräsentiert sie nicht das „typische“ Mädchen, sondern zeigt ihren jungen Leserinnen, woraus Mädels geschnitzt sein können.

Die Welt der Geister entpuppt sich alsbald als eine Paralleldimension, die mit der Welt der Lebenden in Berührung steht. Diese Wechselwirkung hat der Autorin spannende Möglichkeiten geboten, um die Geister – gut wie böse – agieren zu lassen. Geschrieben im herrlich lockeren Stil musste sie das resultierende Abenteuer nur noch zu Papier bringen und ihre Leserinnen und Leser begeistern. Das i-Tüpfelchen bilden die gelungenen Illustrationen von Florentine Prechtel, die, zwar nur vier an der Zahl, einen wichtigen Beitrag zum Gesamtwerk leisten.

Fazit

Eine Mischung aus Magie und Geistern bezaubert Leserinnen und Leser jeden Alters. Wer hätte gedacht, dass man so viel aus einer Geistergeschichte herausholen kann?

Die Geister der Pandora Pickwick

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