Der verschwundene Teddybär

Illustrationen von Miriam Fritz; Hardcover, 72 Seiten

ISBN: 9783831045075

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Kathrin Walther
78%

Kinderbuch-Couch Rezension vonMär 2022

Idee

Die sympathischen Charaktere sind an die bekannten Steiff-Figuren angelehnt, die viele Kinder kennen. Die Idee einer dazu passenden Geschichte ist gut umgesetzt.

Bilder

Die Illustrationen sind kindgerecht und passen vom Umfang her gut zu einem Vorlesebuch. Die verschiedenen Charaktere sind gut getroffen und ähneln ihren Originalen erkennbar.

Text

Der Text weist inhaltlich ein paar Schwächen auf. Für Kinder ist die Handlung jedoch abwechslungsreich und der Spannungsbogen passend.

Zwei Bären auf geheimer Rettungsmission

120 Jahre ist es her, dass der erste Steiff-Bär das Licht der Welt in der traditionsreichen Kuscheltierfabrik erblickte. Klar, dass das groß gefeiert werden muss. Anlässlich des Jubiläums wurde daher extra ein Zwilling des ersten „Bärle“ erstellt, der als Highlight bei der anstehenden Festzeremonie verlost werden soll. Auch die beiden Bärengeschwister Mila und Ben sowie ihre Eltern sollen an diesem Tag das erste Mal der Öffentlichkeit als Neuzugang in der Teddyfamilie vorgestellt werden.

Doch dann ist das Zwillingsbärle plötzlich unauffindbar, sodass die ganze Veranstaltung ins Wasser zu fallen droht. Für Mila und Ben steht fest: so weit darf es nicht kommen, sie müssen das Bärle finden! Zum Glück verfügen sie wie alle Kuscheltiere über geheime Fähigkeiten, können sich bewegen (wenn kein Mensch anwesend ist) und sogar schrumpfen, wenn sie an dem Bändchen an ihrem Knopf im Ohr ziehen. Schnell machen sie sich auf den Weg, der sie quer durch die ganze Kuscheltierfabrik führt.

Doch haben sie ihren Plan ohne Fabrikkater Rico gemacht, der überhaupt kein Freund von Kuscheltieren ist und es ganz besonders auf die beiden Teddygeschwister abgesehen hat. Ob es Mila und Ben wohl gelingen wird, sich gegen den roten Piratenkater zu behaupten und gleichzeitig das Zwillingsbärle zu finden, damit es pünktlich um 16 Uhr verlost werden kann?

Kinder-„Krimi“ mit Niedlichkeitsfaktor

Die Geschichte richtet sich an Kinder ab 5 Jahre, was sowohl vom Spannungsniveau als auch vom Umfang der Geschichte gut passt. Die Erzählung teilt sich in insgesamt neun Kapitel plus Einleitung auf, sodass die einzelnen Abschnitte zwischen 4 und 9 Seiten betragen und sich gut einteilen lassen. Ob sie sich auch als Gute-Nacht-Geschichte eignen, hängt etwas vom Kind ab, da die Szenen mit dem gemeinen Kater Rico von manchen kleinen Zuhörern eventuell als etwas zu spannend empfunden werden. Die Handlung selbst ist fantasievoll und spricht mit ihren sympathischen Protagonisten Mila und Ben Kinder im Kindergartenalter an. Eventuell besitzt das ein oder andere Kind einen ähnlichen Teddybär, sodass die Geschichte nochmal einen ganz besonderen Reiz bekommt.

Inhaltlich wirkt die Erzählung an einigen Stellen jedoch etwas konstruiert. So taucht ganz zufällig eine Geheimtür auf, Kater Rico vergisst bei einem blinkenden Windspiel alles andere und die Teddys können mithilfe ihrer Knöpfe im Ohr nicht nur miteinander kommunizieren, sondern plötzlich auch noch die Firmenlautsprecher nutzen. Ansonsten bietet die Geschichte für Kinder einen angemessenen Spannungsbogen, der natürlich in ein kindgerechtes Happy End führt, in dem sogar Kater Rico kein richtiger Bösewicht mehr ist. Auch für Erstleser eignet sich das Buch mit seiner großen Schrift sowohl inhaltlich als auch vom Schwierigkeitsgrad her gut.

Gestaltung

Bei der Gestaltung lässt sich auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um eine Geschichte rund um die seit inzwischen über 100 Jahren beliebten Steiff-Bären handelt. Der Knopf im Ohr mit seinem Bändchen findet sich bei allen Kuscheltierfiguren wieder, die alle ein „echtes“ Kuscheltier als Vorbild haben. Miriam Fritz hat die verschiedenen Figuren dabei wirklich gut getroffen, sodass sie sich auf den ersten Blick erkennen lassen und durch ihre niedliche Art überzeugen können. Auch wenn es sich um ein Vorlese-Buch handelt, findet sich auf jeder Seite mindestens ein kleines Bildchen, teilweise erstreckt sich ein Bild auch mal über die ganze Doppelseite. Am Ende gibt es noch eine Übersicht über alle im Buch vorkommenden Charaktere, die sich im Buch ähnlich wie in einem Wimmelbuch suchen lassen.

Fazit

Insgesamt ein schönes Vorlesebuch, dass durch seine niedlichen Figuren und seine für Kinder spannende Geschichte überzeugen kann. Die Handlung weist zwar ein paar Schwächen auf, die die meisten Kinder jedoch nicht weiter stören wird.

Der verschwundene Teddybär

, Dorling Kindersley

Der verschwundene Teddybär

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