Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Einblicke in den Alltag eines Fußballprofis, allerdings ohne motivierende Spannung und als Bilderbuch für die junge Zielgruppe zu kompliziert.

Bilder

lebendige Illustrationen auf den stets viel los ist.

Text

Setzt durch typische Fachausdrücke Fußballkenntnisse voraus. Sehr nüchterner Sprachstil, wenig emotional.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2006

Ein Bilderbuch, das Einblicke in den aufregenden Alltag eines Fußball-Profis verspricht - da schlägt das kleine Fußballherz schneller...

Ein Junge (der Erzähler) hat einen Freund: Martin. Und der hat schon mit dem Papa des Jungen Fußball im Hinterhof gespielt. Schließlich ist es aber Martin, der eine Karriere als Fußballprofi eingeschlagen hat und heute ist er sogar Kapitän in einer Bundesligamannschaft. Der Junge darf mit zum Training - nur zuschauen versteht sich. Wir begleiten Martin auf einigen Stationen im aufregenden Alltag eines Fußballers, der eben nicht nur aus Fußball spielen besteht.

Martin muss zum Beispiel massiert werden, da er sich im letzten Spiel verletzt hat. Er muss Autogramme für seine Fans geben. Und Martin muss viel trainieren. Dazu gehört auch der Austausch mit dem Trainer über Stärken und Schwächen der eigenen und der gegnerischen Mannschaft. Mit dem Mannschaftsbus geht es zum nächsten Spiel - Anpfiff! Martins Laune nach einem Spiel hängt dann auch davon ab, ob seine Mannschaft gewonnen oder verloren hat...

Etwas benommen geht man nach dem (Vor-)lesen von ";Mein Freund, der Fußballprofi" vom Platz. Denn jede Menge Fußball-Fachausdrücke werden in dieser Erzählung vom Profifußballer Martin förmlich aneinander gereiht, ohne sie näher zu erläutern oder irgendwie verständlicher zu machen. Da fühle ich mich selber beim Vorlesen, als würde ich das ein oder andere Mal in die Abseitsfalle laufen. Mehr als fragende Blicke dürfte es von Kindern geben, wenn Freistoßspezialisten und Reservespieler mit dem Co-Trainer bei der Taktikbesprechung den Spielaufbau diskutieren. Zugegeben, das war jetzt als sehr steile Flanke zusammengestellt. Aber jede Seite enthält gleich mehrere Wörter, die der Fußball-Laie - in diesem Fall die Kinder - nicht auf Anhieb wird zuordnen können. Zusätzlich erschwert teilweise umgangssprachlicher Ton die Verständlichkeit und so muss auch ";Martin ist der Kopf der Mannschaft" wohl vom Vorleser auf Anfrage entschlüsselt werden.
Kurzum: ";Mein Freund, der Fußball-Profi" setzt Fußballkenntnisse voraus - bei Leser, Zuhörer und Vorleser gleichermaßen. Zwar mag dies Teil des Konzeptes des vorliegenden Buches sein, um den Fußballnachwuchs zu begeistern. Doch dann gibt es zunächst die gelbe Karte für die vom Verlag avisierte Zielgruppe ab 4 Jahren. Aber auch ältere Kinder wird das Buch wohl nur schwer motivieren. Etwas zu nüchtern wird der Text heruntergespult und wirkt ein wenig wie ein erzählender Sachbuchtext ohne informative Tiefe zu erreichen. Den emotionalen Zugang zur Geschichte erschwert die vorherrschende Distanz. Der Junge bleibt ohne Namen, Dialoge zwischen Martin und Junge gibt es nicht. So bleibt auch der ";Star" zu wenig greifbar, wenngleich einige familiäre Situationen - etwa beim Mittagessen oder beim Spiel im Garten - den wichtigen Realitäts- und Alltagsbezug herstellen.

Zugegeben, die Einblicke in den Alltag eines Fußballers sind für sich gesehen interessant und dramaturgisch in eine sinnvolle Reihenfolge gefasst. Da geht es eben nicht nur um das Spiel auf dem Platz. Auf den lebendigen Illustrationen von Wilfried Gebhard ist stets jede Menge los und er sorgt für den eigentlichen Blick abseits des Fußballfeldes. Die Figuren wirken mit ihrem etwas ";stierenden" Blick aber eher abwesend.

Fazit:

";Mein Freund, der Fußball-Profi" nimmt trotz des interessanten Ansatzes einen etwas zähen Spielverlauf. Für ein Sachbuch werden zu wenige aufklärende Informationen, für eine Geschichte zu wenig motivierende Spannung geboten. Den Amateur wird die Erzählung durch zahlreiche Fachausdrücke überfordern, während dem angehenden Profi vor allem die emotionale Seite zu kurz kommen dürfte.

Stefanie Eckmann-Schmechta 


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