Papa Storch

  • Achse
  • Erschienen: Dezember 2021

Hardcover, 32 Seiten

ISBN: 9783950483178

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Julian Hübecker
67%

Kinderbuch-Couch Rezension von Julian Hübecker Feb 2022

Idee

Eine schöne Idee, über Regenbogenfamilien zu sprechen.

Bilder

Fast schon salopp gezeichnet.

Text

Zwar textsicher, aber in Reimform wäre es angenehmer gewesen.

Familien gibt es in jeglicher Weise

Dies ist die Geschichte der zwei Weißstörche Edgar und Holger, die die ganzen Tierfamilien im Zoo sehnsuchtsvoll sahen, sich dabei aber wünschten, ebenfalls eine Familie gründen zu können. Als ihnen ein Ei vor die Füße rollt, soll ihr Traum in Erfüllung gehen. Doch ist es so einfach, wie sie es sich ausgemalt haben?

„Auch Edgar und Holger wünschten sich nichts mehr als eine eigene Familie. Sie träumten davon, mit ihren Kindern die Welt zu entdecken.“

Paloma Schreiber baut ihre Geschichte um die beiden Storchen-Männer Edgar und Holger auf einer wahren Begebenheit auf. Eines Tages rollt dem gefiederten Paar ein Ei vor die Füße, aus dem ein Pinguin schlüpft. Die Störche sind überglücklich mit ihrem Kind, allerdings gehören sie unterschiedlichen Spezies an – wie also füttern?

Störche ernähren sich vor allem von Fröschen, aber der war dem jungen Küken zu groß. Der aufmerksame Buntspecht bietet seine Würmerration an, aber die sind ihm zu zappelig. Die Henne lässt das Küken von ihren Körnern picken, aber auch die schmecken ihm nicht. Schließlich hat der Pelikan die rettende Idee: Fisch ist genau das richtige, um den kleinen Magen zu füllen. Jetzt steht der kleinen Familie nichts mehr im Wege.

Liebevoller Umgang mit Diversität

Von homosexuellen Tieren hört man immer wieder, und auch Edgar und Holger sind nur ein Beispiel von vielen. Dass die beiden Störche eine Familie gründen wollen und durch eine „Adoption“ auch die Möglichkeit bekommen, ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um mit Kindern über Diversität und Regenbogenfamilien zu sprechen. Der Umgang und das Verständnis gelingen so leichter.

Textlich wird die Geschichte durch eine Mischung aus Reimen und normalen Sätzen geführt. Die Momente, wenn „das Affenbaby tollte, der kleine Panda schmollte, die Löwenmama lobte, der kleine Eisbär tobte, das Hasenbaby hüpfte, das Entenküken schlüpfte“, sind klar das Highlight. Wenn alles in Reimform geschrieben gewesen wäre, hätte sich eine angenehmere Dynamik im Lesen ergeben.

Die Autorin ist gleichzeitig auch die Illustratorin, die in sehr einfachem, fast schon kindlichen Zeichenstil für großflächige Bilder gesorgt hat. Obwohl es viel zu entdecken gibt, wünscht man sich doch mehr Raffinesse und Feingefühl. Die Kolorierung scheint eine Mischung aus Buntstiften, Wasserfarbe und Wachsmalkreide zu sein – auch hier fehlt eine Einheitlichkeit.

Fazit

Eine süße Geschichte um ein Storchenpaar, das ein Pinguinküken adoptiert. Das Buch bietet eine Möglichkeit, sich mit dem Thema Diversität auseinanderzusetzen.

Papa Storch

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