Couch-Wertung:

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Idee
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Idee

Die Idee vom fischähnlichen, sprechenden und nur für Kinder sichtbaren Wesen Malamu ist interessant, aber leider etwas eintönig und ausdruckslos umgesetzt.

Bilder

Die Seitengestaltung wirkt altmodisch und langweilig. Ein bisschen Farbe hätte sicherlich schon große Wirkung gezeigt. Die Inhaltsangabe ist so sachlich gestaltet wie bei einer Hausarbeit: wenig ansprechend für ein Kinderbuch.

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Die Sprache ist etwas zu niedlich und wirkt aufgesetzt. Sie ist ohne Witz und Ideenreichtum und wirkt etwas flach durch fehlende Spannung.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2006

Evi und Patrick machen eine seltsame Entdeckung. Aus einer Pfütze der Baustelle spricht sie ein fischähnliches Wesen namens Malamu an. Abgesehen davon, dass es sprechen kann, hat es noch eine ganz besondere Fähigkeit. Es kann in jeder Flüssigkeit auftauchen: in der Infusionsflasche im Krankenhaus, in der Kloschüssel oder ganz einfach in einer Mineralwasserflasche.

Das zauberhafte Wesen Malamu hat sich auf die Flossen geschrieben, zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt hauptsächlich für Kinder sichtbar zu sein. Evi, Patrick und ihre Freunde hüten das Geheimnis um Malamu, bis sie bemerken, dass auch einige Erwachsene in ihrer Jugend bereits Bekanntschaft mit diesem fantastischen Wesen gemacht haben.
Malamu mischt sich nach Kräften in das Leben der Kinder ein. Er hilft Patrick nicht nur bei der Biologiearbeit in der Schule und rettet ihm damit seinen Kopf, sondern er leistet Evi auch im Krankenhaus Gesellschaft. Nach einem Skiunfall muss sie dort für mehrere Wochen das Bett hüten. Evi hat sich vor einiger Zeit mit ihrer besten Freundin Ada zerstritten. Sie reden kein Wort mehr miteinander. Malamu gelingt es, das Missverständnis zwischen den beiden aufzuklären und sie wieder zu versöhnen. Auch gelingt es dem seltsamen, kinderfreundlichen Wesen, Evi und ihre heimliche Liebe Chris ein bisschen näher zu bringen.

Die Geschichte beginnt auf der Baustelle des Museums und endet nach der Fertigstellung mit der offiziellen Eröffnung. Malamu hat sich in den Kopf gesetzt, den Ausbau der naturkundlichen Abteilung im Museum zu beeinflussen, um dort höchstpersönlich einzuziehen. Er fühlt sich erschöpft vom ewigen Auftauchen in anderen Flüssigkeiten an unterschiedlichen Orten, dass er sich nach einem ruhigen, heimischen Ort sehnt.
Zwischendurch, wenn ihm die ";Arbeit" im Museum Zeit dafür lässt, taucht er bei den Kindern auf und sorgt für einige Turbulenzen. Beinahe wäre Chris seinetwegen von der Schule geflogen, weil Malamu ihn dazu gebracht hatte, alle ausgestopften Fische aus dem Biologieschrank in der Schule in Freiheit zu setzen. Doch gerade noch rechtzeitig kann Evi Malamu dazu bewegen, Chris zu helfen und ihn vorm Rausschmiss zu retten.
Schlussendlich gibt es dann für fast alle ein Happy End, ausgenommen die Biologielehrerin und die schreckliche Edeltraude Wastapschek, der Kinderschreck des Ortes.

Es scheint, als hätte Fridolin Reinagl mit ";Keiner ist wie Malamu" ein Werbebuch für das Museum geschrieben. Die Geschichte mit Malamu, Evi, Patrick und ihren Freunden und Familien bietet dabei die schmückende Rahmenhandlung. Die Geschichte ist einfach und wenig innovativ, dabei weist sie teilweise eine gewisse Monotonie auf. Dadurch mangelt es an Spannung und bereitet doch einige Mühen, der Geschichte bis zum Ende zu folgen. Die wenig ansprechenden Illustrationen und die verniedlichende Sprache des österreichischen Autors mit zahlreichen ";Bussis" und ";Handi geben" tragen nicht dazu bei, diesen Eindruck zu entkräften.
Die Seitengestaltung wirkt, als sei der Text mit der Schreibmaschine geschrieben. Obwohl es ein Glossar gibt, um die speziellen österreichischen Ausdrucke ins Hochdeutsch zu übersetzen, reicht dies nicht aus, um den Text für alle deutschsprachigen Kinder verständlich zu machen. Darüber hinaus wird der Lesefluss durch einige syntaktische und orthografische Fehler sowie eine ohne erkennbaren Grund auftretende weiße Seite gestört.

Fazit:

";Keiner ist wie Malamu" von Fridolin Reinagl mit Illustrationen von Renate Habinger ist durchaus lesbar, wird aber kaum ein Kind vom Hocker reißen, geschweige denn Emotionen wecken oder einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Dramaturgie der Geschichte ist unspektakulär und phasenweise langweilig, was an der etwas eintönigen Sprache des Autors liegt. Zugute halten muss man Reinagl, dass seine Sprache kindgerecht und liebenswert ist. Daher ist das Buch auch eher zum Vorlesen für 6-Jährige als zum Selberlesen für ältere Kinder geeignet.

Marijke Lass 


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