Aya und die Hexe

  • Knaur
  • Erschienen: Juli 2022

übersetzt von Oliver Plaschka; Illustrationen von Miho Satake; Hardcover, 176 Seiten

ISBN: 9783426227701

 

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Alexandra Fichtler-Laube
83%

Kinderbuch-Couch Rezension vonAug 2022

Idee

Ungewöhnlich, gruselig und mit tollen Figuren.

Bilder

Kleinere und größere Illustrationen verschönern den Text ungemein und fangen Ayas lebhafte Art wunderbar ein.

Text

Spanned, mysteriös und voller unerzählter Geheimnisse lässt dieses Buch viel offen und fesselt doch bis zum Ende.

Selbstbestimmt und bestimmend – eine tolle Heldin

Normalerweise sind Kinderheime in Kinderbüchern dunkle, kalte und lieblose Orte. Die hier lebenden Kinder träumen davon, adoptiert zu werden und ihrem trostlosen Schicksal zu entfliehen.

Das Kinderheim St. Morwalds ist zum Glück alles andere als Kinderbuchnormalität: Warme, helle und saubere Räume, gutes Essen und ganz viele Freunde zum Spielen machen Ayas Leben zu einer einzigen Freude. Das Beste ist eigentlich auch, dass alle, vom kleinsten Mitbewohner bis hin zur Heimleiterin alle nach Ayas Pfeife tanzen. Kein Wunder, dass da Adoption für sie so gar nicht in Frage kommt. Leider kann sie aber das Interesse eines sehr merkwürdigen Paares nicht verhindern.

„Am besten sehe ich es wohl als Herausforderung.”

Von nun an lebt Aya ein anderes Leben: Ein übergroßes Wesen namens Mandrakus und die Hexe Bella Yaga verlangen von Aya Hilfe im Haushalt und bei Zaubersprüchen und Ruhe. Klar, dass Aya das nicht mit sich machen lässt. Gemeinsam mit dem sprechenden Kater Thomas ersinnt sie einen Plan, der allen im Haus zeigen soll, wer dort das Sagen hat.

Außergewöhnlich und bezaubernd

Diana Wynne Jones ist die Autorin weltbekannter phantastischer Kinderbücher und solche für Erwachsene, von denen eines, „Das wandelnde Schloss“, eine sehr erfolgreiche japanische Filmadaption erlebte.

Aya und die Hexe ist das aktuelle von ihr beendete Buch und gleichermaßen für Kinder und Erwachsene interessant. Aya ist eine ungewöhnliche Heldin, deren forsche und bestimmende Art eigentlich eher Abneigung hervorrufen könnte. Sie legt jedoch auch eine besonders freundliche und aufgeweckte Art an den Tag, sodass man schnell gespannt ist, was als nächstes passiert.

Die kurze Geschichte ist teilweise bunt, teilweise schwarz-weiß von der japanischen Künstlerin Miho Satake, die in Japan hohes Ansehen genießt, bebildert. Besonders ihre Illustrationen von Aya verdeutlichen deren verwegene und selbstsichere Art sehr schön und tragen ganz viel zum starken Eindruck bei.

Die Geschichte ist sehr ungewöhnlich, bleiben doch ganz viele Dinge unter der Oberfläche verborgen und die Einteilung von Gut und Böse löst sich langsam, aber sicher im Verlauf der Geschichte auf.

Fazit

Aya und die Hexe erinnert an klassische Geschichten von Roald Dahl und Neil Gaiman, die Jung und Alt in unterschiedlichen Weisen begeistern können. Die besonderen Illustrationen passen hervorragend zur außergewöhnlichen Heldin und beides lässt dieses Buch zu einem werden, welches mitwächst und immer wieder genossen werden kann.

Aya und die Hexe

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Aya und die Hexe

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