Wie man seine Lehrer erzieht

  • arsEdition
  • Erschienen: Juni 2022

übersetzt von Christine Spindler; Illustrationen von Thorsten Saleina; Broschur, 176 Seiten

ISBN: 9783845844411

Wie man seine Lehrer erzieht
Wie man seine Lehrer erzieht
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Claudia Goldammer
89%

Kinderbuch-Couch Rezension vonNov 2022

Idee

Theo und George ist es in der Schule schlicht zu langweilig. Um die öden Stunden etwas aufzupeppen, haben sie jede Menge gute Ideen.

Text

Im Tagebuchstil erzählt, sind Theos Einträge sehr lebendig, witzig und authentisch zu lesen.

Langweilige Schulstunden? Nicht mit Theo…

Wer morgens aufsteht und einen endlos langen und öden Schultag vor sich hat, kann schonmal etwas trübsinnig auf sein Leben gucken. Zumindest geht es dem eigentlich sehr aufgeweckten Theo so. Doch Theo ist Meister der Selbstmotivation und der wirklich guten Ideen. Um den Schulalltag ein bisschen aufzupeppen, denkt er sich üblicherweise zusammen mit seinem Freund George kleine Wettbewerbe im Sinne von „Wetten, du traust dich nicht…?“ aus. Wer sich dann doch traut, ist natürlich der Held.

So wie den meisten Schüler*innen fallen auch Theo und George die Eigenheiten ihrer Lehrer*innen auf und schon bald beginnen die beiden darauf Wetten abzuschließen: Wie häufig kratzt sich der Mathelehrer innerhalb einer Stunde am Kopf? Wie oft sagt der Französischlehrer „Nun“? Diese kleinen Wetten machen den langweiligen Unterricht gleich viel spannender. Irgendwann bekommen die anderen Kinder in Theos und Georges Klasse Wind von ihren Wetten und wollen begeistert mitmachen. Zack ist das „Zocker-Syndikat“ geboren, ein geheimes Wettbüro. Was eine Zeitlang hervorragend läuft, verselbstständigt sich allerdings irgendwann und bringt jede Menge Probleme mit sich…

Geheimclub vs. Schulödnis

An öde Schulstunden kann sich vermutlich jeder erinnern. Was hätte man selbst in dieser Situation für ein bisschen Abwechslung getan und sicherlich ist in der einen oder anderen Klasse ein ähnliches Zocker-Syndikat entstanden. Pete Johnson trifft mit Wie man seine Lehrer erzieht also nicht nur inhaltlich ins Schwarze, auch sprachlich gelingt es ihm, die jungen Leser*innen altersgemäß anzusprechen. Durch den locker-flockigen Tagebuchstil besteht das Buch aus vielen kurzen Textbeiträgen, die sicherlich auch Lesemuffel begeistern. Theos Schreibstil und Wortwahl ist angemessen authentisch. Pete Johnson nutzt viel wörtliche Rede und witzige Vergleiche, die auch größere Leser*innen zum Schmunzeln bringen. Theo und George werden als kreative, lebensfrohe und sehr phantasievolle Jungs beschrieben, die trotz aller Flausen im Kopf schnell ans Herz wachsen. Oder gerade wegen…

Vereinzelt sind kleine, comicartige Illustrationen in die Textbeiträge integriert, die zusätzlich den Textfluss auflockern und gut zum Erzählstil des Buches passen.

Fazit

Nachmachen ist vielleicht nicht ausdrücklich erwünscht, aber auf jeden Fall nicht ausgeschlossen. Theos Kreativität und Einfallsreichtum, auch aus der ödesten Schulstunde noch ein spannendes Ereignis zu machen, sind nicht nur witzig und kurzweilig zu lesen, sie provozieren auch eigene Ideen.

Wie man seine Lehrer erzieht

, arsEdition

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