Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Die Idee ist zwar lebensnah aber auf keine besondere Weise außergewöhnlich oder neu. Die Charaktere werden gut und abwechselungsreich dargestellt.

Bilder

Die Illustrationen lassen leider noch Wünsche offen. Sie sind farblos und eigenwillig gezeichnet.

Text

Die teils lustig-chaotischen Passagen, der Wechsel zwischen Dialog und Erzählung erzeugen zwar keine Spannung, aber dafür eine heitere Erwartungshaltung.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2006

Indie und ihre Mutter lieben Tiere; nicht zuletzt deswegen haben sie unzählige Haustiere und halten sich beide gern am Arbeitsplatz der Mutter auf, im Tierheim. Dort trifft Indie irgendwann auf den ";Problemfall"; DIB (Dog In Black). Dieser Hund überzeugt durch seine außergewöhnliche Hässlichkeit und ist genau deswegen schwer vermittelbar. Indie aber findet mehr und mehr Gefallen an dem Hund und unternimmt vieles, um DIB zu helfen. Und auf dem Weg findet Indie auch etwas, was sie gut kann…

Neben den Fischen Eins, Zwei, Drei, Vier und Fünf leben Hermann, ein Hund der sich wie eine Katze verhält, Georg, ein Windhund, Smudge, eine Katze die nur schläft, und der schüchterne Brian, ein Kaiserfisch, lebt auch noch Indie bei ihrer Mutter. Neuerdings hat Indies Mutter noch einige verwaiste Igelbabys von der Arbeit im Tierheim mitgebracht, die natürlich auch nicht hungrig schlafen wollen. Schnell wird klar, dass bei Indie zuhause immer schwer was los ist. Wenn Indie dann mal Zeit hat, besucht sie ihren Vater und seine neue Lebensgefährtin Fiona sowie deren Sohn Dylan, der außerordentlich schlau ist.

Als Fiona an ihrem Geburtstag in der Schule die Aufgabe bekommt, mindestens drei ihrer Talente aufzuschreiben, beginnt ihr Leben noch chaotischer zu werden. Ihr wollen einfach keine Talente einfallen! Also setzt sie sich mit ihren beiden Freundinnen, Sof und Fie (beiden heißen Sofie und so lassen sie sich besser auseinanderhalten), zusammen, um Talente zu suchen. Sie probieren es mit Haare flechten und vielem anderen, aber keines der Dinge will Indies Talent sein.

Als Indie dann eines Tages ihre Mutter im Tierheim besucht, entdeckt sie den Neuankömmling und Problemfall DIB. Dieser Hund ist schwer vermittelbar, da er nicht nur dick und unbeweglich ist, sondern auch noch schielt wie ein Weltmeister. DIB scheint kein einziges Talent zu haben, trotzdem findet Indie ein paar gute Eigenschaften, die sie auf DIB`s Talentliste am Zwinger schreibt. Sie hofft, dass sich die Leute so mehr für DIB interessieren.

Viel wichtiger als ihre eigene ";Talentsuche"; ist Indie nämlich, dass DIB endlich ein neues Zuhause findet. So setzt sie all ihre Energie in die Vermittlung von DIB und vergisst letztendlich doch ein wenig ihre eigene Talentliste für die Schule zu schreiben, so dass ihre eigentlich sehr liebe Lehrerin Frau Lewi sogar etwas sauer wird. Nichts desto trotz versucht Indie, DIB an ihre alte, alleinstehende Nachbarin zu vermitteln. Doch die lehnt, nachdem DIB deren Wohnung verwüstet hat, dankend ab…

Der Autorin Karen Mc Combie gelingt es, die eigentlich traurigen Umstände in ein chaotisch, lustiges Netzwerk aus Patchworkfamilie und verwaisten Tieren zu verwandeln. ";Verrückt nach DIB"; ist ein Kinderbuch, dem eine eigentlich traurige Geschichte zugrunde liegt, die aber witzig und fröhlich erzählt wird. Indies Mutter lebt getrennt von ihrem Mann. Indie wohnt bei ihrer Mutter, besucht jedoch ihren Vater, seine neue Lebensgefährtin Fiona und dessen Sohn Dylan regelmäßig. Die Trennung der Eltern wird als recht unkompliziert dargestellt, was ich sehr positiv bewerte. Jeder der Beteiligten geht gut mit der Situation um, so dass die Kinder nicht darunter zu leiden scheinen.

Bei Indie und ihrer Mutter, die in einem Tierheim arbeitet, geht es meist etwas chaotisch zu, während Fiona ihren Haushalt voll und ganz unter Kontrolle zu haben scheint. Dennoch scheint es ihrer Mutter und ihr prächtig zu gehen. Indie versteht sich mit allen, auch und besonders mit ihrem Stiefbruder Dylan, was ja keine Selbstverständlichkeit ist.

Zur allgemeinen Erheiterung kommt noch hinzu: Indies Freundinnen sind für jeden Spaß zu haben! Egal wo die Freundinnen auftauchen, es geht immer lustig zu. Dies wird nicht nur durch die direkte Rede, die die Autorin verwendet, sondern auch durch die Wortwahl deutlich und gut unterstrichen.

DIB, der hässlichste Hund der Welt, scheint auf den ersten Blick ein hoffnungsloser Fall zu sein. Erst als Indie sich um ihn kümmert, werden seine guten und liebevollen Seiten langsam aber sicher aufgedeckt. Er ist nun nicht mehr nur ein hässlicher sondern ein hässlicher und äußerst lieber Hund. Eben ein Hund mit Charakter.

Und auch die Charaktere der weiteren Darsteller sind sehr unterschiedlich. So hat die Autorin sogar den Haustieren von Indie nur allzu menschliche Züge verleihen, indem sie ihnen besondere Eigenschaften zuschreibt. Hermann, ein gebürtiger Terrier, ist in seinem Verhalten einer Katze sehr ähnlich, er bellt nämlich nicht, sondern macht ";Miiii-wauuuu!";. Und auch der Kaiserfisch Brian ist irgendwie anders: Er ist eben sehr schüchtern und versteckt sich meist hinter den Wasserpflanzen im Aquarium.

Die immer wiederkehrenden heiteren Textpassagen entlocken mit ihren vielen unterschiedlichen Charakteren dem Leser zwar ein Lächeln, jedoch erscheint die gesamte Geschichte etwas zu wenig spannend und wirkt zuweilen sogar ein wenig schwerfällig.

Fazit:

Mit etwas Witz schildert Karen Mc Combie das chaotische Leben von Indie mit ihren Freunden und Tieren. Sehr gelungen sind dabei die einzelnen Charaktere, jedoch bleibt die Erzählung leider etwas zu unspektakulär. Damit ist ";Indies Welt – verrückt nach DIB dem hässlichsten Hund der Welt!!!"; zwar insgesamt eine angenehme Geschichte, doch es ist kein Buch, das einen leicht packen kann – und so wird dem Leser ein gewisses Durchhaltevermögen abverlangt, bis er in Erfahrung bringt, was aus DIB und Indie wird.

Anne Bruns

Verrückt nach Dib, dem hässlichsten Hund der Welt

Verrückt nach Dib, dem hässlichsten Hund der Welt

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