Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Die Charaktere der kleinen Hauptdarsteller sind nicht auf Anhieb präsent und das macht eine entsprechend Identifikation schwierig. Die Geschichten sind jedoch gut durchdacht und halten eine gute Balance zwischen kindlichem Abenteuer und Alltag.

Bilder

sympathischer Illustrationsstil. In warmen Farben und mit freundlich- stupsnasigen Charakteren wird die Handlung auf unbeschwerte Weise unterstützt.

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Die klare und sanfte Sprache beschreibt lebendig und bildhaft die Welt in Kleeberg und fordert dabei die Vorstellungskraft der Erstleser heraus.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2006

[ab 7 Jahren]

";So schön wie in Kleeberg ist es anderswo bestimmt nicht!"; Das sagen die Kinder aus Kleeberg und stellen das in den elf kurzweiligen Geschichten unter Beweis. So erfahren wir allerhand spannendes und komisches aus Kleeberg, einem Örtchen, in dem die Welt wirklich noch in Ordnung zu sein scheint.

Die Kinder und deren Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Freunde und Tiere erleben so allerhand in ihrem beschaulichen Kleeberg. Auf einem Hügel, umgeben von viel Natur haben sie einen guten Blick auf die große Stadt – wenn es nicht gerade nebelig ist. Doch das Besondere an dem beschaulichen Örtchen ist, dass es dort viele Kinder gibt. Da rettet Bastian einem Nachbarn das Leben, indem er ihm gerade noch rechtzeitg hilft, von der Dachrinne, an der der Arme noch mit letzter Kraft hängt, wieder heil herunterzukommen. Oder es entsteht bei dem großen Osterfeuer eine ganz verrückte Wette. Da schwimmt Leonies Vater doch tatsächlich eine Runde in dem kalten Teich und gewinnt, sage und schreibe 100 Eis am Stiel, die er natürlich über den ganzen Sommer mit den Kindern teilt. Doch nicht immer geht es in Kleeberg so harmonisch zu. Nicht nur das Wetter steht eines guten Tages auf ";Sturm";, auch die Zwillinge Bastian und Emilia haben heftigen Streit. Emilia ist schließlich so wütend, dass sie am Ortsschild eine selbst gebaute Papptafel hängt, auf dem sie ihren Bruder zum Verkauf – und dabei ";nicht teuer"; – anbietet. Natürlich tut Emilia das am Ende furchtbar leid und die beiden Streithähne vertragen sich wieder. ";Schwein gehabt!"; kann es durchaus in der nächsten Geschichte heißen, denn da fährt ein ausgebüchstes Hängebauchschwein im Sportwagen und wird so unversehrt in sein Gatter ";zurückverfrachtet";. Bei dieser Rettungsaktion hat Kleeberg auch eine erste Romanze zu verzeichnen,bei der sich sich die Mutter der Zwillinge und der Onkel von den ";drei Ms"; ineinander verlieben. Und wie der Zufall es will, begleiten die beiden frisch Verliebten die Kinder während der Pfingstfeiertage bei einer Kanutour. Als die Kanuten auf einer kleinen Insel rasten, entdeckt Hund ";Schnuffel"; ein verwaistes Entenküken. Es ist natürlich Ehrensache für die Kinder aus Kleeberg, dass sie das kleine flauschige Ding wieder aufpäppeln. Doch den Kleebergern passiert in diesem Jahr noch so viel: Ein Einbrecher wird gestellt, ein neuer Wohnwagen wird eingeweiht und als der Sommer sich dem Ende zuneigt, gehen die Kinder wieder in die Schule, bauen Baumäuser, retten ein Pony aus dem Springbrunnen, überstehen allesamt die Windpocken und feiern zum krönenden Abschluss des Jahres eine Sylvester-Party mit großem Feuerwerk.

In einer unbeschwerten Weise berichtet die Autorin, Annette Langen, von einer heilen Kinderwelt. Ja – die Erwachsenen von Kleeberg wissen, was Kindern gefällt und wenn sie in der Geschichte auftauchen, dann meist nur, um ihr Verständnis unter Beweis zu stellen. Dabei kommen die Geschichten eher unspektakulär daher, stellen jedoch ein ganz und gar unbeschwertes Aufwachsen dar, von dem die meisten Kindern in der Realität wirklich nur träumen können. Auffallend ist hierbei die Hilfsbereitschaft der Kleeberger untereinander und ihre Liebe zur den Tieren und zur Natur. Einige der Erwachsenen von Kleeberg engagieren sich aktiv für den Tierschutz und unterstützen die Kinder dabei, dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch zu tun. Die vielen kleinen Abenteuer mit ihren Nebenschauplätzen unterhalten auf eine leichte Weise und eignen sich besonders gut für Kinder, die, gerade dem Bilderbuchalter entwachsen, schon etwas längere, zusammenhängende Geschichten als Lesefutter brauchen. Auch leseerfahrenere Kinder von bereits fünf oder sechs Jahren können den Geschichten gut folgen. Sympathisch ist auch, wie die Autorin die Balance zwischen den kindlichen Abenteuern und der ganz normalen Alltagswelt findet. Vielleicht mag es der eine oder andere echte Bücherwurm etwas zu lasch finden, wenn die Kinder in Kleeberg stets gut behütet sind, doch hat dieses Buch sicherlich auch die Intention, Kindern genau diese ";einfachen"; Dinge wieder nahe zu bringen. Auf der letzten Seite des Buches finden wir nämlich zehn Tipps für die Natur-Tour und die haben es auch in sich.

Etwas schwierig ist jedoch die Zuordnung der verschiedenen Darsteller. Es ist der Autorin nicht gelungen, die Charaktere innerhalb der Geschichte zu verankern. Das ist gerade für Leseanfänger wichtig, um sich mit den Darstellern in der Geschichte indentifizieren zu können. Es gibt lediglich einen Einleitungstext in dem uns Kleeberg und seine Hauptdarsteller kurz dargestellt werden. Wenig hilfreich ist es auch, wenn zudem noch ganz neue Namen, wie z.B. der Vorname einer Mutter nur beiläufig fallengelassen wird und dieser auch in den fröhlich gestalteten Klappenseiten nicht erwähnt wird.

Da es sich bei ";Wilde Wetten in Kleeberg"; um das zweite Buch der elfteiligen Reihe handelt, könnte man jetzt vermuten, dass die Charaktere im ersten Buch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, doch auch im ersten Band werden sie auf die gleiche Weise vorgestellt. Für sich genommen, funktionieren die Geschichten dennoch recht gut. Und da es sich bei den Geschichten aus Kleeberg um eine Buchreihe handelt, werden sich die Hauptdarsteller auch auf diese Weise früher oder später einprägen.

Srachlich entführt uns Annette Langen in eine idyllische Welt. Sie beschreibt die Natur und ihre Stimmungen, so dass Kinder gut nachvollziehen können, wie es sein könnte, in Kleeberg mit von der Partie zu sein. Durch ihre direkte Ansprache an ihre Leser und durch ihre Kommentare, die sie in jeder ihrer Geschichten zu Anfang und auch mal zwischendurch einflicht, scheint es, als wäre sie selbst ein Kind aus Kleeberg, das von seinen Erlebnissen erzählt. Die klare und bildhafte Sprache ist für Kinder des empfohlenen Alters angemessen und fordert ihre Vorstellungskraft.

Begleitet werden die Geschichten aus Kleeberg von den vierfarbigen Illustrationen von Betina Gotzen-Bek. Viele werden ihre einfachen aber sympathischen Illustrationsstil wiedererkennen: In warmen Farben und mit freundlich- stupsnasigen Charakteren unterstützt sie die Handlung auf unbeschwerte Weise. Auf jeder Seite finden wir ein kleines Detail aus der Geschichte wieder und sie halten auch so manchen spannenden Höhepunkt in Kleeberg fest.

Fazit:

Heile Welt pur: Die Kinder aus Kleeberg können davon erzählen, wie spannend und lustig das Leben auf dem Land ist. ";Wilde Wetten in Kleeberg"; ist dabei aber alles andere als wild, denn eher beschaulich erzählt uns dieses Buch die Höhepunkte aus dem Jahr der Kleeberger Kinder. Als erstes ";Lesefutter"; ist das Kleeberger Landleben bestens geeignet und natürlich auch für Kinder, die Natur und Tiere mögen. Und vielleicht schafft es diese sympathische Reihe auch, dem einen oder anderen Kind die selbsterlebten Abenteuer in der Natur wieder nahe zu bringen. Schön wäre es ja.

Stefanie Eckmann-Schmechta

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