Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel

Erschienen: September 2006

Couch-Wertung:

83%
Idee
Bilder
Text

Idee

Eine Piratengeschichte ganz ohne Helden und Gewinner. Knitterbart ist ein richtiges kleines Piratenabenteuer - rauh, aber mit Charme.

Bilder

Ansprechende und stimmungsvolle Bilderwelt, die auch nicht den Humor aus dem Auge verliert.

Text

Cornelia Funke versteht sich auch in der \\\\\\\"kleinen Erzählkunst\\\\\\\". Ihre eher direkte und unverblümte Erzählweise macht einfach Spaß.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Sep 2006

Nachdem Käpten Knitterbart in seinem ersten Abenteuer dem Mädchen Molly unterlegen war, beißt er sich in seinem zweiten Abenteuer im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne aus. Dabei schien sein hinterlistiger Plan zunächst aufzugehen, wenn nicht… aber der Reihe nach.

Ein überaus schlecht gelaunter Käpten Knitterbart schippert mit den verbleibenden Männern seiner berühmten Bande auf den Überresten seines ehemals stolzen Schiffes – der ";Stinkenden Sardine"; – über die Meere. Doch eines Tages retten Sie ";Schimmelbrot"; – den Chefkoch vom Roten Bill – der halb verdurstet auf seinem Floss um Hilfe ruft! Von ihm erfahren sie von einem Schatz, den der Rote Bill auf der Insel der faulenden Knochen versteckt halten soll. Knitterbart zögert nicht lange und macht sich mit seiner Mannschaft auf den Weg. Doch noch bevor Sie an Land gehen können, lässt die Begegnung mit einem großen Seeungeheuer bereits vorahnen, dass der hinterhältige Plan scheitern könnte. Zunächst jedoch gelingt es Knitterbart, das Versteck des Roten Bill ausfindig zu machen. Mit Schlafpulver setzen Sie den Roten Bill und seine Bande außer Gefecht und schaffen es unbemerkt den Schatz zu bergen. Als der Rote Bill wieder zu sich kommt, ist es bereits zu spät – die letzten Schatzkisten werden bereits an Bord der Stinkenden Sardine verstaut. Alles bestens? Ganz und gar nicht, denn leider kommt Knitterbart mit seiner Beute nicht weit. Schon nach kurzer Fahrt landet die Stinkende Sardine genau im Maul des Seeungeheuers. Nur ein Kniff in die Zunge des imposanten Monsters kann die Piratencrew befreien. Doch der durch den Kniff ausgelöste Nießer des Seeungeheuers katapultiert nicht nur Knitterbart in die Freiheit, sondern auch den gesamten Schatz über Bord. Knitterbart ist über diese schicksalhafte Wendung so wütend, dass er seine Zähne in die Reling versenkt und sich damit auch seines letzten persönlichen Schatzes – nämlich seiner Gold- und Silberzähne – beraubt.

Dass sich Cornelia Funke auch in der ";kleinen"; Erzählkunst bestens versteht, beweist sie unter anderem mit Ihren Bilderbuchgeschichten von Käpten Knitterbart. Funkes eher direkte, unverblümte Erzählweise macht hier ganz den Charme der abenteuerlichen Geschichte aus. Rivalisierende Piratenbanden und die Jagd auf kostbare Schätze sind dabei ein typisches aber besonders geeignetes Szenario für das Genre und so gewährt Cornelia Funke den kleinen Zuhörern mit ";Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel"; einen Einblick in das (wahre) raue Piratenleben. Ihre markanten Protagonisten sind ebenso passend gewählt. Mit einem sauberen Spannungsbogen treibt die Geschichte und damit auch Knitterbart auf den wahren Höhepunkt zu, als er und seine Mannen beinahe im Maul des Seeungeheuers verschwinden. Am Ende gehen alle leer aus – der rote Bill, Knitterbart mit seiner Bande und auch das Seeungeheuer. Die Botschaft ";Diebstahl lohnt sich nicht"; dürfte aber wohl eine gänzlich untergeordnete Rolle spielen.

Doch es sind nicht zuletzt die Illustrationen von Kerstin Meyer, die das Bilderbuchvergnügen erst rundum stimmig erscheinen lassen. Sie überführt Cornelia Funkes Erzählung in eine ansprechende und stimmungsvolle Bilderwelt, die zum einen den etwas derben Charakter widerspiegelt, aber eben auch nicht den Humor aus den Augen verliert. Sie verpasst der Geschichte so den richtig kindgerechten und auch ";piratenmäßigen"; Anstrich. Die Insel der faulenden Knochen präsentiert sich mit dichter Vegetation und artenreicher Tierwelt. Sie ist damit das Gegenteil der weitläufigen und eher tristen See. Knitterbart ist der gemeine, aber glücklose und dadurch auch bemitleidenswerte Fiesling, der mich durch seine großzügigen Zahnlücken ein wenig an Wickie´s Wikinger erinnert. Das Seeungeheuer ist schon durch die tief schwarze Farbe imposant in seiner Erscheinung und so kann Kerstin Meyer dann ganz auf weitere Details verzichten. Die scharfen Zähne des ";Piratenschrecks"; schmückt sie effektvoll mit grünen Algen, die der Respekt einflößenden Wirkung jedoch keinerlei Abbruch tun.

Fazit:

Cornelia Funke und Kerstin Meyer erzählen mit ";Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel"; ein echtes Piratenabenteuer, das ganz ohne Helden oder Gewinner auskommt und trotzdem – oder gerade deswegen – so viel Spaß macht! Bleibt nur abzuwarten, ob sich Knitterbart noch zu einem dritten Abenteuer hinreißen lässt.

Stefanie Eckmann-Schmechta

Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel

Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel

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