Die Geschichte vom Weihnachtsglöckchen

Erschienen: Dezember 2004

Couch-Wertung:

81%
Idee
Bilder
Text

Idee

eine schöne Idee macht aus der klasssichen Weihnachtsgeschichte ein Weihnachtsmärchen

Bilder

Bilder in gedeckten Farben, dezent aber durchaus stimmmungsvoll

Text

Themengerechte und gut verständliche Sprache.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Dez 2004

[ab 5 Jahren]

";Die Geschichte vom Weihnachtsglöckchen"; von Rolf Krenzer birgt sehr viel mehr in sich, als der Titel vermuten lässt... Zunächst erscheint das Leben der kleinen Rahel aus Betlehem uns traurig und grau. Schon bald aber erstrahlt alles in hellem Glanz, denn in einem Stall wurde ein Kind namens Jesus geboren. Rahel hat das grosse Glück und darf ganz nah dabei sein. Die Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas eingebettet in ein rührendes Märchen.

In Betlehem lebt das kleine Mädchen Rahel. Im Straßenstaub findet sie eines Tages ein wunderschönes silbernes Glöckchen. Die blinde Frau Ruth prophezeit ihr, dass eines Tages etwas so schönes geschehen wird, dass Rahel das Glöckchen dafür verschenken möchte. Rahel kann sich nicht vorstellen, was das sein sollte, aber sie wartet ab und bewahrt das Glöckchen behutsam auf. Eines Nachts erlebt Rahels Vater, ein Schafhirte, etwas wunderbares. Während er mit drei weiteren Hirten eine Herde bewacht, erscheint ihnen ein Engel. Mit wunderschönem Gesang verkündet der Engel, dass unweit, in einem ärmlichen Stall, ein Kind geboren wurde, welches der Heiland, der Sohn Gottes sei. Ergriffen machen sich die Hirten auf den Weg um den Stall zu suchen und dem Neugeborenen ein Geschenk zu bringen. Rahels Vater möchte seine Tochter an der großen Freude Teil haben lassen. So nimmt er sie mit auf den Weg. Als Rahel von dem neugeborenen Kind hört, weiss sie, das nun der Augenblick gekommen ist, von dem die alte Ruth gesprochen hatte. Sie schenkt dem Kind das Glöckchen und bis heute leitet der helle Klang eines Glöckchens für uns das Weihnachtsfest ein.

Die Weihnachtsgeschichte einmal anders erzählt. Eingebettet in das Leben der kleinen Rahel wird aus der Weihnachtsgeschichte des Lukas–Evangeliums ein Weihnachtsmärchen. Dies sollten wir durchaus wohlwollend zur Kenntnis nehmen, denn gerade dadurch erleichtert der Autor Rolf Krenzer den kleinen Zuhörern den Zugang zur Weihnachtsgeschichte, wie wir alle sie aus der Bibel kennen. Das Mädchen Rahel, etwa so alt wie die Zuhörer, lebt im fremden, fernen Betlehem. Ihr Vater ist Schafhirte und hier ahnen wir zum ersten Mal eine direkte Verbindung zur Weihnachtsgeschichte. Nachdem Rahel das Glöckchen gefunden hat, wechselt der Schauplatz. Maria und Josef auf der Suche nach einem Quartier für die Nacht versetzen uns mitten hineien, in die Weihnachtsgeschichte. Hier lässt Rolf Krenzer zwei Geschichten zusammenfliessen. Er hält sich dicht an die Erzählung im Lukas Evangelium und bindet diese nahtlos in die Geschichte der kleinen Rahel und ihres Vaters ein. Zwar benutzt er eine kindgerechte Sprache, verzichtet aber nicht generell auf traditionelle Formulierungen. So wird dem Leser bzw. Zuhörer eine längst vergangene Zeit real und glaubwürdig vermittelt.

Dazu passend auch die Illustrationen. Es sind großflächige Aquarelle in gedeckten Farben, dezent aber stimmungsvoll. Sprache, Farben und Maltechnik ergänzen sich zu einem Ganzen. Am Ende des Buches wagt der Autor einen Sprung in die Gegenwart, aber auch das bringt die Geschichte nicht ins Wanken. Zu logisch erscheint uns die Erklärung für das Klingen eines Glöckchens am Weihnachtsabend.

Fazit:

Die Weihnachtsgeschichte des Lukas-Evangeliums mag vielen Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr geläufig sein. Wer seinem Kind den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes vermitteln mˆöchte, findet hier einen idealen Einstieg.

Antje Saam

Die Geschichte vom Weihnachtsglöckchen

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