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Idee

Ein Buch für die Familie, das Eltern oder auch noch Großeltern vielleicht noch aus ihrer Kindheit kennen. So verbinden die märchenhaften Geschichten Generationen und werden zur Familienlektüre.

Bilder

Die Bilder von Tamara Ramsay sind aus der Ausgabe von 1936 übernommen worden. Sie strahlen den Charme vergangener Zeiten aus, sind klar strukturiert und unterstützen den Text. Die nostalgischen Illustrationen passen zu der etwas altbackenen Welt des Buch

Text

Der Text der 1923 erschienenen Ausgabe mutet manchmal ein wenig nostalgisch an, was aber die Lektüre nicht beeinträchtigt. Zu bemängeln ist, dass die reformierte Rechtschreibung nicht berücksichtigt wurde.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Nov 2006

Die bezaubernden kleinen Geschichten aus dem ";alten Haus"; sind schon 1923 erschienen. Nun wurde der Märchen-Klassiker im Kerle Verlag (bei Herder) wieder neu herausgebracht.

Es ist eine ganz eigene, eine sehr heile Welt, in der die Hauptfiguren der kleinen Märchengeschichten leben. Alle Geschichten spielen in dem Haus der lieben Großmutter. Sie wohnt dort mit ihren Tieren: dem alten Hund Bautz, dem uralten Hahn Krahks und der ururalten Katze Murks. Und dann sind da noch die beiden freundlichen Kinder Peter und Gretel. In etlichen Märchen und Abenteuern lernen sie die Bewohner und die Natur des alten Hauses und seiner Umgebung kennen. Die Sequenzen, die von Peter und Gretel und von den Märchen erzählen, wechseln sich ab. Für Kinder entsteht so eine Regelmäßigkeit im Erzählfluss.

Die Geschichten orientieren sich am Lauf der Jahreszeiten. Viele Gegebenheiten in der Natur werden aufgegriffen, so zum Beispiel die Kartoffelernte (Das Märchen von der Kartoffelmaus), die Waldbeeren (Das Märchen von dem Beerenfräulein) und das Gänseblümchen, das beinahe verdursten musste, weil der Knecht es mitsamt seinen Wurzeln aus der Erde gerissen hat (Das Märchen von dem armen Gänseblümchen und dem alten Besen). Die Kinder erfahren weiterhin von alten Nusshecken, von Quellen, vom Wald und vom Winter.

Alle Geschichten sind einfallsreich gestaltet. So finden sich etliche phantastische Gestalten, wie der Kartoffelkönig, ein Kasperl, ein sprechender Besen, die Tannenhexe, oder etwa die tanzenden Bohnenstangen. Auch die Orte der Geschichten sind märchenhaft: das alte Haus, der Wald, das Zwergenstüblein und etliche mehr. Diese Orte und auch Charaktere werden mancherorts Schlag auf Schlag angeboten, so dass man als Erwachsener das Gefühl bekommt, dem Geschehen nur noch ein wenig atemlos folgen zu können. Kinder der Altersstufe werden daran aber ihre Freude haben.

Die Geschichten sind in schlichter Sprache erzählt und beginnen oftmals mit den typischen Märchenanfängen: ";Einmal…";, ";Es war einmal…";Da waren einmal…"; und enden stets mit einer abschließenden Formel: ";…und nun ist unser Märchen aus."; Die Sprache des Buches orientiert sich am Sprachschatz kleiner Kinder. Dadurch dass das Buch schon 1923 erschienen ist, finden sich Wörter, die im heutigen Sprachgebrauch selten verwendet werden. Durch den märchenhaften Charakter des Buches, ist dies allerdings nicht als störend zu empfinden.

Die Illustrationen von Tamara Ramsay sind der Ausgabe von 1936 entnommen. Es sind schwarz-weiß Illustrationen, die den etwas altbackenen Charme des Buches unterstreichen.

Trotz der märchenhaften Ansätze sind die Geschichten aus dem ";alten Haus"; nicht mit den üblichen überlieferten Märchen – z.B. der Brüder Grimm oder aber auch mit denen des Franzosen Charles Perrault zu vergleichen. Denn diese traditionellen Märchen glänzen durch ihre Symbolik, sei es die Zahlensymbolik oder die Tiersymbolik. Dadurch, dass sie menschliche Probleme, Urängste, Gefühle und Bedürfnisse thematisieren, sprechen sie den ganzen Menschen an. Dies alles bieten die Märchen aus dem ";alten Haus"; nur ansatzweise. Und genau das scheinen sie auch so zu wollen: Es sind freundliche Märchen, die eine heile Welt anbieten. Es gibt zwar eindeutig gute und böse Charaktere (z.B. in dem Märchen ";Die Hühnerkirmes – der gute Hund Bautz und der böse Steinmarder). Dennoch spielen sich die Konflikte auf relativ harmlosem Niveau ab. So wird dieses Buch zu einem Vorlesebuch für die Kleinsten.

Fazit:

Die heile Welt des alten Hauses ist eine nostalgische Welt. Sie hält die Erzählungen bewusst beschaulich und lädt die Kinder ein, daran teilzuhaben. So wird dieser phantastische Ort gewiss etliche Kinder und auch Eltern ansprechen. Wenn man seinen Kindern jedoch nicht nur eine ";kleine, heile Welt"; als Lektüre anbieten möchte, sondern so ";risikobereit"; ist, auch tiefer gehende menschliche Konflikte mit seinem Kind zu erlesen und zu besprechen, dann sollte man eher auf traditionelle Märchen zurückgreifen. Diese können dann auch in vereinfachten, kindgerechten Formulierungen angeboten werden.

Alexandra v. Plüskow


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