Couch-Wertung:

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Idee

Die deutliche Abgrenzung von bösen und guten Charakteren sorgt dafür, dass man sich sehr schnell an die drolligen Figuren hängt und ständig gespannt ist, wie sie ihre Abenteuer meistern – doch für manchen leider in einem etwas zu düsteren Unterton erzählt

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Der Text entführt uns in eine Welt voller dunkler Spannung und bindet den Leser bis zur letzten Seite an die fesselnde Geschichte.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Nov 2006

Eigentlich sind die Zaubertiere dazu bestimmt, traurige oder kranke Kinder zu erfreuen und zu trösten. Doch jetzt steht den niedlichen Freunden ein schwerer Gang bevor. Isaac Bodkins, der sie erschaffen hat ist verstorben und es ist nun die Aufgabe der Spielsachen, eine neue Spielzeugmacherin zu finden, damit die Kraft des Guten weiterhin die Oberhand behalten kann, denn von jeher herrscht im Keller der Spielzeugfabrik eine andere, finstere Macht, die jetzt ihre Stunde für gekommen hält…

Bär, Kaninchen, Hund, Katze und Elefant machen sich auf den gefährlichen Weg in die Stadt, um der neuen Spielzeugmacherin von ihrer Aufgabe zu berichten. Doch schon mit dem Tod ihres geliebten Erschaffers beginnen die bösen Spielsachen sich zu regen und den kleinen Freunden Steine in den Weg zu legen. Geführt von dem Bären Amos trotzen die Stofftiere den Gefahren und entdecken auf ihrem gefährlichen Weg nicht nur die Kraft der Freundschaft, sondern auch einen Mut in sich, den sie vorher nicht gekannt haben. Denn mehr als einmal müssen sie sich behaupten und den bösen Spielsachen entkommen. Schließlich findet der entscheidende große Kampf im Kaufhaus statt, bei dem sich die Guten den Bösen stellen. Doch sie sind siegreich – und das nicht zuletzt durch die tatkräftige Hilfe des Neffen des verstorbenen ";Onkel Issacs";.

Dean Koontz, vielen Erwachsenen wohl bekannt als ";Meister der Spannung";, weicht mit diesem Buch von seinem üblichen ";Horrorgenre"; ab und liest sich, wohl mit Blick auf seine junge Leserschaft, ein wenig seichter. Dabei war das Buch ursprünglich in seiner Originalfassung nicht als Kinderbuch deklariert, sondern sollte sich an ";junggebliebene Erwachsene"; richten.

";Nacht der Zaubertiere"; ist ohne Frage ein Buch voller Spannung, mitreissend erzählt und so fesselnd, dass man es gar nicht wieder aus der Hand legen mag; möchte man doch wissen, wie es mit den sympathischen Zauberwesen in ihrem Kampf ergehen mag. Dennoch ist Vorsicht geboten: denn definitiv ist dieses Fantasy Märchen nichts für zartbesaitete Kinderseelen… Grausame Marionetten, mit böse funkelndem Blick, menschenangreifende Roboter, mit gefährlich gelb leuchtenden Augen und fliegende Stahlspielzeuge mit einem gefährlichen Stachel kämpfen in diesem Buch gegen Tiere aus Stoff, wie sie wohl jedes Kind gern bei sich zu Hause hat. Und nicht immer kommen die kleinen ";Kuscheltiere"; ungeschoren davon, am Ende sind sie sogar alle verletzt und ihr Anführer Amos fast tot. Jedoch verliert sich der Autor nicht in detaillierten oder grausamen Schilderungen, sondern beschränkt sich meist auf eine gewaltfreie, wenn auch sehr subtile Spannung.

In dem Werk von Dean Koontz geht es um den ständigen Kampf zwischen Gut und Böse, den das Gute – ganz wie im klassischen Märchen – letztlich gewinnt. Koontz beweist auch in diesem Buch, dass er ein ";Meister"; seines Faches ist. An Spannung und Fantasie fehlt es in diesem Buch wahrlich nicht! Schon auf den ersten Seiten zieht uns der Autor in seine atmosphärische Geschichte, lässt uns mit den kleinen, kuscheligen Helden mitfiebern und die bösen Spielsachen verurteilen. Bis zur letzten Seite verliert dieses Buch nichts von der wunderbar aufgebauten Spannung und Faszination.

Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Buch dem Bereich ";Fantasy"; zuzuordnen ist. Ein Genre, das für das empfohlene Alter von 10 Jahren durchaus zu bewältigen ist. Doch der Autor umgibt seine Geschichte mit einer ständigen düsteren Spannung, die ab und an von kleinen Lichtblicken durchbrochen wird. Textlich ist das Buch fesselnd und sehr gut verständlich. Der Autor zeichnet die Charaktere der Zaubertiere ebenso ansprechend wie sympathisch und sorgt somit dafür, dass man sich sehr schnell mit ihnen verbunden fühlt.

Es obliegt also der Entscheidung der Eltern, ob und wann sie ein solches Buch ihren Kindern in die Hand geben möchten. Der Verlag schlägt ein Lesealter ab 10 Jahren vor, was meiner Meinung nach schon grenzwertig ist. Denn sicherlich wird ein 10jähriges Kind sein Spielzeug nach dieser Lektüre mit anderen Augen sehen – ob es dann beruhigt ins Bett gehen kann, wenn in einer Ecke des Zimmers etwa ein Marionette hängt, bleibt daher fraglich und ist selbstverständlich vom Naturell des Kindes abhängig.

Fazit:

Dean Koontz ist mit diesem Buch ein Fantasymärchen gelungen, das an Spannung kaum zu überbieten ist, und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in einen Zustand ständigen Mitfieberns versetzt.

Eltern sollten hier allerdings gut abwägen, ob ihre Kinder mit den ausgeprägten Schilderungen des Bösen umgehen können – denn die Verbannung aller Spielsachen aus dem Schlafbereich des Kindes wäre nun wirklich nicht wünschenswert. Es bleibt daher festzuhalten, dass es sich bei ";Nacht der Zaubertiere"; um kein plüschiges Teddybären-Märchen handelt, sondern dass hier teilweise schon ziemlich nachhaltige und schwerverdauliche ";Kost"; geboten wird, die nicht bedenkenlos an jedes 10-jährige Kind verabreicht werden sollte.

Simone Brinkschulte


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