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Idee
Bilder
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Idee

Der Tod des geliebten Haustieres ist für Kinder oft die erste bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod. Mit viel Nähe zum kindlichen Verständnis werden emotionale Aspekte aufbereitet.

Bilder

sympathischen Illustrationen mit warmen Farben tragen die zuversichtliche und herzliche Grundstimmung.

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unkomplizierte und alltagsnahe Erzählung.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2007

Für Kinder ist es ein einschneidendes Erlebnis, wenn das geliebte Haustier verstirbt. Und es ist auch möglicherweise die erste bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod. So auch für Felix, der anfänglich den Tod seines Zwergkaninchens gar nicht wahr haben möchte.

Rosetta ist das kleine Zwergkaninchen von Felix und Felix hat sein kleines Langohr mit ";Schnupperwackelnase" sehr gern. Eines Tages aber will Rosetta sich nicht mal mehr mit köstlichen Möhren anlocken lassen. Regungslos liegt das Kaninchen vor Felix. Aufgebracht läuft er daraufhin mit Rosetta in die Küche zu seiner Mutter, die ihm leider mitteilen muss, dass Rosetta nun ";für immer schläft". Da wird Felix bewusst, dass seine Mutter meint, Rosetta sei tot. Ungläubig begibt er sich in sein Zimmer, setzt Rosetta vor sich ab und will mit ihr spielen. Natürlich bleibt Rosetta still, aber Felix hat eine Idee. Er geht zu Oma Krahwinkel, die kann Rosetta bestimmt wieder gesund machen.

Doch auch von seiner Oma muss er erfahren, dass Rosetta nicht mehr lebt. Sie erklärt Felix behutsam, dass das Leben vergänglich ist und sowohl für Mensch und Tier irgendwann die Zeit zum Sterben gekommen ist. Auch wenn es schwer fällt; Felix akzeptiert, dass er Rosetta gehen lassen muss und so finden kurz darauf Oma Krahwinkel und seine Mutter den Jungen in Omas Garten, während er ein Grab für Rosetta vorbereitet. Die ganze Familie hilft Felix bei der kleinen Beerdigung. Doch auch später muss Felix immer wieder an Rosetta denken, denn nach dem Abschied ist die Trauer umso stärker. Regelmäßig geht Felix zu Oma Krahwinkel, um Rosettas Grab zu besuchen. Eines Tages findet er neben der Haustür einen Karton mit zwei jungen Katzen - keine Frage, wer auf die wohl aufpassen wird... Und Rosetta? Die hat Felix immer noch nicht vergessen. Der Schneemann mit Hasenohren an Rosettas Grab ist da wohl Beweis genug...

Sylvia Schopf bereitet Stück für Stück und mit Bedacht typische und mögliche Verhaltensweisen der Kinder in diesen schwierigen Momenten auf. Mit viel Nähe zum kindlichen Verständnis integriert sie dabei viele bedeutende Aspekte in eine leichte und dennoch emotionale Erzählung. Die erste Phase, wenn Kinder den Verlust noch nicht begreifen können oder wollen, stellt einen Kern des Bilderbuches dar - die Frage nach dem Tod an sich, ist hier ein weiterer wichtiger Aspekt, denn das ist oft eine hilflose Suche nach verständlichen Erklärungen, die hier von der Oma übernommen werden.

Trotz ernsthafter Thematik und der Trauer von Felix, der positiv geschilderte Abschiedsprozess und der Ausblick auf neue Haustiere sorgen für eine sehr zuversichtliche und herzliche Grundstimmung, die von den sehr sympathischen Illustrationen mit warmen Farben und freundlichen Gesichtern voller Anteilnahme getragen werden. Damit ist ";Abschied von Rosetta" schon für kleine Kindergartenkinder nutzbar.

In unserem Rezensionsexemplar hat sich übrigens ein kleiner Produktionsfehler eingeschlichen, der allerdings das Lesen an sich überhaupt nicht behindert. Das Cover ist Seitenverkehrt angebracht und muss vor dem Lesestart einmal gewendet werden...

Fazit:

Auch wenn die Zeit die Wunden heilen mag. Der Tod eines Haustieres ist oft schmerzhaft für Kinder. Ihr Kummer über ihren Verlust sollte in Familien entsprechend Beachtung finden und auf besonderes Verständnis stoßen. Sylvia Schopf gelingt es, Kindern sehr unkompliziert und alltagsnahe zu begegnen und ihre Erzählung mit durchaus möglichen Handlungshilfen zu ergänzen.

Stefanie Eckmann-Schmechta


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