Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Entspannte und gehaltvolle Unterhaltung. Winzig ist die Geschichte von einem kleinen Elefanten, der auf der Suche nach seinen Eltern ist und dabei jede Menge Erfahrungen sammelt.

Bilder

Schöne stimmungsvolle Bilder mit Charakter und ausgewogenem Farbbild.

Text

Kingerecht erzählt, mit einer sehr harmonischen und optimistischen Grundstimmung.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2007

"Winzig" ist ein junger Elefant. Und für einen Elefanten ist "Winzig" wirklich winzig. So winzig, dass er eines Tages seine Eltern verliert. Fortan schlägt sich der kleine Elefant allein durch die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Aber was ist das genau?

Auf seinem Weg hat der kleine Elefant zahlreiche Begegnungen mit anderen Tieren. Zum Beispiel mit einer Honigfliege, die wie er einen Rüssel hat, wenn der auch erheblich kleiner ist. Oder da ist die Schnecke im Schneckenhaus, die sich aber trotzdem nicht blicken lässt, obwohl "Winzig" seinen Rüssel ebenfalls wie ein Schneckenhaus formt. "Winzig" trifft eines Tages eine Musikantengruppe, die ihn dank seiner ";Trompetenkünste" aufgenommen hat. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn "Winzig" wächst und damit wird er auch deutlich lauter, so dass alle anderen Tiere mit ihren Lauten untergehen. "Winzig" zieht weiter.

"Winzig" ist furchtbar traurig und schaut in den Fluss. Da werden ein paar kleine Mäuse auf ihn aufmerksam und malen ihn, um ihn aufzuheitern, bunt an. Doch auch das hilft "Winzig" in seinem Kummer nicht. Als er einen Vogel über das Wasser fliegen sieht, möchte "Winzig" es ihm gleich tun; er springt von einem hohen Ast über dem Fluss . Aber er ertrinkt beinahe im Wasser und wird dort von einer Schildkröte gerettet. Die bringt ihn zu Herr und Frau Flussschwein, die sich sehr über "Winzig" freuen, denn schließlich haben Sie noch keine Kinder und zusammen mit "Winzig" sind sie nun eine richtige Familie.

Winzig wächst weiter und auch wenn er inzwischen weiß, dass Herr und Frau Flussschwein nicht seine richtigen Eltern sind, leben sie glücklich zusammen. Dennoch spürt Winzig, wie er eines Tages voller Sehnsucht einer vermeintlichen Elefantenspur folgt. Der Wunsch, seine richtigen Eltern wieder zu finden, wird immer stärker und so beginnt schließlich eine abenteuerliche Suche auf dessen Weg Winzig viele neue Freunde findet. Winzig landet dann auch überglücklich zwischen den Rüsseln seiner Eltern. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Als der kleine Elefant älter, größer und stärker wird, beschließt er der Elefantenherde wieder den Rücken zu kehren und seinen eigenen Weg zu gehen - er sucht das Abenteuer. Aber seine wichtigen Freunde, Wegbegleiter und Bekannten trifft er regelmäßig wieder...

"Winzig" ist eine Geschichte, die viele Facetten und Stufen der kindlichen Entwicklung integriert. Da ist der zentrale Aspekt der Familie. Es sind Liebe und Geborgenheit, was "Winzig" im Herzen sucht und am Ende glücklicherweise auch wieder findet. Es geht aber auch um die Bedeutung und Notwendigkeit von Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Daneben erleben wir auch, was es bedeutet ";klein" zu sein und ";groß" zu werden, nicht nur im Hinblick auf die Statur. "Winzig" versucht sich anzupassen und alle seine Begegnungen sind ein wichtiger Schritt zur Eigenständigkeit und zu einem stärkeren Bewusstsein für die eigene Identität. Gerade das Ende betont das Vertrauen in die eigenen Erfahrungen, wenn "Winzig" schließlich alleine seinen Weg gehen möchte - und auch geht. Zu komplex für junge Zuhörer mag man da vielleicht schnell denken. Aber dem ist keineswegs so. Zwar ist die vom Verlag angegebene Altersempfehlung ab 3 Jahren durchaus optimistisch, doch können erfahrene Bilderbuchkinder der Geschichte in ihren wesentlichen Handlungsteilen sehr gut folgen.

Dass Kinder schnell ihre ganze Aufmerksamkeit dem kleinen grauen Elefanten widmen, liegt in der sehr kindgerechten Komposition von Bild und Text begründet. Erwin Moser legt seine Erzählung mit einer sehr harmonischen und optimistischen Grundstimmung an. Das ist vor allem den zahlreichen Protagonisten um "Winzig" zu verdanken, die zumeist gut gelaunt, freundlich und hilfsbereit agieren, wenn es auch mal eine Ausnahme wie das freche Krokodil gibt. Aber es gibt keine wirklich bedrückenden Momente voller Einsamkeit oder gar direkter Bedrohung. Erwin Moser hinterlässt stets ein Gefühl der Zuversicht, so dass Kinder den weiteren Schritten von "Winzig" mit gespannter Freude folgen. Dabei verzichtet der Autor aber auch nicht auf vereinzelt spannende Passagen und so schafft es der episodenhafte Handlungsverlauf über die gesamte Länge zu unterhalten.

Ursprünglich erschien Erwin Mosers Erzählung auf vier Bilderbücher verteilt und wird nun als Sammelband im Taschenbuchformat bei Gulliver aufgelegt. Die Bilder haben dennoch genügend Platz und nehmen stets den größten Teil einer Seite ein. Erwin Mosers Bilder erinnern mich dabei in ihrer Anmutung ein wenig an den Stil von Janosch. Die feine Strichführung und die klaren Konturen sorgen für Bewegung und Schärfe zugleich, arbeiten aber auch feine Details heraus. Die sorgfältige Kolorierung schafft ein angenehm warmes und ausgewogenes Farbbild. Ob in der Wüste, am Fluss oder in den Bergen, der Erzählmoment wird stets mit sehr schönen Stimmungen betont und auffällig eingefangen.

Fazit:

"Winzig" ist ein großartiges und durchweg empfehlenswertes Kinderbuch für kleine Abenteurer. Erwin Mosers ";Großes Buch vom kleinen Elefanten" verspricht entspannte und gehaltvolle Unterhaltung schon für kleine Kinder und bietet auch lesehungrigen Zuhörern durch den Sammelband eine ";richtige" Geschichte.

Stefanie Eckmann-Schmechta


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