Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Angst vor der Dunkelheit, ist sicherlich ein Thema, dem die meisten Kinder und Eltern irgendwann begegnen. Eine an sich sehr gute Idee, die jedoch nicht zum eindeutigen Schlüsselerlebnis führt.

Bilder

Ein Buch, dass durch seine fröhlichen Illustrationen anspricht. Die Bilder sind dynamisch und unterhaltsam, jedoch nicht eindeutig genug.

Text

Geradlinige Erzählung, schöner Erzählbogen, leicht zu verstehen. Der Text ergänzt sich jedoch nicht mit der Bildsprache.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Mai 2007

Sophie hat große Angst vor der Dunkelheit, denn sie fürchtet sich vor dem Drachen der sich jede Nacht in ihrem Haus umtreibt. Sophie möchte ihn endlich zur Rede stellen, um ihre eigene Angst zu besiegen. Doch das ist gar nicht so einfach. Hilary McKay hat mit ";Treppauf, Treppab, dem Drachen nach" ein Buch geschrieben, das Kindern Mut machen soll, der Angst vor der Dunkelheit und ihren Geheimnissen zu begegnen.

Die kleine Sophie ist der festen Überzeugung, dass ein Drache in ihrem Haus wohnt und nachts sein Unwesen treibt. Ihre Eltern versuchen natürlich nach Kräften, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Aber der Drache kommt jede Nacht wieder und wird ";in der Finsternis immer grösser". Auch die nächtlichen Suchaktionen mit ihren Eltern bringen Sophie nicht von ihrer Meinung ab. Der Drache ist da! Schließlich wird sie wird aktiv und will den Drachen in immer neuen Verkleidungen besiegen. Doch als Ritter mit Rüstung und Schwert oder als Feuerwehrmädchen mit Helm und Überschallwasserpistole scheitert sie ebenso, wie als Prinzessin. Es gelingt ihr einfach nicht, den Drachen zu vertreiben Aber vielleicht ist der Drache ja nun nur verwirrt- er weiss ja nicht wer ihn wirklich vertreiben möchte. So versucht Sophie, den Drachen als Sophie zu ertappen und plötzlich sieht sie, dass der Drachen nur der Schatten ihrer eigenen Katze ist.

";Treppauf, treppab, dem Drachen nach" ist ein durchweg fantasievolles Mädchenbuch. Schon das Titelbild zeigt die kleine Sophie, als Ritter verkleidet, selbstbewusst die Treppe hinter einem Drachen heruntersausen. Doch es ist dieser Drache, der am Ende verwirrt. Als durchaus lebendiger und niedlicher Begleiter der Geschichte kann man ihn in jeder Illustration entdecken. Sei es der Schwanz, der unter der Kommode oder hinter dem Herd hervorschaut oder sei der Kopf, der aus der Toilettenschüssel lukt - auch linst er gerne einmal unter dem Wohnzimmertisch hervor. Auf jedem Bild ist er also irgendwo versteckt und fordert Kinder geradezu auf, ihn ausfindig zu machen. Auch finden sich Darstellungen von Drachen auf Müsli-Packungen, auf Tapeten, auf Schaumbadflaschen, als Schirmhalter, auf dem Zeitschriften-Cover, auf der Bettwäsche und als Verzierung an der Wandlampe... überall ist dieses kleine grüne, geflügelte Kerlchen zu finden.

Die Darstellungen und die gewählten Farben der Illustrationen von Christiane Hansen unterstreichen eine sympathische Mädchenwelt. Dabei unterstützen die dargestellten Szenen in ihrer lebhaft-bunten Farbauswahl die Handlung auf sehr dynamische Weise.

Sophie zeigt uns, dass man mit Entschlossenheit und Tatkraft seinen Ängsten auf die Schliche kommen kann. Erst, als sie noch dazu den Mut hat, sie selbst zu sein, wird der nächtliche Drache zu ihrer Katze, die nachts im Hause herumstreunt. Man sieht auf der letzten Seite wie die Katze einen Schatten wirft, der einem Dache sehr ähnelt. So ist das Geheimnis um den Schrecken der Nacht gelöst. Sicherlich eine einleuchtende und gute Idee, leider ist dieses Ende für Kinder nur schwer zu verstehen. So gut die Idee mit der Katze als Schattenwerferin auch ist, so unschlüssig ist der Plot für die Kinder. Denn bei so viel ";Drachenpräsenz" sind Kinder am Ende gleichermassen enttäuscht wie irritiert, dass nur eine Katze hinter dem spannenden Geheimnis stecken soll. War doch der sympathische Drache schon überall zu sehen.

Fazit:

";Treppauf, treppab, dem Drachen nach" ist ohne Frage ein echtes Mädchenbuch. Die dargestellte Welt ist lebendig und unterstreicht die Fantasie seiner Protagonistin. Den schönen, abwechslungsreichen Illustrationen zuliebe wird jedoch auf eine stimmige Hinleitung zum Plot verzichtet; das ist schade, denn die Geschichte hat für sich genommen einen schönen Erzählbogen.

Sylke Wilmer-Gruchmann


Treppauf, treppab, dem Drachen nach

Treppauf, treppab, dem Drachen nach

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