Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Ein wertvolles Buch zum Thema Behinderung, spannend umgesetzt mit Happy-End.

Bilder

Die Illustrationen erschweren durch den kulturelle Ursprung den spontanten Zugang zur Geschichte.

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einfache Sprache, der man ihren Ursprung ebenfalls anmerkt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2005

[ab 4 Jahren]

";Als Sosu sein Dorf rettete"; ist ein Buch, dass auf den ersten Blick nicht wie ein typisches Bilderbuch erscheint. Die Geschichte jedoch, die sich hinter diesem Titel verbirgt ist anrührend und greift mit der körperlichen Behinderung des Hauptdarstellers ein Thema auf, dass vielen Kindern noch gar nicht bekannt ist.

Sosu ist ein Junge, der es mit seiner körperlichen Behinderung in dem afrikanischen Dorf, in dem er aufwächst, nicht leicht hat. Nicht nur, dass er sich nicht gehen kann, wie alle anderen Kinder, er fühlt sich selbst nicht wohl und ist zu nichts nutze - meint er. Und auch die Menschen, die in seinem Dorf leben, geben ihm keinen Grund, dass er sich besser fühlen könnte. Die Fischer meinen, der Lagunengeist mag es nicht, wenn ";einer wie er"; auf ihm ist, und so soll Sosus Vater ihn besser zu Hause lassen.

Eines Tages jedoch sollte sich alles ändern. Wie üblich verliessen alle Bewohner das Dorf um auf den Feldern zu arbeiten. Plötzlich wurde es so dunkel, dass es Sosu, der mit seinem Hund Fusa allein zu Hause war, kalt den Rücken herunter lief. Ein Sturm kam auf und eine Flutwelle stürzte in den Hof des Dorfes. Sosu wusste, er muss etwas unternehmen, denn es befanden sich auch noch viele alte und gebrechliche Menschen sowie kleine Kinder im Dorf. Mutig kämpfen Sosu und Fusa sich von der Hütte zu den Trommeln des Dorfes vor, denn Sosu weiß, dass die Arbeiter auf den Feldern das Trommeln hören. Schnell kommen die Arbeiter von den Feldern in das Dorf um das Schlimmste zu vermeiden und die Bedrohten zu retten.

Als sie sehen, wer die Trommeln geschlagen hat werden Sosu und Fusa wie Helden gefeiert. Sogar das Fernsehen kommt in das Dorf um von der Heldentat zu berichten.

Schließlich wird der Schaden, den die Flut angerichtet hatte, behoben und der Weg im Dorf wird fest und glatt gemacht. Und sogar Sosus größter Wunsch, laufen zu können und in die Schule zu gehen, wird beinahe erfüllt, denn seine Belohnung ist ein nagelneuer Rollstuhl, mit dem er sich durch das Dorf und in die Schule schieben lässt. Er ist nun wie die anderen Kinder - ein Junge aus dem kleinen Dorf irgendwo zwischen dem Meer und der Lagune.

Ausgezeichnet mit dem Unesco Kinderliteratur- Preis für Toleranz (1999), gewählt zum besten Kinderbuch Afrikas (2000) und prämiert mit dem IBBY- Preis, als herausragendes Buch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen (2001).

Nicht umsonst ist das Buch von dem tapferen Sosu und seinem Hund mehrfach preisgekrönt. Es handelt sich bei dieser Geschichte um ein Thema, dass man auch Kindern schon nahe bringen sollte. Der Autor hat ein problembeladenes Thema anrührend und spannend verpackt.

Nicht so kindgerecht in diesem Buch sind die Illustrationen, die sehr trostlos und eintönig sind. Dadurch, dass alles in einem rot- braun gehalten ist, wird es optisch nicht reizvoll für jüngere Kinder. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Geschichte in Afrika spielt und dementsprechend einen ganz andere kulturellen Bezug hat, der für uns zunächst schwerer zugänglich ist. Die Bilder geben die Stimmung der Geschichte wieder, und so macht nicht nur die Geschichte betroffen, auch die Illustrationen steuern das Ihrige dazu bei. Sehr ausdrucksstark dargestellt sind dabei immer die Gesichter von Sosu und Fusa.

Die Begleitung eines Erwachsenen ist bei diesem Kinderbuch wichtig. Der Vorleser ist gefordert, denn sicher kommt es bei dem Kind zu Erklärungsbedarf. Warum leben Menschen in Afrika in Hütten, nicht in Häusern? Warum ruft Sosu nicht die Feuerwehr? Wieso gibt es Kinder, die nicht laufen können? Dieses Buch gibt die Chance, über Dinge zu reden, die bisher nicht zur Sprache gekommen sind.

Fazit:

"Als Sosu sein Dorf rettete" greift ein schwieriges Thema für uns alle auf. Die spannende Geschichte von Meshack Asare macht sensibel für Behinderungen und ermutigt betroffene Kinder ihre Stärken zu entdecken. Lediglich der kulturelle Ursprung des Buches erschwert den spontanten Zugang zur Geschichte.

Simone Brinkschulte

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