Die Welt der Buchstaben wird auf spielerische Art und Weise kennengelernt.
Während sich manche Kinderbuchhelden nur an eine begrenzte Altersgruppe richten, gibt es auch Bücher, die mit ihren kleinen Lesern mitwachsen. So ist es auch bei den „Sieben kleinen Hasen“, deren Pappbilderbücher sich an die ganz kleinen Vorleseanfänger ab zwei Jahren richten, während es inzwischen auch Bücher ab 3 Jahren und ganz neu auch ein Werk für Leseanfänger ab 6 Jahren gibt, das in der vertrauten Hasenwelt spielt. Thematisch dreht sich in diesem Buch ebenfalls alles um den neuen Lebensabschnitt, der für die meisten Kinder um das sechste Lebensjahr beginnt: Den Eintritt in die Schule. Ganz besonders im Fokus steht dabei das Alphabet, das die Basis zum Lesenlernen, einem großen Thema der ersten Klasse, bildet.
A wie Abenteuer, B wie Bücher, C wie Chaos
Auch dieses Mal geht es bei den sieben Hasen wieder turbulent zu. Kein Wunder, dass sich Matti fürs nächste Abenteuer eine passende Ausrüstung sucht, sodass er mit Sonnenbrille, Backhandschuhen, Schwimmflossen, Angel und Schnuller zwar wie ein kleines Ungeheuer aussieht, gleichzeitig aber auch für alle Eventualitäten gerüstet ist. Zwar führt das erste Abenteuer nur in die Bücherei zu vielen Büchern, doch spätestens beim Baden herrscht großes Chaos, sodass eine gute Ausrüstung nicht schaden kann. Ist das Bad erledigt, kann die Disco starten, bei der alle Häschen gerne mitmachen.
Am nächsten Tag steht dann erst einmal eine runde Erdbeer-Eis für Emma an, während Fienchen mit Fieber zuhause liegt. Gut, dass die anderen Hasen etwas Geld dabeihaben, um sich ebenfalls ein Eis kaufen zu können. Zuhause zeigt sich dann, wie praktisch große Geschwister sein können, als Tom für Matti zum Helfer wird.
Eine Idee für einen Juni-Tag? Jeder pflanzt, was er mag! Nach der Gartenarbeit geht es in die Küche, wo zunächst leckerer Kuchen gebacken wird, bevor Papa mit einem großen Löffel in einem großen Topf Suppe kocht. Ob sich darin wohl auch viele Möhren befinden? Ganz bestimmt! Genauso sicher ist auch, dass den sieben Häschen für die restlichen Buchstaben des Alphabets ebenfalls etwas Passendes einfällt!
Das ABC auf Hasenweise
Wer die Bücher rund um die sieben kleinen Hasen kennt, dem wird im Buch direkt einiges bekannt vorkommen, denn auch wenn die Texte neu sind, bieten die Illustrationen eine bunte Mischung aus den bisher erschienenen Bänden und zeigen vertraute Szenen.
Jede Seite, beziehungsweise beim J,M,T, W und Z Doppelseite, widmet sich dabei in alphabetischer Reihenfolge einem Buchstaben. Um welchen es sich dabei jeweils handelt, lässt sich am oberen Seitenrand erkennen, wo der entsprechende Buchstaben noch einmal groß und bunt abgebildet ist, begleitet von ein bis zwei kleinen Bildchen, deren Eigennamen den gleichen Anlaut aufweisen. So findet sich neben dem E beispielsweise eine Erdbeere, neben dem R ist ein Rabe im Regen abgebildet und das F wird von einem Frosch und einem Fieberthermometer begleitet.
Zu jedem Buchstaben gibt es außerdem einen kleinen Text, der aus zwei sich reimenden Versen besteht und in dem (mindestens) ein Wort mit dem thematisierten Buchstaben vorkommt, der sich leicht an seiner bunten Farbe erkennen lässt. Dass dieses Mal keine zusammenhängende Geschichte erzählt wird, stört beim Lesen nicht, da der Fokus auf passenden Versen zum jeweiligen Buchstaben liegt.
Da sich das Buch an Lesestarter richtet, wurden einfache Wörter und kurze Sätzen gewählt, die sich leicht lesen lassen. Auch bei der Schriftart wird eine sehr große Fibelschrift verwendet, die den meisten Erstklässlern aus dem Unterricht vertraut sein sollte.
Hierzu passt auch der zweite Teil des Buches, in dem es viele Leserätsel und Suchspiele gibt und in dem es auch um das Erkennen von Anlauten oder um die Reihenfolge des Alphabets geht. Auf insgesamt 18 Seiten finden sich abwechslungsreiche Aufgaben, die zum genauen Lesen anregen und einen noch einmal ganz genau hinschauen lassen, wenn es zum Beispiel darum geht, wie viele Möhren auf der Seite des „M“ auf der Leine hängen, wie viele kleine Häschen beim „O“ die Oma drücken oder wo sich die Kuckucksuhr befindet, von deren Buchstaben aus 5 Buchstaben weitergegangen werden muss, um ans Ziel zu kommen.
Auch wenn sich das Buch an Erstleser ab sechs Jahren richtet, hat sich das Buch bei uns als super zum Buchstabenlernen für das Fast-Vorschulkind herausgestellt. Fast nebenbei lassen sich beim Vorlesen die Buchstaben wiederholen, die mit jedem Mal besser wiedererkannt werden. Dank der tollen Illustrationen lässt sich ganz nebenbei viel entdecken, sodass für ausreichend Abwechslung beim Lernen gesorgt ist. Zwar setzen die Aufgaben teilweise Lese- und Schreibkompetenz voraus, doch lassen sich viele der Rätsel auch schon von jüngeren Kindern lösen. So lässt sich durch das vervollständigen von Reimen oder das Finden von Anlauten das Sprachgefühl fördern, während Suchaufträge noch einmal zum genauen Betrachten der Bilder einladen.
Fazit
Insgesamt wieder ein schönes Buch aus der Welt der sieben kleinen Hasen, das sich dieses Mal an (werdende) Schulbeginner richtet. Leichte Texte rücken das Alphabet in den Mittelpunkt und helfen beim Lernen der Buchstaben oder bei den ersten selbstständigen Leseversuchen. Abgerundet wird das Ganze durch abwechslungsreiche Rätsel, bei denen die neuen Kompetenzen noch einmal spielerisch geübt werden können.



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