Couch-Wertung:

83%
Idee
Bilder
Text

Idee

Angsthasen wird wieder Mut gemacht und sie werden motiviert, ihren eigenen Weg zu gehen.

Bilder

stimmungsvolle, kindgerechte Bilderwelt in warmen, weichen Tönen

Text

lebensnahe, kindgerechte Sprachwahl, altersgemäßer Spannungsbogen

Leser-Wertung

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2008

Oskar ist ein kleiner aufgeweckter Junge. Nur wenn es zum Schwimmen gehen soll, will er sich am liebsten drücken. Aber zum Glück gibt es da den Papa, der die Angst seines Sohnes nur zu gut versteht. Gemeinsam kriegen sie die Angst vor dem tiefen Wasser in den Griff.

Einmal im Jahr verreist Mama in ihre sogenannten Mamatage, dann bleiben Papa und Oskar alleine zu Hause. Oskar und Papa sind sich einig, dass ihnen nichts passieren wird und sie zusammen zurecht kommen - auch ohne Mama. Oskar packt die Abenteuerlust und möchte Räuber und Einbrecher jagen und sie der Polizei übergeben, aber Papa beruhigt seinen aufgeregten Oskar und meint: "Sowas passiert uns doch nicht."

Am nächsten Morgen ist dann plötzlich Freitag. Freitag ist Schwimmtag, d.h. Bauchschmerzen- und Angsttag. Oskar traut sich nicht vom Beckenrand zu springen, denn dazu müsste er tauchen - und das kann er nicht. Und zu allem Elend lachen ihn die anderen Kinder, die alles schon können, auch noch aus.

Papa, der zunächst auf Oskar´s plöztliche Bauchschmerzen eingeht, umsorgt Oskar liebevoll und will ihm einen nassen Umschlag machen. Oskar will aber auch keinen Umschlag und vergräbt sich unter seine Bettdecke und möchte einfach weg sein. Papa ist geduldig und erzählt dem brummenden Oskar eine Geschichte von Piraten, die auch Angst vorm Springen haben. Oskar ist neugierig und hört erstaunt, dass Piraten sogar Angst vorm Tauchen haben. Papa erinnert sich an seine eigene Angst als kleiner Junge vom Sprungbrett zu springen. Mit Hilfe einer Freundin hat er den Mut gehabt, trotz großer Angst zu springen. Die gute Freundin ist heute die Mama von Oskar. Oskar ist beeindruckt und gar nicht mehr so ängstlich. Er möchte gemeinsam mit Papa am Nachmittag im Schwimmbad üben. Und siehe da, es klappt schon sehr gut. Papa schwimmt. Oskar schwimmt. Papa taucht. Oskar taucht. Doch beim Springen werden beide blass. Diese Aktion wird einstimmig auf den nächsten Tag verschoben. Oskar ist sehr erleichtert und Papa nicht weniger.

Der Text von Elisabeth Zöller erreicht die kleinen Zuhörer durch den altersgemäßen Spannungsbogen und der lebensnahen kindgerechten Sprache.

Die schrittweise Angstüberwindung von Oskar lässt die Kinder sehr unmittelbar an der Gefühlswelt des Jungen teilhaben. Alle Eindrücke und Empfindungen sind nachvollziehbar. Nicht zuletzt das Spiel mit Szenen aus Realität und Fantasie und die wunderbaren Dialoge zwischen Vater und Sohn machen "Ein Seepferdchen für Oskar" zu einem schönen und überzeugenden Bilderbuch zum Thema Angst. Und dieses Konzept bewährt sich auf jeden Fall: Mein 7-jähriger Sohn hat trotz Seepferdchen manchmal Angst vom Beckenrand zu springen. Ihn motiviert die Geschichte von Oskar immer aufs Neue. Auf Wunsch lesen wir es gemeinsam vorm Training und dann geht er frohen Mutes zum Unterricht. Er fühlt sich wie Oskar mutig und stark.

Die Illustrationen von Heike Herold geben der Geschichte den passenden Rahmen. Sie zeichnet ihre Bilder einfach, aber umso stärker fallen ausdrucksstarke Details ins Auge. So wird zum Beispiel die Bettdecke farblich genauso dargestellt wie das tiefe Wasser im Schwimmbad.

Stimmungen werden auch durch den Stoffhasen ";Bubu" deutlich gemacht. An ihm erkennt man ebenso die momentane Stimmung von Oskar: Mal sitzt er kerzengerade im Bett und wird genauso blass wie Oskar am Bauchschmerztag oder er versteckt sein Gesicht hinter seinen Pfoten. Die stimmungsvolle Bilderwelt wird durch leichte, weiche Töne unterstrichen und übertragen den ermutigenden Charme der Geschichte, die natürlich gut ausgeht.

Denn zu Hause kommt ebendieser ";Bubu" ins Spiel, der zu einem Spring- und Tauchhasen ausgebildet wird. Oskar ist stolz auf seinen Hasen, auf den er sich nun ganz und gar verlassen kann.

Als Vater und Sohn am nächsten Tag wieder gemeinsam ins Schwimmbad gehen, beschimpfen die anderen Kinder Oskar zunächst wieder als Angsthasen - Pfeffernase, aber Oskar lässt sich nicht darauf ein und fühlt sich in Begleitung von seinem Papa ganz stark. Zusammen springen sie von der Treppe, vom Beckenrand und nebenbei tauchen sie durch das ganze Schwimmbecken. Oskar ist so stolz, er kann springen er kann tauchen und das Beste ist, er hat keine Angst. Die größte Überraschung ist aber, dass der Bademeister alles beobachtet hat und Oskar das Seepferdchen- Abzeichen überreicht. Oskar ist überglücklich und bastelt für seinen Papa eine Spring- und Tauchmedaille aus Dankbarkeit.

Fazit:

"Ein Seepferdchen für Oskar" ist ein Buch, das einfach Spaß macht und die Kinder ganz in ihrer Welt abholt. Ein echtes Mutmachbuch für ängstliche Wasserratten, das man auch dann noch gerne zur Hand nehmen mag, wenn man schon ein alter ";Schwimmhase" ist: Eine sehr einfühlsame und positive Unterstützung bei der Angstbewältigung.

Nicole Giering


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