Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Zwei Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein können, finden trotz widriger Umstände zueinander. Eine sensible Geschichte spannend erzählt mit einem herrlich Happy End.

Bilder

Die eigene Bildsprache Stewart´s zeigt eine abenteuerliche Welt, die sich fast ausschliesslich um die zwei Protagonisten dreht. Der feine Zeichenstil in den Aquarellbildern lässt Emotionen der Figuren erkennen.

Text

Die Dialoge sind in Sprechblasen dargestellt und die Schrift variiert von Schreib- zu Druckschrift. Kurzer knapper Text, der alles aussagt.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2008

Schon auf der Titelseite erkennt man, wie unterschiedlich die beiden Protagonisten dieses eigenwilligen Buches sind. Sie wenden sich voneinander ab, halten aber beide einen Blumenstrauss in den Händen. Der eine Darsteller gross und blau, aber mit einem breiten Grinsen, der Grobian,- der andere klein mit verschmitztem Gesicht, Dexter Bexley. Es erwartet uns eine spannende Geschichte, die erzählt, wie das ungleiche Paar zu guter Letzt zueinander findet und merkt, wie wichtig wahre Freundschaft ist.

Dexter Bexley ist begeisteter Tretrollerfahrer. Eines Tages trifft er einen grossen blauen Grobian mit dickem Bauch und viel zu kleinem Streifenshirt, winzigen Füssen und Krallenhänden, und einem Hut auf dem Kopf. Der Grobian, dem stets langweilig ist, möchte Dexter Bexley unbedingt sogleich verschlingen. Der clevere Dexter Bexley weiss sich aber mit guten Ideen zu retten. Zunächst kann er den Grobian überreden gemeinsam zu rollern, doch das verstärkt den Hunger des Grobians nur noch. Dexter Bexley zaubert schnell einen neuen Einfall aus dem Hut: Sie gründen eine Firma, die Blumen ausliefert und haben damit so viel Erfolg, dass sie sogar sehr erfolgreich an die Börse gehen. Aber dann wird dem Grobian wieder langweilig und er will Dexter Bexley abermals verschlingen. Dexter Bexley lässt sich noch so einiges einfallen: Sie werden Privatdetektive und lösen Rätsel, klären die Krallenaffenaffäre und sind in einem grossen Wurstwirbel verwickelt. Solange Dexter Bexley Ideen hat, schafft er es, den Grobian von seinem ursprünglichen Plan abzuhalten. Aber was, wenn die Ideen ausgehen? Er hat Glück, denn der Grobian hat nun selbst eine Idee, eine viel bessere Idee. Was gibt es schöneres als sich zu zweit auf einen Hügel zu setzen, einen klebrigen Lutscher zu essen und sich einfach nur zu freuen, dass man einen Freund gefunden hat.

Das Auffallendste ist bei diesem Buch wohl Joel Stewart´s Bildsprache: Er bietet dem Betrachter einen sanften Einstieg in seine eigenwillige Geschichte, indem er auf den ersten Seiten ausschliesslich Dexter Bexley zeigt, der rollert und rollert, denn das macht er, wie wir erfahren können, ja am liebsten. Auch die weiteren Darstellungen beschränken sich nur auf Dexter Bexley und den blauen Grobian. Mehr Details sind kaum in die Bilder eingebaut. Im weiteren Verlauf wird zwar mehr von der Umgebung gezeigt, aber es ist ausschliesslich die Welt der beiden, ohne Nebenfiguren und ohne ablenkende Details. Joel Stewart bleibt so ganz in der fantasievollen Welt seiner Hauptfiguren, die zu guter Letzt gemeinsam auf einem grünen Grashügel sitzen.

Die Bildkompositionen variieren jedoch. Sind zu Anfang lediglich die Hauptfiguren auf unifarbenen Doppelseiten zu sehen, folgen Bilder, dargestellt in einer Blase, und mit kurzem Text versehen. Sie wirken wie eine Vorlage zu einem Film. Jedes Bild, mit auch noch so kurzem Text, lässt die Fantasie des Betrachters sprudeln, erzählt quasi eine kleine kurze Geschichte fast nebenbei. Trotz dieser Vielfalt schafft es der Autor und Illustrator Joel Stewart stets seinen schönen Erzählbogen aufrecht zu erhalten und kann die Spannung bis zu letzt knistern lassen- wird Dexter Bexley nun verschlungen oder nicht?

Stewart`s feiner Zeichenstil lässt viele Emotionen erkennen und spricht durch die kleinen Mimik- und Gestikspiele den Betrachter in gleicher Weise an. Die Körpersprache des Grobians lässt schnell erkennen, dass er Dexter Bexley eigentlich freundlicher gesinnt, ist als zuerst angenommen: Insgeheim hat er in dem kleinen Dexter schon längst einen Freund entdeckt. Umso schöner ist dann dieses wundervolle Happy End, bei dem Dexter Bexley Lutscher leckend und voller Vertrauen auf den starken Schultern seines neuen Freundes sitzt.

Da der Autor, wie er selbst sagt, am liebsten Comics für Kinder macht, ist es nicht verwunderlich, das er seine Dialoge im Buch in Sprechblasen darstellt. Dieses mag vielleicht für die ganz kleinen Zuhörer nicht leicht zu verstehen sein, aber für das angestrebte Kindesalter, von ab 4 Jahren, durchaus richtig und sogar interessant. Sein Erzählstil kann man als prägnant und emotional bezeichnen. Mit nur wenigen Worten versteht er es, die Gefühle seiner Figuren zu vermitteln. Für aufmerksame Zuhörer und Betrachter erschliesst sich schell der unsichtbare Text zwischen den Zeilen, bzw. Sprechblasen und die humorvollen Andeutungen, die sich besonders den älteren Lesern erschliessen.

Fazit:

Mit diesem Buch ist Joel Stewart eine Abenteuergeschichte zum Thema Freundschaft gelungen, die voller Spannung, Einfallsreichtum und Fantasie ist. Sie hat besondere Bilder, ist sensibel erzählt und illustriert. Joel Stewart schafft eine ganz eigene Bilderwelt, indem er klassische Elemente eines Bilderbuchs mit denen eines Comics verknüpft.

Sylke Wilmer-Gruchmann


Dexter Bexley und der grosse blaue Grobian

Dexter Bexley und der grosse blaue Grobian

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