Rechnen NERVT!
- arsEdition
- Erschienen: Februar 2026
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Eine humorvolle Geschichte, in der sowohl Mathe- als auch Lesemuffel merken, dass sowohl Zahlen als auch Buchstaben Spaß machen können!
Konstantin Kukerluk ist eine Schabe und hasst vor allem eins: Zahlen. Alles, was mit Mathe zu tun hat, ist ihm ein Gräuel. Ursachen für seine starke Abneigung gibt es mehrere. Als Kind mit 27, 72, 270 oder vielleicht auch 720 Geschwistern (seine Eltern hatten es ebenfalls nicht so sehr mit Zahlen, daher hatten sie auch keinen Überblick über die Anzahl ihrer Kinder) wurde sein Geburtstag nie gefeiert, da seine Eltern überhaupt nicht wussten, wann welches ihrer Kinder Geburtstag hatte. Mit jedem Mal, an dem seine Schulkameraden von tollen Feiern, leckerem Kuchen und vielen Geschenken erzählten, wuchs seine Abneigung gegen Zahlen. Noch schlimmer wurde es, als er auszog. Obwohl er sich extra eine ruhige Wohngegend ausgesucht hatte und dort in das Haus mit den wenigsten Bewohnern eingezogen ist, ist seine Behausung alles andere als ruhig. Er hatte sich nämlich ausgerechnet den „Alles-Markt“ als neue Heimat ausgesucht, in dem alle Bewohner des Örtchens ihren täglichen Einkauf tätigen.
Schon morgens um 9 Uhr zur Ladenöffnung geht es mit dem Lärm los: Betritt ein Kunde den Laden, ertönt ein lautes Dingeling, für jedes Eingeben der Preise erfolgt ein Klick und sind alle Produkte eingetippt lässt sich ein lautes Katsching hören. Dass sich Konstantin Kukerluks Wohnort auch noch in der Schublade unter der Kasse befindet, also ganz nah dran an der Ursache des meisten Lärms, macht es nicht besser.
Als dann auch noch sein Neffe Karl-Kevin vor der Tür steht und die Ferien bei ihm verbringen will, ist es mit Konstantins Ruhe endgültig vorbei. Ständig ist Karl-Kevin am Reden und was es noch schlimmer macht: Er liebt Mathe und Zahlen und stellt ihm den ganzen Tag entsprechende Rätsel und Rechenaufgaben. Wie soll Konstantin die nächsten zwei Wochen nur überstehen?
(K)ein Buch für Mathehasser!
Mit Mathe ist es so eine Sache. Die einen lieben Zahlen und alles was damit verbunden ist, die anderen hassen jegliche Mathematik und wollen am liebsten nichts mit Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division zu tun habe. Menschen, die Mathe relativ neutral gegenüberstehen, finden sich hingegen eher selten. So ist es auch in „Rechnen nervt!“, wo sich auf der einen Seite der zahlenhassende Konstantin befindet, der dann ausgerechnet Besuch vom Mathe-Fan Karl-Kevin bekommt und somit ständig mit Rätseln, Rechenaufgaben und Zahlenspielen konfrontiert wird. Dass sich die Laune des von Natur aus mürrischen Schaben-Mannes dadurch nicht unbedingt bessert, kann man sich gut vorstellen.
Auch wenn auf dem Cover des Buches ausdrücklich „Nur für MATHEMUFFEL!“ steht, ist dieser Hinweis natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ganz im Gegenteil: Dank seiner Matheaufgaben spricht das Buch viele Mathe-Fans an, die ansonsten vielleicht eher zu den Lese-Muffeln gehören und sich durch die kleinen Matherätsel abgeholt fühlen, sodass das „lästige“ Lesen gleich viel mehr Spaß macht. Dafür sorgt auch die abwechslungsreiche Story rund um Konstantin Kukerluk, die voller Humor steckt. Denn je mehr sich die grummelige Schabe über zu wenig Ruhe und zu viele Zahlen aufregt (und er regt sich wirklich ziemlich viel auf), desto mehr Lärm und Mathe kommt in sein Leben.
Überall wimmelt es von Zahlen: Als er wissen will, in welchem Haus die wenigsten Bewohner leben, begegnen ihm Zahlen. Als er herausfinden möchte, wie viele Besucher an seinem ersten Tag im neuen Zuhause den Alles-Markt besucht haben, wie viele Einkäufe dabei getätigt und wie viele Artikel verkauft wurden, muss er wieder zählen und als er anschließend nachschauen möchte, wie lange der Alles-Markt an den verschiedenen Tagen geöffnet ist, muss er sich schon wieder mit Zahlen herumschlagen.
Ein Glück, dass ihm seine Leserinnen und Leser bei den Rechnungen helfen, denn zu jeder Aufgabe steht ein Feld zum Ausfüllen bereit, in dem Platz zum Lösen der Rätsel ist. Natürlich rechnet auch Konstantin, doch verbirgt sich seine Lösung hinter der nächsten Seite im Text, sodass das Rätsel erst beim Weiterlesen aufgelöst wird und mit dem eigenen Ergebnis verglichen werden kann. Die Rätsel richten sich an Kinder ab 7 Jahren beziehungsweise der zweiten Klasse und decken den Zahlenraum bis 100 ab. Mal muss gezählt werden, ein andermal geht es ums Kombinieren oder um den Umgang mit Uhrzeiten, sodass für Abwechslung gesorgt ist.
Dank der großen Schrift und seiner interaktiven Geschichte, die an vielen Stellen zum Mitmachen und Rätseln animiert, holt das Buch auch Kinder ab, die ansonsten noch eher wenig Interesse am Lesen von Romanen zeigen. Die schlechte Laune der Schabe spricht den Humor von Grundschulkindern an und sorgt für Spaß beim Lesen.
Schön ist auch die optische Gestaltung. Der Hintergrund der Seiten ist gelb anstatt weiß, sodass das Buch direkt freundlicher wirkt. Viele Bilder sorgen dafür, dass die jungen Leser nicht von langen und vollen Textseiten erschlagen werden und veranschaulichen den Inhalt passend.
Fazit
Ein gelungenes Buch für kleine Mathe- (oder auch Lese-)Muffel, das durch seinen humorvollen Text und seine interaktive Geschichte in großer Schrift überzeugen kann und neben Spaß an Mathe auch für Spaß am Lesen sorgt!


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