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Ein spannender „Science-Fact“- Roman, der nicht nur durch die gut gewählten und durchaus differenten Charaktere junge Leser sehr schnell an sich binden wird.

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Illustrationen finden sich in den Informationsblöcken und dienen meist der zusätzlichen Erklärung. Darüber hinaus finden wir sehr schöne und beeindruckende Teleskopaufnahmen.

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Viele Dialoge und eine sehr lebendige Sprache lassen uns schnell in die Geschichte eintauchen und nie Langeweile aufkommen. Die wissenschaftlichen Informationen sind knapp und beschränken sich auf das Wesentliche.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2008

Bei vielen Erwachsenen wird der Name des Autors wohl Verwunderung auslösen - Stephen Hawking, der bekannte und, zugegebenermaßen, geniale Astrophysiker, als Kinderbuchautor?! Kann das funktionieren? Es kann! Nach einem etwas ";schrägen" Einstieg, der uns direkt in das ungewöhnliche Leben des Jungen George katapultiert, befinden sich junge Leser unversehens in einer spannenden Geschichte voller Mysterien und physikalischen Geheimnissen, die ihre Leser sofort in ihren Bann zieht.

Die Hauptperson dieses Buches ist George, ein Junge, dessen Lebensumstände manche Leser erstaunen wird, denn Georges Eltern leben nach dem Motto ";back to the roots" und sehen von jeglichem technischen Fortschritt nicht nur ab, sondern empfinden die Technik sogar als Bedrohung. Dementsprechend lebt George von der Medienwelt ziemlich abgeschnitten und wird so auch oft zum Gespött seiner Mitschüler. Der Junge, dessen sehnlichster Wunsch ein Computer ist, hat in dieser Hinsicht natürlich einen schweren Stand.

Einen Lichtblick erfährt George, als er seinem Schwein Freddy in den verwilderten Garten der neuen Nachbarn, Eric und dessen Tochter Annie, folgt. Dort eröffnet sich ihm eine neue und faszinierende Welt, denn Eric ist Weltraumforscher. Doch damit nicht genug, denn der neue Nachbar ist im Besitz eines superintelligenten Computers namens Cosmos. Dieser ist nicht nur in der Lage, die Menschen seines Umfeldes in den Weltraum blicken zu lassen, sondern er kann sie tatsächlich auch dorthin versetzen. Eric und Annie, die die Lebensumstände des kleinen Nachbarn kaum begreifen können, ermöglichen George ganz neue Einblicke in die faszinierende Welt des Weltraumes. Live darf der Junge erleben, wie ein Stern entsteht und, als Eric einmal nicht da ist, nimmt Annie ihn mit auf eine, nicht ganz ungefährliche, Reise auf einem Kometen, rund um die Planeten. Diese Expedition hätte übel ausgehen können, wenn nicht Eric zur rechten Zeit zur Stelle gewesen wäre.

Für George gibt es nun nichts Interessanteres mehr, als immer wieder neue Dinge zu entdecken. Der Weltraum hat ihn schon lange fasziniert und nun kann er sein Glück kaum fassen, solche Nachbarn zu haben. Er beschliesst sogar an dem Wettbewerb der örtlichen Schulen teilzunehmen und einen eigenen naturwissenschaftlichen Beitrag zu schreiben, bei dem Eric ihm seine Unterstützung zusichert.

Alles könnte wunderbar sein, wenn da nicht Dr. Reeper wäre, der unsympathischste Lehrer, den es an Georges Schule gibt. Wie durch Zufall kreuzt er immer wieder die Wege des Jungen. Und schon bald zeigt sich, dass dieser Mann vor nichts zurückschreckt, um Eric übel mitzuspielen. Dr. Reeper möchte nichts mehr, als Cosmos in seine Hände zu bekommen. Und dabei zeigt er keinerlei Skrupel, Eric auf eine gefährliche Odyssee in das All zu schicken, bei der Eric nur knapp einem schwarzen Loch entkommt...

Thematisch gesehen fällt dieses Kinderbuch genau in den Rahmen, der auch die anderen Werke Hawkings bestimmt. Wie bereits in der Erwachsenenliteratur, möchte er mit diesem Werk nun auch Kindern die Astrophysik näher bringen, denn der Wissenschaftler ist der festen Überzeugung, dass die Zukunft der Menschheit im Weltall liegt. Mit ";Der geheime Schlüssel zum Universum" ist ihm und seiner Tochter Lucy ein Werk gelungen, das junge Leser nicht nur in eine wirklich spannende Geschichte eintauchen lässt, es gewährt ihnen auch einen überaus interessanten Einblick in eine ganz neue und faszinierende Welt.

";Kinder", so sagt der Wissenschaftler selbst, ";fragen oft und bekommen viel zu selten verständliche Antworten. Und das ist nicht zuletzt deshalb so, weil die Erwachsenen oftmals selbst keine Antworten auf ihre Fragen haben." Stephen Hawking möchte Kindern mit diesem Buch in einer Sprache, die sie verstehen, Antworten geben.

Antworten bekommen wir nicht nur im Rahmen der Geschichte. Auch auf vielen zusätzlichen Seiten finden wir Informationen über die Geheimnisse des Weltalls. So gibt es viele verschiedene ";Themenkästen", in denen zum Beispiel Fakten über den Mond erklärt werden oder das Sonnensystem beschrieben und auch abgebildet ist. Die jungen Leser erfahren außerdem, was ein Asteroidengürtel ist und sie erhalten interessante Informationen über verschiedene Planeten. Die Informationsblöcke sind sehr gut verständlich und das auch für Kinder, die sich bislang noch nie mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben.

Ein Highlight für viele Leser werden sicherlich auch die beeindruckenden vierfarbigen Teleskopaufnahmen sein, die in vier Blöcken auf hochglänzendem Papier abgebildet sind. Diese Aufnahmen ermöglichen es Kindern, sich eine Vorstellung von dem zu machen, das selbst uns Erwachsenen unglaublich erscheinen mag.

Die Idee zu diesem Kinderbuch kam der Tochter des bekannten Wissenschaftlers. Ihr Wunsch war es, ein Buch zu schreiben, das es Kindern ermöglicht zu verstehen, was ihr Vater geleistet hat. ";Die Physik", so sagt Lucy Hawking, ";ist ein sehr wichtiges Thema und soll mit diesem Gemeinschaftswerk für Kinder spannender und zugänglicher gemacht werden." Das gelingt dem Autorenduo zweifelsohne, denn mit den eher trocken-sachlichen Büchern, die Stephen Hawking bisher für Erwachsene schrieb, hat dieses Buch tatsächlich nur das Thema gemein.

Dieser ";Science-Fact"-Roman für Kinder wird seine Zielgruppe ohne Frage schnell ansprechen. Von einer alltagsnahen Geschichte ausgehend, führt die Handlung unversehens in ein atemberaubendes Abenteuer. Eine reizvolle wie auch erfolgversprechende Umsetzung eines an sich trockenen Themas. Die spannende Geschichte, die um das Thema ";gestrickt" wurde, wird daher wohl jeden jungen Leser fesseln und dessen Neugierde wecken. Über George und seine kleine sympathische Nachbarin, Annie, sowie durch ihren Vater werden auch sie Teil einer kleinen, verschworenen Gemeinschaft mit buchstäblich grenzenlosen Möglichkeiten. Schnell tauchen Kinder ein, in diese fremde, galaktische Welt, die so viel Neues zu bieten hat - auch Erwachsenen, die beim ";mitlesen" garantiert auch noch sehr viel lernen können.

Die Sprache, mit der sich das Autorenduo an die Kinder wendet, ist sehr lebendig und leicht verständlich. Viele Dialoge und eine Sprachwahl, die Kinder schnell mitreissen wird, lassen die etwa 260 Seiten wie im (Weltraum-) Flug vergehen. Auch die Texte in den vielen Informationsblöcken sind gut verständlich und beschränken sich auf die notwendigen Fakten, so dass junge Leser nicht überfordert werden.

Fazit:

Mit diesem Buch wird man garantiert nicht nur Kindern eine Freude machen, die physikalisch interessiert sind, sondern auch denen, die Spaß an einer spannenden Geschichte haben. Der Lerneffekt tritt quasi nebenbei ein und im Idealfall wird dieses Buch Neugierde wecken, mehr über die spannende Welt der Physik zu erfahren. Lucy und Stephen Hawking sind ein Autorenduo, das offensichtlich gut harmoniert. Hoffentlich bekommen wir von den beiden bald noch mehr Lesestoff, damit wir wieder mit ihnen nach den Sternen greifen können.

Simone Brinkschulte


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