Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers

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Julian Hübecker
90%1001

Kinderbuch-Couch Rezension vonSep 2026

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Text

Eine positive Überraschung!

Eine düstere Akademie. Eine magische Quelle. Und ein Zirkel aus vier Freunden, die sich gegen dunkle Mächte stellen müssen ...

„In Ashfield geschehen seit jeher Dinge, die Menschen kaum zu begreifen imstande sind. Verwunderliche Dinge. Geheimnisvolle Dinge. Unaussprechliche Dinge.“

Nicky weiß nicht, ob sie es bereuen soll, das Stipendium für die geheimnisvolle Ashfield Academy angenommen zu haben. Oberhalb eines kleinen Dorfes gelegen, umgeben von tiefstem Wald, macht die Akademie keinen vertrauenserweckenden Eindruck. Nur dank des freundlichen Norvilles, in dessen Laden es alles gibt, was man braucht, beschließt sie, der Akademie eine Chance zu geben.

Oben angekommen wird sie auch direkt von einem freundlichen Trio - Ben, Sunita und Reginald - in Empfang genommen und durch die Schule geführt. Besonders Ben hat es ihr mit seiner samtenen Stimme angetan. Da ist es auch zu verschmerzen, dass ausgerechnet ihre Mitbewohnerin Agatha sie alles andere als herzlich aufnimmt.

Doch Nicky arrangiert sich und stellt bald fest, dass Ashfield keine normale Akademie ist: Eine magische Quelle durchflutet den Ort und sorgt dafür, dass manche SchülerInnen eine Begabung besitzen. Unwissend lässt sie sich von dem Trio in deren Zirkel mit hineinziehen, da es genau vier Personen braucht, um magische Beschwörungen durchzuführen. Gerade noch rechtzeitig kann Nicky entkommen, und findet stattdessen ihren eigenen magischen Zirkel.

Düster-magische Atmosphäre

Ich hatte mal wieder Lust auf eine magische Akademiegeschichte, die ohne komplizierte Verwicklungen sich leicht und trotzdem spannend lesen lässt. Da kam mir dieses Buch gerade recht, und innerhalb eines Tages habe ich es auch direkt durchgelesen. Sophie Oldenstein erzeugt ein authentisches Setting, das ohne große Worte eine düster-magische Atmosphäre erzeugt, die zu dem Ort passt. Nicky, die nichts von der Magie und ihrer eigenen Begabung ahnt, wird also genauso hineingeworfen wie der Lesende selbst.

Nicky und ihre neuen Freunde sind sehr unterschiedlich und daher gut zu unterscheiden. Sie halten fest zusammen und tragen die Geschichte. Nur Agatha ist mit ihrer schlechten Laune manchmal etwas grenzwertig im Verhalten. Dass sie ihren besten Freund Oliver vermisst, der vor einigen Wochen spurlos verschwunden ist, ist dabei nicht immer zu entschuldigen.

Olivers Verschwinden bildet dann auch den Rahmen des Buches, denn die magische Quelle wurde geöffnet und die Magie droht außer Kontrolle zu geraten. Nicky und ihre Freunde müssen versuchen, diese zu verschließen. Doch wer hat die Quelle eigentlich geöffnet?

Fazit

Dieses Buch war für mich durchaus eine positive Überraschung: Nicht viele Seiten, dennoch maximaler Lesegenuss. Wer gerne Geschichten über magische Akademien liest, ist hier auf jeden Fall richtig!

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers

Sophie Oldenstein, Beltz & Gelberg

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers

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