Die Straßenbahn ins Leben
- Mixtvision
- Erschienen: August 2026
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Berührende Geschichte des kleinen Emanuele.
Ein jüdischer Junge, der allein durch eine von den Deutschen besetzte Stadt irrt. Eine Straßenbahn, die für ihn zu einer Zuflucht wird ...
„Die Straßenbahn kommt mir vor wie ein Stück vom Tag, das sich durch die Nacht bewegt.“
Obwohl die Nationalsozialisten in den 1940er Jahren auch Rom unter ihre Gewalt bringen und das Leben der Jüdinnen und Juden dort immer schwieriger wird, versucht Emanuele mit seiner Familie das Beste aus der Situation zu machen. Gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern lebt er in einer kleinen Wohnung im römischen Ghetto. Er verdient sich ein paar Münzen für die Familie dazu, indem er den Deutschen Gegenstände verkauft – immer mit der Gefahr im Nacken, dass er als jüdischer Junge identifiziert wird.
Als eines Tages eine große Razzia im Ghetto bevorsteht, wird seine Mutter gefangengenommen und abtransportiert. Verzweifelt rennt er ihr hinterher und wird kurzerhand auf den gleichen Wagen geschmissen. Seine Mutter weiß keinen anderen Ausweg, als ihn in einem unübersichtlichen Moment auf die Straße zu werfen, damit er fliehen kann. Da Emanuele befürchtet, dass seine ganze Familie abtransportiert wurde, flüchtet er ins Gedränge der Stadt und schließlich in eine Straßenbahn. Dort wird er von verschiedenen Menschen versteckt gehalten, die ihm so das Leben retten.
Bietet viel Raum für Gespräche
Gerade solche Geschichten über Menschlichkeit in einer Zeit des Schreckens sind so wichtig, erzählt zu werden. In einem Vorwort berichtet Emanuele selbst, dass seine Geschichte vor allem in jüngster Zeit wieder bedeutungsvoll geworden ist. Man muss über Zwischenmenschlichkeit sprechen und über die Möglichkeit, das Richtige zu tun. Dieses Buch bietet einen hervorragenden Aufhänger dafür.
Sprachlich ist das Buch für die Altersgruppe ab 10 absolut angemessen. Allerdings haben mich die Sternchen am Ende von Begriffen genervt, die in einem Glossar am Ende des Buches erklärt werden. Ich finde es immer angenehmer, diese direkt auf der gleichen Seite unten stehen zu haben. Das ist sicher auch für Kinder sinnvoller, die sich erfahrungsgemäß schon schwertun, überhaupt ein Glossar zu nutzen.
Fazit
Eine berührende, wahre Geschichte über Menschlichkeit in einer Zeit, in der dies nicht selbstverständlich war.


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