Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Eine humorvolle Geschichte, macht Mut und hilft Kindern die eigene Angst vor den „nächtlichen Besuchern“ zu überwinden. Im Vordergrund steht dabei die kleine Puppe, sie ist Botschafter und Helfer zugleich.

Bilder

Sanfte Pastelltöne lassen die Bilder wenig bedrohlich wirken. Mit den schrumpfenden Proportionen aller Akteure erkennen Kinder auch ohne Text, dass die Angst vor Gespenstern schwindet und der Mut in Lena wächst.

Text

Sanft, verständnisvoll und dabei spannend zu lesen. Der Verjagespruch in gereimter Form bleibt schon bald auch bei den Kleinsten haften und dient als Anker für die gesamte Thema

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jun 2008

Sobald Mama das Licht anmacht, sind SIE weg. "; Hier gibt es keine Gespenster Lena, du brauchst keine Angst zu haben mein Engel!" Wie viele Generationen werden die unnützen und überhaupt nicht tröstenden Worte noch in den Kinderzimmern hören?! Mit dieser liebevollen Mutmach-Geschichte "; Das allerkleinste Nachgespenst" von Brigitte Weninger könnte es gelingen, das allabendliche Leid zu verkürzen, viel Erfolg!

Hunde oder Gewitter können Lena keine Angst einjagen. Sie springt auch mutig mit "; Nase zu" ins Wasser.
Aber wenn sie abends in ihrem Bett liegt und die Türe zu ist, weiß sie ganz genau, dass SIE jetzt aus ihren Verstecken kommen. Unter ihrem Bett, hinter dem Vorhang und sogar auf ihrem Stuhl sitzt eins. Natürlich sehen Mama und Papa die Gespenster nicht. Sie schalten ja auch immer das Licht an, wenn sie nach Lenas schrillem Schrei ins Zimmer gelaufen kommen. Aber Lena weiß es besser, sie sind da. Also bleibt sie aufrecht sitzen, bis ihr von allein die Augen zu fallen.

Bis zu jenem Abend, an dem ein kleines, weißes Etwas neben ihrem Kissen auftaucht. Schnell wird Lena klar, dass man sich vor so einem Winzling nun wirklich nicht fürchten muss, auch wenn es ein echtes Gespenst ist. Nachdem sie dem allerkleinsten unter den Nachtgespenster sogar über den Kopf streicheln darf, das mögen Gespenster wirklich sehr gern, ist die Angst gänzlich verflogen. Erst als sie dem Kleinen von den Grossen erzählt, beschleicht Lena wieder ein mulmiges Gefühl. Verständlicherweise, denn die anderen Gespenster sind ja auch viiiiiel größer als das ";allerkleinste Nachtgespenst "; und hinzu kommt noch, dass sie ständig flattern, flüstern und funkeln.

";Warum" wollte das kleine Nachtgespenst wissen, "; verjagst Du sie nicht"? Lena weiß es auch nicht so genau,
hatte sie doch bisher nur einfach Angst gehabt. Da hilft ein "; Gespensterverjagespruch", fest anstupsen und ganz laut HU rufen, rät ihr das allerkleinste Nachtgespenst. Niemals! Schon bei dem Gedanken daran, ist Lena völlig entsetzt.
Das kann sie nicht, nicht ohne Hilfe. Gemeinsam mit dem kleinen Gespenst wird geübt, dann muss Lena es aber allein machen, sonst funktioniert der Spruch nicht. Mit dem "; Gespensterverjagespruch" im Gepäck und ermutigt vom kleinen Nachtgespenst macht sie sich kurzerhand ans Verjagen. Beim Ersten, dem Bettgespenst, klopft Lenas Herz noch wie wild und ihre Stimme zittert. Aber als es sich tatsächlich in Luft auflöst, ist Lena außer sich vor Freude.
Mutig schleicht sich die ";Gespensterjägerin" zum Nächsten und nach und nach zerplatzen die "; Angstmacher" wie Seifenblasen.

Wie geht man mit der Angst eines anderen Menschen um? Viele Kinder haben ein ähnliches Angstmuster wie unsere Akteurin Lena. Die Eltern wie auch Erzieher stehen oftmals hilflos davor. Aus eigenen Kindertagen dürfte doch hinlänglich bekannt sein, dass Kindern nicht damit geholfen ist, die Angstmacher zu verleugnen oder gar zu bagatellisieren. Auch der verzweifelte Versuch gegen den negativen Gefühlszustand anzureden, scheitert oft.

Die Autorin Brigitte Weninger demonstriert mit der Geschichte "; Das allerkleinste Nachtgespenst", das man sich sehr wohl dem Thema "; Angstbewältigung ", stressfrei beschäftigen kann, ohne lange Erklärungen abgeben zu müssen. Hier bekommen sie ein ";Werkzeug" an die Hand, das sie dazu befähigt, die schwierige Situation selbst zu beherrschen.
Auf diese Weise können sie die Herausforderung annehmen und mit eigenem Können den Sieg über die Angst erringen. Diese Schritte sind auf dem Weg zum eigenen Ich - zum Erlangen des Selbstvertrauens enorm wichtig.

Leicht können sich die kleinen Bilderbuchgucker in die Situation einfinden, denn Angst hatten sie bereits alle mal. Und bei dem einen oder anderen verläuft die Einschlafphase zur Zeit genau so wie bei der Hauptdarstellerin Lena. Unterschiede gibt es sicherlich in der Form und Farbe des Gespenstes. Bei dem einen sind sie eher durchsichtig, bei dem anderen düster und ganz gruselig, die Phantasie hat keine Grenzen.

Die Illustratorin Eve Tharlet hüllt die Bilder dieser Geschichte eher in sanfte Töne und verzichtet auf jegliche Gruseleffekte. Niedliche Knopfaugen und breit lächelnde Münder entschärfen die sonst so bedrohlich wirkenden Gesellen. Vortrefflich sind ihr die verschiedenen Gefühlsdarstellungen des Mädchens gelungen. Hier wird auch ohne Text deutlich, an welcher Stelle der Geschichte Lena die Angst bewältigt hat.

Hinzu kommt die kleine Fingerpuppe, die dem Buch beiliegt. Sie entspricht genau der Figur, die so verständnisvoll auf Lena eingeht und sie bei ihrem Vorhaben unterstützt. Jetzt haben Kinder das gleiche Bild von einem Nachtgespenst und können es sogar festhalten. Mit dem "Gespensterverjagespruch" kommt Leben in die angespannte Zuhörsituation. Schnell wird der Rest der Geschichte durch ein lebhaftes Rollenspiel ersetzt. Und so wird Vorleser und Zuhörer gleich zu einem Teil der Geschichte. Wenn zum Schluss alle Kinder mit ihrem kleinen Nachtgespenst ihre Zimmer durchforsten und dabei den Spruch aufsagen, ist es sicher der größte Leseerfolg. Auch wenn noch kein Gespenst in Sicht ist, verjagen können die frisch gebackenen Gespensterjäger sie trotzdem schon mal, sie sind ja jetzt geübt.

Fazit:

Das Team Weninger / Tharlet übergibt uns Erwachsenen mit dem Bilderbuch und der Geschichte ";Das allerkleinste Nachtgespenst" ein Handbuch mit Lösungsweg. Gekonnt lassen sie die Angstmacher schrumpfen und ganz sanft und ohne Druck bekommt das Kind den Weg aus der eigenen Angst aufgezeigt. Ein wunderbares Mutmach-Buch mit Nachahmungseffekt, mehr davon.

Regina Schumacher

 

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