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Idee

Warmherzige Geschichte, deren Aussage im Alltag von Kinder immer wieder gegenwärtig ist. Die kleinen Zuhörer erkennen sich in diesem Geschehen sicherlich wieder.

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Samteffekt und Schillerfolie ziehen sofort in den Bann. Die Illustrationen sind sehr liebevoll und verzaubern auf ihre Art. Warme und weiche Farben unterstreichen die stimmungsvolle Darstellung.

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Kurze, verständliche Sätze, für Kinder des empfohlenen Alters gut umsetzbar

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2008

";Du musst klein anfangen - dann schaffst du alles, was du willst," sagt Schwester Otter zu ihrem kleinen Bruder Ole. Ole ist ein kleiner Otter, der Vieles kann. Zum Beispiel wunderschöne Sandburgen bauen, Purzelbäume schlagen oder durch den Matsch schlittern. Nur eins kann Ole nicht - Schwimmen...

... und das ist gerade in der Otterwelt, ein großes Manko. Der kleine Ole leidet schwer: Alle seine Schwimmversuche sind kläglich gescheitert und zuletzt glaubt er nicht mehr an sich. So steckt er zwischen dem Spott von Biber und Bär und dem tröstlichen Zureden von Mutter und Schwester Otter. Schießlich ist es Oles große Schwester, die ihm den entscheidenden Tipp gibt. Ole soll klein anfangen, seine Ziele nicht zu hoch stecken, dann kann er - Schritt für Schritt - alles schaffen, was er will. Ole nimmt sich diesen Rat zu Herzen und beginnt, mit kleinen Schritten, die ersten Schwimmversuche. Auch Otter-Mama unterstützt ihren Sohn: ";Heute schaffst Du es, Ole!" Und richtig: Jeden Tag traut sich der kleine Otter-Ole mehr zu. Am Montag hüpft er über den Grund des Flusses und stösst sich mit jedem Mal etwas mehr vom Grund ab. Am Dienstag macht er richtig grosse Hopser und lässt sich schon ein wenig auf dem Wasser treiben. Am Mittwoch vertraut er dem Wasser schon ganz und gar und lässt sich von ihm tragen. Am Donnerstag nimmt er nun seine Füsse zur Hilfe und am Freitag schwimmt Ole ganz allein quer durch den Fluss - von einem Ufer zum anderen.

Doch am Sonntag ist Ole richtig mutig: Er springt schließlich vom allerhöchsten Felsen in den tiefsten Tümpel und alle, Freunde und Familie, sehen dabei begeistert zu.

Ole hat klein angefangen und etwas Großes geschafft. Und bekommt am Ende, im übertragenen Sinne, sogar seinen Otter-Freischwimmerschein.

Das Thema Schwimmen lernen wird von der Autorin Amber Stewart mit der Figur des kleinen Otters feinfühlig in Szene gesetzt. Denn die Leichtigkeit mit der ein Otter sich durch sein Element, dem Wasser, bewegt, ist nicht etwa angeboren: Auch kleine Otter müssen erst lernen, sich dem Wasser anzuvertrauen. Wie die Menschenkinder auch, müssen sie das Schwimmen erst erlernen. Ihre Wendigkeit und ihr stromlinienförmiger Körperbau sind ihnen dabei von grossem Vorteil. Vor allem ihr natürlicher, unermüdlicher Spieltrieb sowie ihr niedliches Aussehen machen sie zu den tierischen Lieblingen der Kinder. Eine gute Wahl also, mit diesem kleinen Protagonisten das Thema Schwimmen einmal auf eine ganz besondere Weise zu beleuchten. Dabei geht es nicht nur um das Schwimmenlernen, das Überwinden von Ängsten und damit dem Zugewinn an Selbstvertrauen im nassen Element. Beinahe philosphisch zeigt die kleine Geschichte, dass es die kleinen Schritte sind, die uns unseren Zielen näherbringen.

Die englische Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel ";Little by Little" und trifft damit den Inhalt noch deutlicher als ";Du schaffst das, Ole".
Aller Anfang ist schwer- das merken kleine Kinder jeden Tag und den Erwachsenen geht es auch nicht besser. Aber auch (oder gerade) kleine Schritte führen zum Ziel - Geduld und Ausdauer werden dem kleinen Otter abverlangt, doch seine ";Etappenziele" schenken ihm Selbstvertrauen und damit die Kraft, den nächsten Schritt zu wagen. ";Little by Little" meint aber auch die Schritte im eigenen Tempo zu gehen. Der eine macht es schneller, der andere braucht noch ein wenig länger; doch am Ende gelangen beide an ihr Ziel. Diese Botschaft vermittelt dieses Mutmachbuch eindrucksvoll.

Bereits das Äussere zieht die Blicke der kleinen Betrachter auf sich. Der Einband ist mit weichem Samt versehen und einige Details der niedlichen Zeichnungen auf dem Umschlag glänzen durch die eingearbeitete Schillerfolie metallisch, wenn man sie gegen das Licht kippt.

Die ganzseitigen, vierfarbigen Illustrationen von Layn Marlow machen auch nach wiederholtem Durchblättern noch Spass. Immer wieder gibt es in den sanften Illustrationen etwas neues zu entdecken und lassen den Betrachter in Oles Umgebung eintauchen. Da fällt zum Beispiel ein stiller Beobachter auf, der auf fast jeder Seite zu finden ist: Ein kleiner Frosch, der am Ende der Geschichte ebenso erleichtert lächelt wie alle anderen Beteiligten.

Der Text ist geradlinig und schlicht - jedoch für die die Zielgruppe der ab dreijährigen humorvoll und unterhaltsam umgesetzt. Die Darsteller, allen voran der kleine Otter Ole, wirken allesamt sympahtisch und durch die vielen Dialoge lebendig. Der gestalterische Aufbau durch eingerückte Zeilen passt optisch ins Gesamtbild und lässt sich sehr gut vorlesen.

Fazit:

Ein Buch das Mut macht, sich Stück für Stück, Tag für Tag, mehr zuzutrauen.
Die sanften und verspielten Illustrationen geben dem ";Otter-Sympathieträger" eine zauberhaft-schöne Kulisse und lassen ihn - sowohl für die Ungeduldigen als auch für die Zögerlichen - als gelungene Identifikationsfigur auftreten.

Nicole Giering

 

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