Couch-Wertung:

85%
Idee
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Idee

Die Mischung aus realistischen Darstellern und Fiktion ist hier gut gelungen. Schöne Botschaft, humorvoll und auch spannend verpackt.

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Eine lebendige und humorvolle Sprache, die nahe an ihren Lesern ist. Allerdings finden sich noch einige Schreibfehler, die manches Mal beim Lesen stolpern lassen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Okt 2008

Philippa hat das Gefühl bei ihr läuft nichts richtig. Ihre Eltern organisieren Kinderfeste und laufen immer wie Clowns herum; kurz, Philippa findet das einfach nur peinlich! Dann zieht auch noch ihre beste Freundin Charlotte einige hundert Kilometer weit weg und zur angesagten Clique in der Klasse gehört Philippa auch nicht. Da kann doch eigentlich nur eine gute Fee helfen - aber wer glaubt schon an so was?

Philippa ist hin und her gerissen, als sie eines Tages ein Gänseblümchen pflückt, das sie magisch berührt. Sie ist ganz sicher, dass es sich in eine Fee verwandeln wird, aber Philippa ist fast zwölf und geht in die sechste Klasse, darf man da noch an Feen glauben? Nein, darf man nicht und deshalb wirft sie das Gänseblümchen mit voller Wucht aus dem Fenster ihres Baumhauses.

Damit ist das Thema für Philippa erst einmal abgeschlossen, bis ein fremdes Mädchen auftaucht und Philippa nach einiger Zeit klar wird, dass sie nur die Fee aus dem Gänseblümchen sein kann. Also, doch! Daisy, die Fee, ist stinksauer auf Philippa, denn der Flug aus dem Fenster war mehr als schmerzhaft und so hat sie verständlicherweise auch keine große Lust, sich mit ihrem Schützling anzufreunden. Philippa dagegen vermisst Charlotte, mit der sie über alles reden konnte, jeden Tag mehr.

Bald schon ist klar, dass Daisy einen Auftrag zu erfüllen hat und sie überreicht Philippa einen Umschlag mit drei Wünschen. Der erste Wunsch wird am nächsten Tag fällig, denn er muss immer in Verbindung mit einer Sternschnuppe, die zur Erde fällt, ausgesprochen werden. Aber was soll man sich in so kurzer Zeit bloß Vernünftiges wünschen?

Zuerst einmal wünscht sich Philippa, dass ihre peinlichen Eltern endlich normal sind und mit dem zweiten Wunsch, dass alle Mitschüler sie mögen. Doch schon nach kürzester Zeit merkt Philippa, dass es vorher gar nicht so schlecht war, denn ihre sonst so fürsorglichen Eltern sind plötzlich ";oberbusy" und die tollste Clique der Klasse entpuppt sich ebenfalls als Reinfall.

Liz Kessler zeigt mit ihrem Kinderroman ";Philippa und die Wunschfee" dass es manchmal sehr heilsam sein kann, das Altbewährte mit anderen Augen zu sehen und festzustellen, dass das Gras auf der anderen Seite doch nicht so grün ist. Das, was andere haben, muss nicht immer das Bessere sein. Liz Kessler macht ihren Leserinnen damit auch deutlich, dass jene Mitschüler, die besonders cool, laut und auffällig daherkommen, nicht unbedingt die besseren Freunde sind - im Gegenteil. Ein Aspekt, der gerade die Altersgruppe der ab 10-Jährigen interessieren wird.

Und die Vorstellung, dass ein Mädchen eine Fee an seine Seite bekommt, fasziniert ja ohnedies. Um so mehr, als die Leserinnen immer wieder in die Gedankenwelt der Fee Daisy (englisch für Gänseblümchen) entführt werden und so erfahren, wie Daisy, als kluge Beobachterin, so manchen Zusammenhang schneller durschaut, als Philippa selbst. Daisy hat nämlich längst begriffen, dass die angesagte Clique einer Klasse oftmals die mit dem wenigsten Tiefgang ist. Bis auch Philippa endlich feststellt, dass Trisha, die Gruppenführerin, oberflächlich ist und niemals zur besten Freundin taugen würde.

Auch die Sache mit den veränderten Eltern macht deutlich, wie wichtig es ist, zu seiner eigenen Persönlichkeit zu stehen- aber auch zu den Menschen, die man mag.

In einigen Nebenschauplätzen zeigt die Autorin wie wenig konform Philippas Eltern sind, aber wie harmonisch und mit wie viel Liebe es in der Familie zugeht - und das ist letztendlich das Entscheidende. Besonders spannend sind die Einblicke in die Feenwelt, die sich hier erschließen. Denn Daisy´s Welt hat ihre ganz eigenen Gesetze, Regeln und magischen Hilfsmittel. Doch trotz oder gerade wegen dieser Verschiedenartigkeit werden Philippa und Daisy zu Verbündeten, denen so manches gelingen kann.

Fazit:

Das Kinderbuch ";Philippa und die Wunschfee" von Liz Kessler ist unterhaltsam erzählt und besticht durch seine authentischen Darstellerin Philippa, die, wie viele Mädchen in dem Alter, Schwierigkeiten mit den Eltern hat und am Liebsten zur angesagtesten Gruppe gehören möchte. Witzig, unterhaltend - aber auch ernsthaft- zeigt Liz Kessler alle Facetten dieser Probleme auf. Wie auch schon bei den Emily Büchern trifft Liz Kessler genau die Vorlieben ihrer kleinen Leser.

Nicole Köchling

 

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