Brehms Tierleben für die Kleinsten - Tiere im Zoo

Erschienen: Januar 2009

Couch-Wertung:

79%
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Idee

Knapp und kurz und doch ein wenig eigenwillig wird den kleinsten „Bücherwürmern“ ein Eindruck von der faszinierende Tierwelt gegeben. Gerade für die Kleinsten eine schöne Vorbereitung für den ersten Zoobesuch.

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Die realistischen lebendigen Zeichnungen der Tiere sind charakteristisch, sie beschränken sich auf das Wesentliche und sind zurückhaltend in der Farbwahl- mit Ausnahme der bunten Aras.

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Die Textpassagen sind aus dem Original ausgewählt- wirken daher oftmals antiquiert, sind aber durch ihre Kürze prägnant und charakterisieren die abgebildeten Tiere so manches Mal auf originelle Weise.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2009

„Brehms" Zootiere für die Kleinsten: Die Illustrationen aus der Feder von Klaus Ensikat und die markanten Orginaltexte aus Brehms Tierleben, ausgewählt von Roger Willemsen, machen dieses Buch zu einem ersten Tierlexikon mit nostalgischem Charme.

Kinder lieben realistische Bilder von Tieren; und wenn es sich dabei um die aufregenden Tiere im Zoo handelt, wird es noch reizvoller. In „Brehms Tierwelt für die Kleinsten" gibt es auf jeder Doppelseite des handlichen Pappbüchleins eines. Dabei fällt auf, dass auch der wissenschaftliche Aspekt selbst hier nicht vernachlässigt wird, so findet sich in der einen Bildecke der lateinische Oberbegriff der Gattung und in der anderen der Name des Tieres, zum Beispiel Katzen = Felidae und auf der anderen Seite Art der Katze: Löwe = Panthera Leo. Dies mag den allerkleinsten wohl kaum der wichtigste Aspekt beim Betrachten des Löwen sein, doch es versprüht eben einen gewissen naturwissenschaftlichen und nostalgischen Charme, der wohl eher den Erwachsenen gefallen mag.

Schön in Szene gesetzt, treffen wir so auch auf den Orang-Utan, dem Vertreter der Gattung Affe, sowie auf eine Elefantenmutter mit Jungtier und begegnen drei Aras, einer Känguru-Mutter, die ihr Junges im Beutel trägt, einer stolzen Giraffe, einem uns frontal zugewandten Nashorn, einer Koala-Mutter mit dem Nachwuchs auf dem Rücken und zu guter Letzt dem majestätischen Leoparden, der sich genüsslich auf dem Ast eines Baumes räkelt. Zu jedem Tier gibt es schliesslich ein oder zwei knappe Sätze aus dem Original von Alfred Edmund Brehm, dessen berühmtes Werk „Brehms Tierleben", erschienen um 1860, bis heute der Inbegriff des Tierlexikons ist. Alfred Edmund Brehm (1829-1884) gelang es erstmals, ein breites Publikum für die Typisierung und Beschreibung von Tieren zu begeistern. Das Original umfasste zehn Bände - die vierte Ausgabe hatte sogar dreizehn.

Roger Willemsen, dem populären Autor und Moderator von TV-Interview- und Kultursendungen mit fast unübertrefflicher Sprachvirtuosität, wählte zu den Bildern von Klaus Ensikat aus dem Original die markantesten Textpassagen aus, um kurz und prägnant (und wohl nicht ohne einen gewissen hintersinnigen Humor) das jeweilige Tier zu beschreiben. Diese Ausführungen klingen ohne Frage oftmals altmodisch für unsere heutigen Sprachgewohnheiten, treffen aber auf liebenswürdige Weise den richtigen Ton.

„Das Nashorn frisst entweder oder es schläft; um die übrige Welt bekümmert es sich kaum. Bei guter Laune gefällt es sich darin, einen kleinen Baum oder einen Strauch aus dem Boden zu wühlen." Wenn man bedenkt, dass das Tier schon vorherigen Generationen auf diese Weise nahegebracht wurde, wäre es doch schade, auf diesen vielleicht nicht ganz wissenschaftlich profunden aber doch sehr zutreffenden Satz zu verzichten. Noch dazu, da die dazugehörige Illustration ganz wunderbar passt: Gewaltig, stark und riesengross steht uns das Nashorn sozusagen auf Augenhöhe gegenüber. Und macht tatsächlich den Eindruck, als wisse es noch nicht genau, welcher Laune es gerade ist.

Die Bilder wirken trotz zurückhaltender Farbwahl und geringem Farbanteil sehr ansprechend und beschränken sich auf das Wesen des jeweiligen Tieres. Unsere Kleinsten können sich somit auch darauf konzentrieren und werden nicht mit zu vielen Details konfrontiert. Wie auch der Text, wirken sie nostalgisch, doch allemal lebendig in ihren „Alltagsposen".

Fazit:

„Brehms Tierwelt für die Kleinsten" ist für Liebhaber alter Klassiker in seiner nostalgischen Aufmachung sicherlich interessant - aber auch für die ganz jungen Leseanfänger bietet das handliche Pappbilderbuch erste Eindrücke von den Tieren in unseren Zoos. Die Auszüge aus den Originaltexten, ausgewählt von Roger Willemsen, sind klar in ihrer Aussage und lassen doch an manchen Stellen einen humorvollen Unterton erkennen, der besonders dem erwachsenen Vorleser gefallen wird.

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

Brehms Tierleben für die Kleinsten - Tiere im Zoo

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