Die weißen Raben - Verbrechen in der Villa

Erschienen: Februar 2009

Couch-Wertung:

77%
Idee
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Idee

Ein Kinderkrimi mit Identifikationscharakter durch die Hauptdarsteller. Dazu wird hier deutlich, dass man mit Vertrauen in sich selbst auch große Dinge schaffen kann.

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Leonie Bongartz bedient sich kindgerechter Formulierungen, die von Kindern dieser Altersgruppe gut zu verstehen sind.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Feb 2009

Seit für die Behörden klar ist, dass die Eltern von Luca und Maria einen Raubmord begangen haben, leben die Geschwister im Internat. Zum Glück gibt es da aber noch Fabian, Janine und Bruno, die mit ihnen die Bande der „Weißen Raben" gründen. Für die Bande steht fest, dass die Eltern von Maria und Luca unschuldig sind.

Fest steht aber auch, dass Vater und Mutter als Gärtner und Haushaltshilfe bei den Burmeesters gearbeitet haben. Sie gerieten so schnell ins Visier der Ermittler, weil sie sich gut in der großen Villa auskennen. Jetzt ist Frau Burmeester tot und ihr Mörder ist noch immer auf freiem Fuss. Wann immer es geht, treffen sich die fünf Kinder zu einer Besprechung in einem der Internatsräume, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Gerne würde noch ein weiterer Junge, nämlich Kasimir, mitmachen. Aber als vermeintliches „Mamisöhnchen" ist er den Weißen Raben einfach zu anstrengend. Leider kennt dieser aber das Hauptquartier der Bande und stört allzu oft deren Sitzungen.

Eines Tages entdecken die Kinder vom Baumhaus aus Herrn Burmeester im Wald - mit einer neuen Frau an seiner Seite. Das kommt den Kindern sehr merkwürdig vor und ist überaus spannend, denn vor wenigen Tagen war er für die Presse noch der untröstliche Witwer. Grund genug, Augen und Ohren offen zu halten, wenn sie dieses, wie jedes Wochenende, wieder bei Herrn Burmeester in der Villa verbringen. Und so kommt es, dass sie Bekanntschaft mit einer verwirrten Alten machen, die ganz in der Nähe des Tatortes wohnt und die dazu noch wirres Zeug über einen Mord erzählt.

Während die Bande sich über die Aussagen von der alten Klara Nielson den Kopf zerbricht, merken sie nicht, wie Herr Burmeester sie beobachtet und, was noch schlimmer ist, sie belauscht. Daraufhin will er ihre Treffen im Baumhaus und ihre Wochenendbesuche bei ihm verhindern. Als es aber doch zu einem heimlichen Treffen kommt, stattet ihnen Kasimir wieder einen seiner unliebsamen Besuche ab. Keiner der fünf jungen Ermittler ist begeistert; jedoch gibt er ihnen den entscheidenden Tipp und ist somit aufgenommen.

Er muss zunächst eine Probe bestehen und jenen Club besuchen, von dem Klara Nielson gesprochen hatte und in dem auch Herr Burmeester verkehrt. Burmeester ist schnell gefunden; doch was jetzt? Plötzlich werden Kasimir, aber auch der Rest der weißen Raben die draußen auf ihren „Agenten" warten, Zeugen eines Dramas zwischen Burmeester und seiner neuen Freundin: Es ist die Richterin, die ihre Eltern damals verurteilt hat...

Die fünf Kinder nenen sich „die weißen Raben", weil ein weißer Raben ein Wunder wäre - und gewissermaßen sind sie ja auch ein Wunder. Fünf so verschiedene Kinder, die sich durch Zufall in einem Internat kennen gelernt haben und die eines verbindet: Der Ehrgeiz Lucas und Marias unschuldige Eltern zu entlasten.

Ähnlich wie in den weltweit berühmten „Fünf- Freunde"- Büchern von Enid Blyton greift Leonie Bongartz die Idee der Kinderbande auf, die einen schwierigen Fall zu lösen hat und ihn letztendlich auch fast ohne polizeiliche Hilfe klärt. Doch eine so dichte Atmosphäre wie bei den Geschichten der „Fünf Freunde" will nicht so recht aufkommen. Es sollte jedoch der neuen Leser-Generation überlassen werden, wie sie sich letztlich von diesem Buch unterhalten fühlen, denn auch die Bande der weißen Raben besteht sowohl aus Jungen als auch aus Mädchen - ihre Zusammensetzung bietet also Identifikationsmöglichkeiten für jeden.

Die Kinder in dem Buch zeigen, dass Freundschaft und Zusammenhalt ganz wichtig sind, wenn man etwas erreichen möchte. Die Geschichte wiederum erzählt, dass auch Kinder, die zunächst innerhalb einer „Clique" nicht so angesehen waren, sich durch ein wenig Anerkennung anders entwickeln und so ihre wahre Stärken zeigen können.

Nach der ganzen Aufregung gibt es dann ein glückliches „Happy-End", was gerade für junge Leser wichtig ist. Es gibt ein Wiedersehensfest in Klara Nielsons Garten und Luca und Maria haben nach diesem Abenteuer allen Grund zu feiern.

Fazit:

Ein Krimi für Kinder, der gerade die ältere Generation schwer an die „Fünf Freunde"- die „Famous Five" - erinnern wird. Obwohl die „Weißen Raben" nicht an ihre berühmten Vorgänger heranreichen, können diese fünf Newcomer mit sympathischen Charakteren und einer unterhaltsamen Geschichte punkten.

Nicole Köchling

 

Die weißen Raben - Verbrechen in der Villa

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