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Idee

Der stimmungsvolle Cocktail aus Piratenabenteuer und Gruselgeschichte, gewürzt mit einer Prise schwarzem Humor, funktioniert wunderbar.

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Schauplätze und Hauptfiguren sind sehr gut getroffen und betonen durch die leicht überspitzte Darstellung den passenden humorvollen Unterton.

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Die gut 150 Seiten sind flott erzählt. Während sich Leser ab 9 Jahren schnell selber auf die Seite des Stanley Buggles schlagen und mitfiebern, werden sich auch bereits etwas jüngere Zuhörer dem Hauch gruseligen Flairs nicht so leicht entziehen können.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2009

[ab 9 Jahren]

Stanley Buggles erbt von seinem bislang unbekannten Onkel das Anwesen Candlestick Hall, das auf der Insel Crampton Rock liegt. Kaum dort angekommen, macht Stanley eigenartige Entdeckungen und muss feststellen, dass es auf der Insel nicht mit rechten Dingen zugeht...

Miss Carelli, die freundliche aber bestimmte Haushälterin seines Onkels - einem angeblichen Marineadmiral - empfängt Stanley auf dem imposanten Anwesen. Doch Stanley wird schnell auf unerklärliche Umstände und Ereignisse aufmerksam, die eine ganze Reihe von Fragen aufkommen lassen: Warum will ihm niemand etwas über den Tod seines Onkels erzählen? Warum traut sich niemand im Ort nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus? Und warum haben alle Hunde auf der Insel nur drei Beine?

Die unheimlichen Geschehnisse lassen Stanley nicht mehr los. Er kann schließlich in Erfahrung bringen, dass ein Werwolf sein Unwesen auf Crampton Rock treibt. Drei wahrlich schrecklich-schaurige Piraten - auf den ersten Blick schon äußerst üble Gesellen - erzählen ihm, dass der Werwolf sogar seinen Onkel auf dem Gewissen hat. Nur Stanley könne ihn mit einer Silberkugel aus der Pistole seines Onkels zur Strecke bringen.

Tatsächlich begegnet Stanley dann auch dem seltsamen Ladenbesitzer William Cake während dieser sich zum Werwolf verwandelt und ihm an den Kragen will. Stanley handelt wie ihm geraten und schafft sich damit erst ein richtiges Problem an den Hals. Denn die drei Piraten Randall Flynn, Bill Timbers und Haihappen Jones haben nur genau darauf gewartet. Endlich können sie nachts ihr Unwesen im Ort treiben - nun, da sie nichts mehr vor dem Werwolf zu fürchten haben. Ihr Ziel: Candelstick Hall! Denn hier soll sich das geheimnisumwobene Ibissiegel befinden. Doch Stanley gibt sich nicht so einfach geschlagen!

Der vernachlässigte Alleinerbe, der vergessene oder hinterbliebene Sohn ist ein durchaus gern gesehener Gast auf dem Kinderbuchparkett. Mit der ebenfalls im Ravensburger Verlag erschienenen und bereits fünf Bände umfassenden Reihe um „Miesel", bringt der englische Autor Chris Mould einen weiteren, nicht ganz unähnlichen Protagonisten in das Programm des Verlages.

Aber Chris Mould verleiht der Geschichte um den jungen Stanley Buggles eine ganz eigene Atmosphäre. Sein stimmungsvoller Cocktail aus Piratenabenteuer und Gruselgeschichte, gewürzt mit einer Prise schwarzem Humor, funktioniert wunderbar. Keine Sorge, richtig schlimme Dinge passieren nicht, auch wenn Stanley dem Werwolf tatsächlich den Garaus macht. Mould versteht es immer, souverän in den Bahnen der kindgerechten Unterhaltung zu bleiben.

Die skurrilen Figuren - von denen Haihappen Jones mit seinem angenähten Skelettarm (ein Hai hat diesen auf dem Gewissen) mit Sicherheit der optisch prägnanteste ist - erfüllen ihre Rolle als verruchte Gegenspieler ausnahmslos gut. In der Kürze der Geschichte bleiben sie natürlich noch recht flach entwickelt. Anfangs sich eher seiner Außenseiterrolle hingebend, wird Stanley im Verlauf der Geschichte selbstbewusster und erspielt sich die Sympathien seines Publikums.

Während sich Leser ab 9 Jahren schnell selber auf die Seite des Stanley Buggles schlagen und mitfiebern, werden sich auch bereits etwas jüngere Zuhörer dem Hauch gruseligen Flairs nicht so leicht entziehen können. „Schrecklich schaurige Piraten" eignet sich wirklich prima zum Vorlesen. Die gut 150 Seiten sind flott erzählt und entwickelt sich dabei nicht immer so, wie man vielleicht erwartet hätte...

Auch die s/w-Zeichnungen leisten einen sehr wertvollen Beitrag für die Grundstimmung des Buches und liefern richtige Hingucker. Schauplätze und Hauptfiguren sind sehr gut getroffen - kein Wunder, stammen sie doch sämtlich aus der Feder des Autoren - und betonen durch die leicht überspitzte Darstellung den passenden humorvollen Unterton. Die Verwandlung des William Cake zum Werwolf stellt dabei ganz sicher den schaurigen Höhepunkt dar.

Fazit:

Der Auftakt der Abenteuerreihe um Stanley Buggles trifft sprichwörtlich ins Schwarze. „Schrecklich schaurige Piraten" wird mit skurrilen Einfällen, schrägen Charakteren und einer Portion dunklen Humors Kinder ab 9 Jahren mit ersten „Gruselkenntnissen" schnell fesseln. Der zweite bereits erschienene Band trägt den Titel „Grässlich gruselige Geister" und verspricht ähnlich spannende Unterhaltung.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

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