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Bilder
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Idee

Das kleinformatige Buch mit grossem Format ist ein echter Hingucker und ein kleines Kunstwerk, welches alle faszinieren wird. Spannendes und fröhliches Theater liegt hier im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand.

Bilder

Die Fotografien regen zum genauen Hinschauen an und wecken Aufmerksamkeit. Sie lassen Hände lebendig werden, und Geschichten erzählen. Faszinierend.

Text

Der minimale Textanteil reicht völlig aus, um die Bilder noch lebendiger werden zu lassen. Kurze gut verständliche Sprache ermöglicht auch den Kleinen einen leichten Zugang zu diesem kleinen Kunstwerk.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Apr 2009

Ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star*. Kinderbuch des Monats [04.2009]. Ein Buch der ganz besonderen Art erwartet uns hier vom Gerstenberg Verlag. Mit viel Fantasie, den eigenen Händen, Handmalfarbe, einem Glas Wasser sowie mit einem dicken und dünnen Pinsel ist ein kleines Kunstwerk im quadratischen Format entstanden.

Das kleine Buch beinhaltet fünf kurze Tiergeschichten, aus dem Französischen übersetzt von Anke Thiemann. Ein einsamer Elefant zieht durch ein grünes Flusstal. Er hat ständig Schluckauf, der alle anderen Tiere vertreibt. Ein kleiner vorwitziger Affe bekommt dieses mit, versetzt ihm einen gewaltigen Schrecken und der Elefant ist von seinem Schluckauf erlöst. Endlich kann er unbeschwert mit anderen Tieren zusammenleben.

Die zweite Geschichte erzählt von einem sehr musikalischen Zebra, das seine im Kopf entstandenen Melodien kurzerhand auf die Streifen seiner Freundin malt. Dieses "Accessoire" kommt bei den übrigen Zebradamen so gut an, dass sich alle dieser "Mode" anschliessen, sehr zum Vergnügen des Musikers.

Ein Krokodil ruiniert sich die Zähne mit zu vielen Süßigkeiten, doch ein Zahnarzt kann ihm helfen. Das Krokodil weiss jedoch, dass seine Zähne, im Gegensatz zu den Zähnen der Kinder, immer wieder nachwachsen.

Eine Gazelle im Zoo ist betrübt: Stets werden die langhalsigen Giraffen in ihrem Gehege von Besuchern bewundert und fotografiert. Doch die Gemeinschaft weiss sich zu arrangieren, so dass die Gazelle auch zu ihrem grossen Auftritt kommt.

Zuletzt ist da eine Gans, die an Bord eines Schiffes eigentlich nur als Proviant geduldet ist. Durch ihre Kochkünste kann sie den Koch jedoch Tag um Tag umstimmen und rettet auf diese Weise ihren Hals. Am Ende erfährt der Koch sehr eindrucksvoll, wozu es gut war, die Gans am Leben zu lassen: Denn sie rettet ihm im dem heftigen Sturm auf hoher See das Leben.

Minimaler Text, wenig Kulisse: lediglich farbige Hintergründe, ein sattes Grün, ein helles oder dunkles Blau, ein sonniges Orange, auf denen sich die Akteure bewegen. Und die bestehen aus bemalten Händen und Fingern.

Und gerade diese Illustrationen- bzw. aus unterschiedlicher Entfernung fotografierten Motive der bemalten Händen, machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Wie eine Magierin versteht Lucie Albon es, uns mit der Einfachheit und scheinbaren Leichtigkeit ihrer Zaubertricks zu verblüffen. Dabei nutzt Lucie Albon die Anatomie der Hände und verwebt diese geschickt mittels ihrer farbenfrohen Maltechniken zu einer unterhaltsamen Geschichten. Bei so manchem Bild muss man schon genau hinsehen, um einen Handrücken oder einen Arm zu erkennen. Da werden ineinander greifende Hände zu einem Flusstal oder zu einem Krokodilmaul, ein Handteller zum Ozean oder zum gedeckten Tisch. Und der eine Fussrücken fällt so manchem sicherlich erst beim zweiten oder dritten Durchsehen auf. Ausgerechnet auf ihm wurden die viel zu vielen Süssigkeiten des Krokrodils gemalt- von denen man ja ohnehin die Finger lassen sollte.

Die Beweglichkeit der Händen und der Finger lassen die Akteure springen und hüpfen, sich strecken, zueinander beugen, sich aneinanderschmiegen und kuscheln- Lucie Albons Fantasie scheinen da keine Grenze gesetzt. Die visuelle Wahrnehmung und die Neugier von Kindern und Erwachsenen wird hier sehr angeregt.

Fazit:

Ein Kunstwerk im quadratischen Kleinformat, welches Gross und Klein gleichermassen begeistert.
Die genaue Anleitung in einzelnen Arbeitsschritten auf den letzten Seiten, wie man all diese Tiere auf seine eigene Hand malen kann, ist ein riesen Plus. Denn schon kann es mit der eigenen Kreativität losgehen- das eigene kleine Theater liegt direkt auf der Hand. Klasse!

Sylke Wilmer-Gruchmann

 

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