Couch-Wertung:

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Idee
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Idee

Authentisch wirkende Charaktere, die Kindern in ihren Gedanken und Aktionen nahe stehen. Gut durchdachte Geschichte, humorvolle Sequenzen, spannender Höhepunkt.

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Sprachlich solide und für Leser ab 9 bestens geeignet. Abwechslungsreich durch Ortswechsel und Dialogführung

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2009

[ab 9 Jahren]

Momme Beer, der „Bücherwurm", traut in seinen Augen kaum: Da hockt in der Leihbücherei von Schwuppstädt ein kleines Tier in dem Kinderbuch-Regal und faucht Momme ärgerlich an - ehe es davonflitzt. Für Momme steht fest: Dem müssen er und sein Freund Tobias auf den Grund gehen, schließlich sind sie das „IQ-Team" ...

doch das ist gar nicht so einfach, denn nachdem die Bibliothekarin glaubt, Ratten hätten sich in der Leihbücherei breit gemacht, wird erst einmal der Kammerjäger gerufen. Die Halloween-Nacht ist dann Mommes grosse Chance. Als ein altes Buch hervorgeholt wird, springt das eigentümliche Tier mit Krallen und Quastenschwanz hervor, greift sich das Buch und landet ausgerechnet in Mommes Kapuze. Schnell machen sich Tobias und Momme davon - allerdings nicht ohne von den „Desperados", der Bande von „Big Mäx", aufgehalten zu werden. Schließlich gelingt es den beiden Freunden, das Tier, das sich als Bücher-Hüter mit Namen Lio vorstellt, bei Momme unterzubringen. Lio berichtet von seinem ehemaligen Zuhause, der alten Villa des verstorbenen Cantimpre. Dorthin muss er zurückkehren, um seinen Gefährten, den anderen Bücher-Hüter zu finden. Doch die Aktion schlägt fehl. Nicht nur dass Lio von den Hunden des neuen Besitzers gebissen wird - auch der Mann selbst erscheint den Detektiven mehr als zwielichtig. Ängstlich verziehen sich Momme, Tobias und Lio in dem Hauptquartier auf Bauer Hestermanns Wiese. Lio ist schwer angeschlagen. Erst die kluge Finja, die die beiden Freunde in ihrem Hauptquartier ausfindig macht, findet schließlich die richtigen Worte für das aufgebrachte Wesen. Jetzt gilt es für die nunmehr drei Freunde, beide Bücher-Hüter in Sicherheit zu bringen.

Um in Erfahrung zu bringen, wo sich der zweite Bücher-Hüter nach Auflösung von Cantimpres Privat-Bibliothek befindet, machen sich Finja und die Jungs getrennt auf die Suche. Dabei stößt Momme auf ein ziemlich düsteres Antiquariat, das einige der Bücher von Cantimpre abgekauft hat. Von dem Antiquar erfahren die beiden Jungen, dass es vielen Sammlern um ein bestimmtes Buch geht: Das Buch der Bücher-Hüter. Das Buch, das Lio mit aller Macht zu beschützen versucht.

Doch am Ende scheint alles schief zu laufen und das, was zuvor richtig erschien, stellt sich als vollkommene Fehleinschätzung heraus. Ihr Feind ist nicht der Mann im grossen schwarzen Auto, der Momme eines abends verfolgt hat, sondern ein ganz anderer. Zuvor aber muss das IQ-Team auch noch eine schwere Schlappe gegen die Desperados einstecken. Aber was noch viel schlimmer ist: Die Bande vom fiesen Big Mäx klaut auch noch Lios wertvolles Buch.

Corinna Gieseler verwebt mit „Das Geheimnis des Bücher-Hüters" zahlreiche fantastische Elemente mit denen eines Krimis. Eine gelungene Mischung - und spannend noch dazu. Dabei fällt auf, dass trotz der fantastischen Zutaten, der Alltag der Kinder immer noch Bestand hat. Momme muss sich mit einer sehr fürsorglichen Mutter auseinandersetzen, die ihm wegen seiner angeschlagenen Gesundheit „Ausgangssperre" erteilt, und sich mit dem brutalen Bix Mäx herumschlagen. Corinna Gieseler beschreibt Mommes Gedanken zu diesen Erschwernissen sehr gut. Sie lässt auch nicht aus, wie ängstlich der Junge ist, als ihn der schwarze Wagen bis nach Hause verfolgt.

Auch hier spielt das Thema Freundschaft eine wichtige Rolle. Dabei überzeugt Finja, die erst später und völlig unaufgefordert zum IQ-Team stößt, immer wieder aufs Neue. Ein Aspekt, der das Buch auch für Mädchen interessant macht - kommt doch das weibliche Geschlecht durch Finjas Scharfsinn und Einfühlungsvermögen sehr gut weg. Momme selbst ist verletzlich, manchmal unsicher und dann doch wieder - zu seiner eigenen Überraschung - sehr tapfer. Er ist kein Held, sondern ein ganz normaler Junge. Die Eigenheiten ihrer Charaktere arbeitet Corinna Gieseler sorgfältig heraus, ohne jedoch zu langatmig zu werden. Sie integriert dies in allerlei humorvollen Zwischensequenzen, die sich durch die lebendigen Dialoge und Aktionen ihrer Helden auszeichnen. Die fantastische Seite ihres Buches weiss sie mit guten Ideen auszustatten, die sie auch im weiteren Verlauf der Geschichte glaubwürdig einsetzt. So hat der Bücher-Hüter die Fähigkeit, Bücher zum Sprechen bringen und sie zum Leben zu erwecken. Die Bücher von Momme zeigen dies auf sehr unterhaltsame Weise. Auch stattet sie die Bücher-Hüter - die auch in den Vignetten von Barbara Scholz nie ganz gezeigt werden - mit allerlei sympathischen und eigenwilligen Eigenarten aus.

Sprachlich solide und eingängig können Kinder ab 9 Jahren der Geschichte problemlos folgen. Für einen Krimi typisch, werden am Ende die verschiedenen Handlungsstränge zu einem Plot zusammengefasst. Geschickt lässt Corinna Gieseler ihre Leser zunächst die Perspektive von Momme einnehmen und dreht am Ende die Charaktere der „Guten" in das Gegenteil um; ein überraschender Moment, der zu einem turbulenten Höhepunkt führt.

Fazit:

Ein spannender, sorgfältig durchdachter Krimi für Kinder mit einfallsreichen Zutaten aus dem Fantastischen. Momme, Tobias und Finja von der „Agentur für unlösbare Rätsel des Alltags" sind sympathische Helden, die trotz der fantastischen Ereignisse einen guten Draht zur Wirklichkeit behalten.

Stefanie Eckmann-Schmechta

 

Das Geheimnis des Bücherhüters

Das Geheimnis des Bücherhüters

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