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Freundschaft und die die ersten gemeinsamen Abenteuer in der großen Stadt Berlin. Angedeutet wird der multikulturelle Charakter Berlins. Die Charakterisierung der Figuren bleibt an der Oberfläche.

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Lustige s/ w Illustrationen von Annette Swoboda

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Witzige Sprache. Flüssiger Erzählstil

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jul 2009

Die Berliner Kinder Pelle, Max und Bella sind immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern. Die finden endlich ihren Anfang, als die Kinder von einem entlaufenden Kaiman erfahren. Doch dieses krokodilähnliche, gutmütige Haustier in ihrem Stadtteil Kreuzberg zu finden, wird ganz schön schwierig.

Berlin- Kreuzberg. Die Geschichte um die Großstadtabenteuer der Kinder Pelle, Max und Bella beginnt in Marias Cafe au Spree. Dort sitzt Pelle oft nach der Schule, wenn sein Vater arbeiten muss. Sein Vater Otto ist Koch in einem von Berlins Spitzenhotels. Oft bringt er Lecker- und Schlemmereien aus der Hotelküche mit. So kann es schon mal sein, dass es bei Pelle zu Hause eine Woche lang nur Meeresfrüchte zu essen gibt.

Pelle denkt, dass er keine Freunde braucht. Er hat ja James, ein Agentenheld auf einem Kinoplakat, den nur er kennt.

An einem regnerischen Tag trifft Pelle im Cafe au Spree auf die Geschwister Max und Bella und Mama und Papa Rani; eine multikulturelle Familie, denn Papa Rani stammt aus Indien. Sie sind neu in der Stadt und wie sich schnell heraus- stellt, wohnen sie seit ein paar Stunden in Pelles Haus, in der Gneisenaustraße Nummer 96, im 4. Stock, direkt unter Pelle. Nach ein paar Mißverständnissen und Pelles rettendem Einsatz in dem Lampengeschäft um die Ecke ihres Hauses beschließen Pelle, Max und Bella gemeinsam ins Cafe gehen. Dort entdecken sie ein Plakat, das auf ein verschwundenes Haustier hinweist. Dabei handelt es sich aber um kein gewöhnliches Haustier, keine Katze, kein Hund, kein Wellensittich, kein Meerschweinchen und auch kein Häschen. Es geht um einen entlaufenen Kaiman. Das bedeutet, ein kleines Krokodil läuft irgendwo in Kreuzberg umher. Es wird ein Finderlohn für denjenigen ausgesetzt, der den Kaiman zurückbringt. Pelle, Max und Bella sind scharf auf den Finderlohn und wittern ein Abenteuer. Und so beginnt ihre Freundschaft. Von nun an sind sie ein Spezialteam mit dem Codenamen Kreuzberg 007. Pelle kennt sich bestens in seinem Kiez aus, Bella hat immer wieder neue Ideen und Max macht Notizen mit einem Stück Schokoladenkuchen im Mund. Die Drei lassen sich einiges einfallen, um den Kaiman zu schnappen. So erkunden sie einen alten Wasserturm und trauen sich sogar nachts in den Park. Ihre Eltern wissen das natürlich nicht. Alles streng geheim!

Es zeigt sich, dass die Mission - „Kaiman finden" - schwieriger ist als gedacht. Die Kinder haben schon halb Kreuzberg abgesucht, aber keine Spur vom Kaiman entdeckt. Bevor sich so richtig die Langeweile breit macht, hat Bella die nächste Idee. Sie schlägt vor, Currywurst zu verkaufen, wie man das auch von der bekanntesten Currywurstbude am Mehringdamm kennt. Max, der eigentlich etwas sehr langsam ist und Probleme mit seiner Lehrerin hat, entpuppt sich als Meisterkoch und kreiert ein Currywurstrezept. Die Kinder verkaufen ihre Würste aus einem schwebendem Korb heraus.

Das Currywurstgeld verbraten sie dann gemeinsam auf einem Straßenfest. Nur fehlt ihnen später aber das Geld für einen Blumenstrauß, den Max seiner Lehrerin als Wiedergutmachung schenken will. Also gestalten Pelle, Max und Bella eine Straßenzeitung. Doch statt Geld bekommen sie für ihre Zeitung Naturalien wie ein Comic-Reh aus Gummi, CDs und einen Lolli. Damit können die Kinder natürlich keine Blumen kaufen und klauen Geranien von einem Balkon, der sich gerade in der Nähe befindet. Doch oh je, wer wohnt denn dort, wo jetzt die Blumen auf dem Balkon fehlen?

Antonia Michaelis erzählt eine fantasievolle Geschichte, in der es um eine beginnende Freundschaft und Abenteuer in Berlin - Kreuzberg geht. Pelle ist oft allein und hat einen imaginären Freund namens James. James wie James Bond. Er schaut von einem Plakat in Pelles Wohnung und spricht mit Pelle. Als Max und Bellas Familie in Pelles Haus zieht, hat das Alleinsein ein Ende. Zum Glück können Kinder Mißverständnisse schnell aus dem Weg räumen und sind nicht nachtragend. Was gibt es auch Schöneres als sich mit seinen Freunden am Morgen per Klopfzeichen zu verständigen?

Und wer hat schon einen Kaiman als Haustier oder kreiert ein Currywurstrezept und verkauft diese Wurst aus einer schwebenden Currywurstbude. Das sieht nach einer neuen Geschäftsidee aus. Ein Abenteuer jagd das andere, ausgelöst durch die Suche nach dem entlaufenden Kaiman. Obwohl die einzelnen Abenteuer nicht im direkten Zusammenhang stehen, schafft die Autorin den Erzählfluss und die Spannung zu halten. Originell scheint auch die Art der Namensgebung für die Leute aus der näheren Umgebung der Kinder. Sie haben Namen, abhängig von ihren Äußerlichkeiten oder Beschäftigungen, wie Comicmann, Lamperin, Henna-Haar, Notizen-Mann, Milde-Gabe usw. Diese Personen tauchen in der Geschichte immer mal wieder auf und sorgen für witzige Begebenheiten am Rande.

Michaelis Erzählweise ist humorvoll und spannend . Allerdings wird das multikulturelle Leben Berlins und damit das Leben in Kreuzberg nicht spürbar. Es will einfach kein Großstadtgefühl aufkommen. Die Charaktere der Kinder spricht die Autorin nur oberflächlich an. Manches bleibt auch rätselhaft, wie zum Beispiel, warum Pelles Mutter nicht bei der Familie lebt und warum Pelle bisher keinen Anschluss zu anderen Gleichaltrigen gefunden hat. Aber da „Kreuzberg 007" als Serie angelegt ist, könnten diese Fragen ja durchaus noch beantwortet werden.

In diesem Band geht es jedoch um die beginnende Freundschaft der drei Agenten. Diese drei Kinder haben das Glück, dass sie in einem Haus wohnen. Sie wachsen zusammen zu einem starken Team und erleben die ersten gemeinsamen Abenteuer. Am Ende des Buches befindet sich ein Stadtplan vom Kiez, auf dem die Kinder alle Unternehmungen von Pelle, Max und Bella nachvollziehen können.

Fazit:

Der Auftakt zur neuen Buchreihe „Kreuzberg 007" von Antonia Michaelis zeichnet sich durch eine witzige und spannend geschriebene Geschichte aus, die sowohl für Jungs als auch für Mädchen geeignet ist. Verbunden mit vielen kreativen Ideen geht es sehr abenteuerlich zu, wobei sogar die Polizei ins Spiel kommt. Die Autorin hat eine ganz eigene Welt geschaffen und nimmt die Kinder mit. Nur leider hat das (noch) nicht viel mit Kreuzberg zu tun.

Susanne Schnur

 

Kreuzberg 007 - Mission grünes Monster

Kreuzberg 007 - Mission grünes Monster

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