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Die Geschichten vermitteln eine weihnachtliche Atmosphäre voller Neugier, Freude und Herzenswärme mit liebenswerten kleinen Persönlichkeiten, die für ihre Wünsche rund um Weihnachten aktiv werden

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Die teils ganzseitigen Bilder begleiten die Texte anschaulich und liefern dabei auch Anregung für eigene Ausmalungen. Kleine Details laden zum Entdecken ein.

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Sprachlich ansprechend gestaltet und altersgerecht gut verständlich. Oft aus Sicht der Handelnden formuliert. Gute Vorleselänge oder leicht einteilbar.

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Kirsten Kohlbrei

Buch-Rezension von Kirsten Kohlbrei Dez 2018

Vorlesen gehört in vielen Familien zu den liebgewonnenen Ritualen der Adventszeit und Weihnachten. Es eignet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Entschleunigen im vorweihnachtlichen Trubel oder zum Verkürzen der ungeduldigen Vorfreude auf den Heiligen Abend.

Geschichten für die Weihnachtszeit- Von Nikolaus bis Heilig Abend

Der Sammelband "Schöne Weihnachten" bietet mit neun Geschichten und einem Gedicht die Gelegenheit dazu. Die Texte stammen aus der Feder zehn verschiedener Verfasser. Dazu gehören moderne Klassiker wie Michael Ende und Otfried Preußler, erfolgreiche Autoren wie Joachim Friedrich und Edith-Schreiber Wicke, aber auch eine Reihe vergleichsweise noch weniger bekannte Schriftsteller.

Hier eine kurze Zusammenfassung einiger Geschichten:

Los geht es mit dem kleinen Ben, der noch in die Kita geht. Er will in diesem Jahr endlich einmal den Nikolaus treffen. Mit Hilfe seines Bruders schreibt er ihm sogar einen Brief, dass dieser ihn unbedingt wecken soll. Am nächsten Morgen hat er den Nikolaus zwar verpasst, aber der hat ihm neben den Süßigkeiten zumindest eine Nachricht hinterlassen.

Mit einem Augenzwinkern wird aus der Sicht des Katers Max beschrieben, wie sein "Dosenöffner" Guido, seit Jahren ein erklärter Weihnachtsgegner, nach dem Einzug der alleinerziehenden Mutter Tina, ihrer Tochter Sarah und dem Hund Alissa in die Nachbarwohnung, nicht nur wieder Gefallen an Weihnachten, sondern auch an der sympathischen Nachbarin findet. Dazu bedarf es lediglich ein wenig Nachhilfe von seinem tierischen Gefährten.

Das einzige Gedicht der Textsammlung, fällt ein wenig aus dem Rahmen. Darin befürchtet ein überforderter Schenker, die an ihn gerichteten vielen Weihnachtswünsche der Kinderschar, zu vertauschen aus Zerstreutheit gar.

Katja, die mit ihrer Mutter aus Polen nach Deutschland gekommen ist, muss am Vormittag von Heiligabend alleine zu Hause bleiben, während ihre Mama erst noch im Seniorenheim arbeitet. Zum Glück gibt es aber die Nachbarin Frau Budde, die gar nicht so unfreundlich ist, wie sie immer tut.

Niklas ist am Heiligen Abend gar nicht in Weihnachtsstimmung. Seine Mutter hat ihn dazu verdonnert, sein Zimmer aufzuräumen. Doch was er da unter seinem Bett findet, ist auch ganz schön spannend. Auch Kleiner Bär freut sich zunächst nicht richtig auf den Weihnachtsabend. Er hat sich nämlich verplappert und sein Geschenk für die Bäreneltern verraten.

Und ein kleiner Esel führt eine Schar von Dorfbewohnern und andern Tieren zur Krippe und leitet damit über zu Friedas schönstem Weihnachtsfest. Erst sieht es so aus, als würde es für Frieda ausfallen, weil sie mit ihrer Familie am Flughafen festsitzt, doch dann hat sie eine Idee und daraus wird ein wunderbarer Weihnachtsabend mit Traditionen aus der ganzen Welt: "Denn Weihnachten ist überall!"

Stimmungsvolle und abwechslungsreiche Erzählvielfalt

Alle Geschichten beschäftigen sich mit der Vorweihnachtszeit oder dem Weihnachtsfest selbst und sind chronologisch locker aneinandergereiht. Jede einzelne greift dabei einen bestimmten Aspekt auf oder nimmt eine andere Sichtweise ein, so dass eine abwechslungsreiche Vielfalt von Erzählungen entsteht.

So wird an den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfests erinnert. Der Nikolaus kommt vor, genauso wie der Weihnachtsmann und das Christkind auftauchen, ganz egal, wer in der kindlichen Vorstellung die Geschenke bringt.

Die Beschreibungen ganz alltäglicher Situationen bieten dabei Raum zum Vergleich und zur Identifikation, etwa über unterschiedliche Familienkonstellationen wie die klassische Rollenverteilung mit dem arbeitenden Vater, der als erster aufstehen muss, die alleinerziehende Mutter, der Single, große und kleine Geschwister oder die Oma in der Ferne. Schnell können Kinder mit den mutig und erfinderisch handelnden Personen oder Tieren mitfiebern.

Die Erzählungen sind lustig, phantasievoll, herzerwärmend, rührend, aber nie rührselig und stimmen mitunter auch etwas nachdenklich. Und sicherlich findet in Kürze hier jeder seinen Favoriten. Vor allem aber verbreiten sie eine wunderbare Weihnachtsstimmung, die sich auf die Zuhörer und Leser überträgt.

Verständliche Texte und korrespondierende Bilder

Der Erzählband richtet sich an Kinder ab etwa 6 Jahre. Einzelne Geschichten eignen sich auch schon für Jüngere, auch wenn die Handlung dann vielleicht nicht vollends verständlich ist, die emotionale Grundstimmung wird trotzdem spürbar.

Die meisten Texte passen in eine Vorlesesequenz oder lassen sich problemlos in einzelne Leseabschnitte einteilen. In der Erzählung von Kater Max wird beispielsweise tagebuchartig der gesamte Monat Dezember vom 1. bis zum 24. geschildert und sie bietet sich damit als kleiner literarischer Adventskalender an, von dem an jedem Tag dann nur ein "Türchen" geöffnet und vorgelesen wird.

Sprachlich sind sie alle gut verständlich und dabei weitgehend umgangssprachlich geschrieben. Das Gedicht spielt mit seinen Reimschemen und lenkt den Blick damit ganz gezielt auf die Verwendung von Klang und Bedeutung von Wörtern.
Beim Zug nach Bethlehem wird viel mit Wiederholungen gearbeitet, die zum Mitsprechen auffordern.

Die Texte werden von bunten Illustrationen begleitet, die die Handlung der Geschichte treffend untermalen. Oft sind es ganzseitige Darstellungen, in die die Textpassagen eingearbeitet sind.

Sie arbeiten mit vielen kleinen Details, die zum genauen Betrachten animieren und zum Ausschmücken der erzählten Begebenheiten anregen.

Auf den Seiten mit überwiegend Textanteil findet sich fast immer noch ein kleines Bild oder ein paar Sterne. Auch ein kleiner Nikolaus, der seinen Schlitten mit Tannenbaum durch das ganze Buch zieht, ist eine nette Idee.

Das große Format mit dem stabilen Einband, Leinen und festen Seiten macht das Buch angenehm griffig. Mancher Vorleser würde sich vielleicht noch ein Leseband wünschen.

Fazit:

"Schöne Weihnachten" ist eine absolut gelungene Zusammenstellung von weihnachtlichen Geschichten für die ganze Familie. Der Erzählband verbreitet eine wohlige Weihnachtsstimmung und hat das Zeug zu einem richtigen Hausbuch, das man nach dem Weihnachtsfest wegpackt und im nächsten Jahr zum Advent wieder, als liebgewonnenes Ritual dieser Zeit, voller Vorfreude hervorholen wird.

Kirsten Kohlbrei

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