Sturmwächter - Bd. 1: Das Geheimnis von Arranmore

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

Cornelia Haas (Illustrator), Sylke Hachmeister (Übersetzer)

Couch-Wertung:

83%
Idee
Text

Idee

Die Idee ist ansprechend und recht originell, vor allem die Sache mit den Kerzen gefällt mir sehr gut. Die Charaktere sind zum Teil gut gelungen, wie Fionn und Malachy, teilweise etwa zu überzeichnet wie Bartley und Tara.

Text

Die Sprache ist manchmal poetisch und erzeugt Bilder im Kopf. Sie passt gut zur Geschichte, die sich zügig lesen lässt.

Leser-Wertung

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Petra Meyeroltmanns
Eine magische Insel voller Mysterien und Legenden

Buch-Rezension von Petra Meyeroltmanns Mai 2019

Die irische Insel Arranmore gibt es tatsächlich, die Vorfahren der Autorin stammen, wie die des Protagonisten Fionn, von dort. Doch ist das Arranmore des Romans wohl nicht ganz das der Vorfahren Catherine Doyles, denn es ist durchdrungen von Magie, gab es doch vor 1.000 Jahren einen Kampf zweier Magier, Dagda und Morrigan. Morrigan ist eine eindeutig böse Magierin, die Menschen ihre Seelen raubt, um ihre eigene Macht zu vergrößern. Fünf Clans unterstützten Dagda damals, deren Nachfolger noch heute auf der Insel leben und sie vor einer möglichen Wiederkehr Morrigans schützen. Fionn und seine Schwester Tara entstammen der Familie Boyle, und ihr Großvater ist der amtierende Sturmwächter, der Einfluss auf die Elemente hat. Doch er ist alt, und die Zeit für seine Nachfolge gekommen. Die Insel scheint sich bereits jemanden ausgesucht zu haben, doch auch andere möchten zum Zug kommen.

Teils gelungene, teils etwas überzeichnete Charaktere

Der elfjährige Protagonist Fionn ist ein eher schüchterner, in sich gekehrter Junge, der die Ferien beim Großvater verbringen muss, weil die Mutter krank ist. Gerne ist er nicht auf der Insel, denn er fürchtet das Meer, vor allem deshalb, weil sein Vater noch vor seiner Geburt darin ertrunken ist. Seine zwei Jahre ältere Schwester Tara hat sich in letzter Zeit sehr verändert, die enge Beziehung zwischen den Geschwistern löst sich, Tara steckt mitten in der Pubertät und ist entsprechend schwierig. Außerdem ist sie verliebt in Bartley Beasley, der das Amt des Sturmwächters für sich beansprucht und für Fionn nur Abscheu übrig hat. Er entstammt ebenfalls einem der fünf Clans, die die Insel schützen. Bartley ist etwas überzeichnet und fungiert als ein Antagonist der Geschichte.

Ein sehr interessanter Charakter ist Malachy Boyle, der Großvater der Kinder und amtierender Sturmwächter. Er hat gute und schlechte Tage, oft wirkt er sehr agil, dann wieder gibt es Situationen, da hat er vieles vergessen, und wirkt alt und schwach. Sein persönlicher Hintergrund ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Spannend, mystisch, manchmal traurig, ab und zu gruselig

Die Atmosphäre der Geschichte wird sehr schnell mystisch, die Insel ist, vor allem in Fionns Gegenwart anders, er sieht Dinge, die offenbar nicht da sind und hört Stimmen. Nach und nach erfährt der Leser gemeinsam mit Fionn die Hintergründe, und wo man sie ihm nicht erzählt, versucht er sie selbst zu ergründen. Eine große Hilfe sind ihm dabei die Kerzen, die sich überall im Haus seines Großvaters befinden, und die eine ganz besondere und sehr faszinierende Eigenschaft haben. Immer wieder begibt sich Fionn auch in Gefahr.

Fionns Entwicklung vom ängstlichen Jungen zu jemandem, der für Wichtiges einsteht und dafür auch seine Ängste überwindet, ist sehr schön nachzuvollziehen und wirkt authentisch.

Die Geschichte ist spannend, manchmal traurig, und hin und wieder gruselig, und verlangt geübte Leser. Vor allem die angedeuteten Krankheiten der Mutter und des Großvaters, sowie das schon als Mobbing zu bezeichnende Verhalten Bartleys Fionn gegenüber, könnte jüngere und sensible Leser überfordern, aber auch die Hintergrundgeschichte der beiden Zauberer, vor allem die der seelenraubenden Morrigan, kann man sicher nicht jedem Kind zumuten.

Illustrationen wären schön gewesen

Leider fehlen Illustrationen, nur bei den Kapitelüberschriften findet sich jeweils die selbe Zeichnung eines Raben. Das ist schade, denn es gibt einige Szenen, die man sich illustriert gewünscht hätte. Die Autorin erzählt zwar bildhaft, und lässt das Kopfkino arbeiten, doch hin und wieder hätte eine Unterstützung nicht geschadet,. Die Sprache ist manchmal sehr poetisch und passt sehr gut zur Geschichte. Der Roman ist in sich abgeschlossen, lässt aber genug Fragen offen für weitere Bände.

Fazit:

Der erste Band der Sturmwächter-Reihe ist ein spannender, atmosphärischer Roman, der wegen seiner traurigen und manchmal gruseligen Töne nicht für jedes Kind geeignet ist, ungeübte und sensible Leser könnten überfordert sein. Eltern sollte gesprächsbereit sein und den Roman auch kennen oder ihn gleich zusammen mit ihren Kindern lesen.

Sturmwächter - Bd. 1: Das Geheimnis von Arranmore

Sturmwächter - Bd. 1: Das Geheimnis von Arranmore

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