Das alles sind Gefühle

  • arsEdition
  • Erschienen: Januar 2022

Illustrationen von Julianna Swaney; Hardcover, 32 Seiten

ISBN: 9783845846026

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Julian Hübecker
84%

Kinderbuch-Couch Rezension vonMär 2022

Idee

Die Charaktere sind altbekannt und divers. Gefühle als etwas Abstraktes werden überzeugend aufgenommen.

Bilder

Freundlich, offen und dynamisch.

Text

Altersgerechter Umgang mit einem schwer verständlichen Thema. Es fehlt der Einbau in eine schöne Geschichte.

Gefühle gehören zum Ich-Sein dazu

Gefühle sind sehr abstrakt und mit Händen nicht zu greifen. Manche fühlen sich sehr gut an, mit anderen wiederum fühlt man sich überhaupt nicht wohl. Dennoch ist es auch legitim, diese zu haben. Wichtig ist ein offener Umgang damit, und vor allem zu erkennen: Auch schlechte Gefühle gehören zu jedem von uns. Deswegen ist man noch lange kein schlechter Mensch.

„Das alles sind Gefühle. Zusammen mit deinem Körper und deinen Gedanken bist das alles du: Lars.“

Lars möchte Marmelade essen. Dafür stellt er sich auf einen Stuhl, um an den hohen Küchenschrank zu gelangen. Dieser kippelt gefährlich und schon passiert es: Das Marmeladenglas fällt herunter und zerbricht. Mama ist ziemlich wütend und schimpft mit ihm. Und auch Lars ist wütend: Er schreit zurück und rennt aus der Küche.

Als Lars sich im Spiegel sieht: wütend und zitternd, da wird ihm klar, dass er gar nicht so sein will. Was ist nur mit ihm los? Verzweifelt stürmt er in den Garten und wirft sich ins Gras. Das bekommt ein kleiner Maulwurf mit, der ihn fragt, warum er so traurig ist. Als Lars ihm die Lage erklärt hat, macht der Maulwurf ihm klar, dass Gefühle unterschiedliche Reaktionen auslösen und manche schön, andere weniger schön sind.

Lars lernt die verschiedenen Gefühle kennen und schließlich fühlt er sich nicht mehr so schlecht. Und auch Mama hat sich mittlerweile beruhigt. Denn sie war nicht wütend auf das zerbrochene Glas, sondern weil sie Angst um Lars hatte. Und sich zu entschuldigen und zu umarmen, gibt beiden das schönste aller Gefühle: Liebe.

Ein abstraktes Thema wird erklärt

Michael Engler und Julianna Swaney haben bereits für Das alles ist Familie zusammengearbeitet, woraus ein durch und durch gelungenes Buch geworden ist. Nach ähnlichem Aufbau ist dieses Projekt entstanden, und wieder setzt das Team auf Diversität und freundliche Atmosphäre. Swaney nutzt helle, einladende Farben, was eine familiäre Stimmung vermittelt.

Leider überzeugt die Geschichte an sich weniger, obwohl die Idee des sprechenden Maulwurfs eine gelungene Möglichkeit ist, der Abstraktheit des Themas zu begegnen. Allerdings steht dem die Ausgereiftheit von Das alles ist Familie gegenüber, wo die Geschichte sanft das Thema annimmt. Insbesondere der herzerwärmende Twist am Ende des Buches hat bleibenden Eindruck hinterlassen.

Fazit

Es fehlt die Geschichte in dem Buch, die das Thema sanft in die richtige Richtung lenkt. Dennoch überzeugen Herangehensweise und Illustrationen, um das Thema Gefühle unterhaltsam zu erklären.

Das alles sind Gefühle

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