Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Eine poetische, fantasiereiche Geschichte mit sympathischen Hauptcharakteren.

Bilder

Die Illustrationen sind lebendig und mit viel Fantasie gestaltet, sie zeigen eine typische Winterstimmung, ruhige Bildsprache. Eiskristall zum Anfassen auf der Titelseite und glänzende Eiskristalle auf fast jeder Seite.

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Die Worte erinnern an ein Wintermärchen, sie sind liebevoll, feinfühlig und ansprechend. Schöner Spannungsbogen, vielleicht zu lang für das schnelle Happy End.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Dez 2007

Nele wohnt in einem grauen Hochhaus in einer grauen Strasse. Doch sie hat ein Geheimnis: In der Nachbarschaft gibt einen wunderschönen, verwunschenen Garten, wo sie am Nachmittag ihren Fantasien freien Lauf lassen kann. Wie schön wäre es, dies alles mit einer Freundin zu teilen...

Um der grauen Umwelt zu entfliehen, zieht sich Nele gerne in den schönen verwilderten Garten mit dem leerstehenden Häuschen zurück. Dort ist die Welt jeden Nachmittag verwunschen und geheimnisvoll, denn dort leben die Holunderfeen und wachsen die wildesten Blumen. Im Winter ist jedoch alles vom Schnee bedeckt, aber diese Winterlandschaft verwundert Nele ebenso. Erst recht als sie eines Tages einen riesigen Eiskristall entdeckt, aus dem sie mit nur zwei Berührungen eine kleine Fee und dann ein kleines Mädchen namens Meggi hervorzaubert. Viele schöne Nachmittage verbringen die beiden Mädchen so. Jeden Abend verwandelt Nele Meggi wieder in eine Holunderfee und jeden Nachmittag in ein Mädchen. Doch nach dem Winter kommt bekanntlich der Frühling, und der lässt das Eis wieder tauen, so dass der Eiskristall trotz aller Bemühungen immer kleiner wird, bis er schliesslich nicht mehr da ist - nun gibt es keine Holunderfeen mehr und auch keine Meggi. Aber am nächsten Tag schon erfährt Nele von der neuen Nachbarstochter, die mit ihrer Familie in das kleine Häuschen mit dem Garten eingezogen ist, und dieses Mädchen sieht ihrer Meggi zum Verwechseln ähnlich.

";Nele und der Eiskristall" ist eine poetische Freundschaftsgeschichte der Autorin Antonia Michaelis, deren Erzählung von den stimmungsvollen, winterlichen Illustrationen von Miriam Cordes umrahmt wird.

Ein eher leises Kinderbuch, das kleine Kinder (etwa ab 4 Jahren je nach Vorlese-Erfahrung) in ihrem Glauben an Feen bestätigt und ganz reell anregt, über den Wert von Freundschaft nachzudenken.
Antonia Michaelis spielt mit dem wichtigen Thema des ";unsichtbaren Freundes" auf eine sehr einfühlsame und fantasievolle Weise, die gerade Mädchen ansprechen wird. Antonia Michaelis´ Sprache ist dabei warmherzig, leicht und erinnert in seiner Eingängigkeit an die Erzählweise eines Märchens.

Nele`s neue Freundin Meggi ist für alle anderen Beteiligten nur ein Fantasiegespinst. Und auch für Nele selbst ist diese so dringend benötigte Freundin in der tristen Umwelt nicht ständig greifbar. Die Sehnsucht nach einer guten Freundin ist aber so gross, dass Nele alles anstellt, um den Eiskristall (die neue Freundin) zu erhalten. Der Realität kann Nele aber nie ganz entfliehen, sie erzählt niemandem von Meggi- keiner würde ihr glauben; da ist sie sich sicher.

Somit schafft es Antonia Michaelis auch für die Zuhörer, nie ganz die reale Welt zu verlassen. Diese einfühlsame Geschichte hat daher ein versöhnliches, aber lebensnahes Ende. Denn erst als der Eiskristall wegtaut und ein paar Stunden der Traurigkeit über den Verlust vergangen sind, erkennt Nele in dem neuen Nachbarschaftsmädchen eine Möglichkeit einer neuen Freundschaft- einer realen Freundschaft. Der Beginn einer Freundschaft beinhaltet immer ein Aufeinanderzugehen. Erwartungsvoll steht das neue Mädchen im Garten, und Nele ebenso neugierig am Fenster. Ein sehr schönes, aber plötzliches Happy End. Die Heranführung an das Thema ist auf diese Weise gelungen, aber fast zu langatmig für das schnelle Ende.

Die Illustrationen von Miriam Cordes begleiten die Geschichte sehr nah. Gleich auf der ersten Doppelseite erwartet uns eine wunderbare, farbenfrohe Sommerlandschaft, in der Nele, versonnen auf einem Grashalm kauend, ihrer Fantasie freien Lauf lässt- im Hintergrund die grauen Wohnblocks. Nur eine kleine Fee ist zu entdecken. Je mehr Nele in ihre Fantasiewelt gleitet, umso mehr Feen sind zu entdecken, bis schließlich der Eiskristall gross silbrig glitzernd am Hagebuttenstrauch hängt. Die Illustrationen der Winterlandschaft lassen uns in diese kalte Jahreszeit eintauchen. Die naiv einfach dargestellten Gesichtsausdrücke der beiden Protagonistinnen lassen ihre Gefühlswelt aber klar erkennen, so dass es den Betrachtern leicht fällt mitzufühlen.

Fazit:

";Nele und der Eiskristall" von Antonia Michaelis ist ein gelungener poetischer Beitrag zum Thema Freundschaft. Ein Wintermärchen, das zeigt, wie man an einsamen, manchmal auch grauen Tagen, mit seiner Fantasie Spannung, Freude und Spass in den Alltag bringen kann und dass die Welt voller Geschichten ist.

Sylke Wilmer-Gruchmann


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