Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
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Idee

Eine überzeugend gelunge Umsetzung des bekannten Themas „Vater und Sohn“, die durch ihre sympathische Leichtigkeit berührt - ohne viele Worte.

Bilder

Die Illustrationen haben ihren eigenen Charme und beschränken sich auf das Wesentliche. Sie sind angenehm sanft und transportieren die Botschaft des Buches auf ideale Weise.

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Die einfache, knappe Sprache überzeugt durch die dargestellten Situationen und ist angemessen.

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Kinderbuch Couch

Buch-Rezension von Kinderbuch Couch Jan 2005

[ab 3 Jahren]

Das großformatig anmutende Bilderbuch mit den Illustrationen von Ingrid Godon zeigt, auf welche Weise ein kleiner Junge seinen Papa sieht. Dabei wird mit Übertreibungen nicht gespart, denn schon auf der ersten Seite wird klar: Papa ist der Größte!

Die Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn ist frappierend - das kann man schon auf der ersten Seite erkennen, auf der der kleine Junge seinen Papa vorstellt: ";Mein Papa ist ein Riese"; - und auf den nachfolgenden Seiten erfährt man, warum das so ist. Denn wenn der kleine Junge mit seinem Papa schmusen will, benötigt er eine Leiter, und wenn sie Verstecken spielen, muß sich sein Vater hinter einem Berg verstecken (wo er aber doch noch vorne und hinten hervorlukt). Ja, sein Papa ist sogar so groß und stark, daß sich sogar die Wolken auf seinen Schultern ausruhen und wenn er niest, ruft er einen derartigen Sturm hervor, daß er sogar das Meer fortzufegen vermag.

Aber damit nicht genug: Wenn Papa mal richtig laut loslacht, fallen sogar die Blätter von den Bäumen. Aber die Vögel lieben seinen Papa, denn sie bauen gerne ihre Nester in seinem Haar... Der Papa kann noch so vieles mehr wie zum Beispiel beim Fußballspielen den Ball bis zum Mond zu schießen. So ist es nicht verwunderlich, daß Sohnemann ein echtes Vergnügen beim ";Marmeln"; hat, bei dem Papa leider mit seinen großen Fingern einmal nicht der allergrößte ist. Aber Papa ist vor allen Dingen richtig lieb: So sagt er seinem Sohn voller Stolz, daß er auch bald so groß sein wird wie er selbst. Er beschützt den kleinen Knirps in seinen starken Armen, die so stark sind, daß der Junge in ihnen fast versinkt und vor rein gar nichts mehr Angst haben muß . Aber am allerbesten kann sein Papa eines: Lieben. Denn Papa liebt seinen kleinen Sohn mit seinem ganzen Riesenherzen...

In der aus England stammenden Geschichte von einem kleinen Jungen und seinem Vater genügt es beinahe, nur auf die Bildsprache zu achten, denn diese spricht bereits Bände. Der Junge, dessen Namen wir nicht erfahren, steht stellvertretend für alle kleinen Söhne, deren Väter nun einmal die allergrößten sind. Was nicht bedeuten muß, daß dies ein reines Buch für Jungen ist, denn Mädchen sehen ihren Papa in diesem Alter eben auch noch in dieser wunderbar verklärt-überhöhten Art. Diese grenzenlose Bewunderung berührt das Herz, wissen wir doch alle was für ein ";riesen"; Held unser eigener Papa in unseren Kindertagen war.

Wie wundervoll ist es daher für die Papas von heute, sich mit diesem Buch daran zu erinnern - in dem Wissen, daß sie es heute sind, die für ihre kleinen Söhne und Töchter die allergrößten sind. Eine kostbare Kinder-Zeit, da sie nun einmal kurz und ihr Ende nur natürlich ist. Das Buch von Carl Norac mit den Illustrationen von Ingrid Godon gibt dieses Wissen und die damit verbundenen Gefühle auf wunderbar kindliche und damit unverklärt humorvolle Wiese wieder. Die

Darstellungen von Vater und Sohn sind dabei so sympathisch und einfühlsam, daß sie uns ohne viele Worte erreichen. Der große Papa, der eigentlich selbst noch wie ein riesiger Junge wirkt, strahlt vor allem Güte, Humor, Ruhe und Verspieltheit aus. Ein sehr sanfter Riese also, den man einfach liebhaben muß. So spiegeln die Illustrationen von Anfang an wieder, wieviel Spaß es dem kleinen Kerl macht, die Zeit mit dem ";riesen"; Papa zu verbringen.

Die etwas kantigen Zeichnungen von Ingrid Godon sind auf das Wesentliche beschränkt, nämlich auf Vater und Sohn. Die Zeichnungen in Pastellkreide sind in warmen Farben gehalten. Die kräftigen Konturen verleihen den dargestellten Szenen einen ganz eigenen, künstlerischen Stil, der sehr angenehm und sanft ist. Trotz des wenig detaillierten Zeichenstils gelingt es der Illustratorin ganz wunderbar, die Mimik und die Stimmungen der jeweiligen Situation wiederzugeben. Dies macht beide Hauptdarsteller auf Anhieb sympathisch und begreifbar.

Auf den großformatigen Doppelseiten steht nur wenig Text, der nur aus ca. zehn Wörtern besteht und teilweise den Handlungsbogen unterstützt, so daß er etwa dem Fußball in den Himmel folgt oder durcheinanderwirbeld wie die Blätter, die von den Bäumen fallen. Ein Buch, das sehr großzügig mit dem Platz umgeht und aufgrund seines Formates viel Raum für eigene Gedanken und Emotionen lässt. In der einfachen, knappen Sprache trifft der Autor Carl Norac vor allen Dingen durch seine Ideen ins Schwarze - mehr zu sagen, hätte diesem liebenswerten Buch auch nicht gutgetan. Wie vortrefflich die wenigen Worte mit den klaren Bildern zusammengehen, entdecken wir besonders auf der letzten Seite, denn da werden wir alle - nicht nur die Väter - den tiefsten Seufzer tun...

Vielleicht ist ";Mein Papa ist ein Riese"; mehr an Buch für die Väter. Aber ich fasse dieses Buch auch als Ermunterung für alle Väter auf, ihren Kindern (mehr) vorzulesen. Und wenn Papa von diesem gefühlvollen Buch begeistert ist, wird er seinen Sprössling sehr schnell damit anstecken.

Fazit:

In wunderbar kindlicher Weise erzählt dieses Buch von der Liebeserklärung eines Sohnes an seinen Vater. Nicht nur Vätern wird es da warm ums Herz - aber gerade die werden dieses Buch lieben.

Stefanie Eckmann-Schmechta

Mein Papa ist ein Riese

Mein Papa ist ein Riese

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