Der Stinkehund

Erschienen: Februar 2019

Bibliographische Angaben

 Marc Boutavant (Illustrator), Julia Süßbrich (Übersetzerin)

Couch-Wertung:

87%
Idee
Bilder
Text

Idee

Die Hauptfigur ist ein liebenswerter Außenseiter, den man sofort gernhat.

Bilder

Die Illustrationen sind zwar recht einfach und nicht klassisch schön, aber der karikaturenhafte Stil passt sehr gut zum Inhalt. Besonders gelungen sind die Gesichtsausdrücke der Figuren; zudem wird der Witz der Geschichte gut eingefangen.

Text

Flüssig geschrieben, einfache Sätze, die Kinder gut bewältigen können; die Geschichte wird mit viel Augenzwinkern erzählt, auch Erwachsene haben Spaß an dem hintergründigen Humor.

Leser-Wertung

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Eva Schuster
Witzig-turbulentes Hundeabenteuer

Buch-Rezension von Eva Schuster Mai 2019

Stinkehund hat es wahrlich nicht leicht im Leben: Er wurde in einer Mülltonne geboren, von seinen Eltern verlassen, sein Fell ist voller Flöhe, er sieht aus wie ein alter Teppich, sein einziger Freund ist sein Mülltonnen-Mitbewohner Kater Platti, und er stinkt nach Sardinen. Dafür hat er ein gutes Herz und ist trotz aller Umstände mit seinem Leben zufrieden. Eines Tages erfährt er von Platti, dass Hunde normalerweise Besitzer haben, die sie lieben und ihnen Leckerchen geben.  Das klingt toll! Stinkehund ist traurig, dass er so etwas nicht hat. Von nun an träumt er davon, auch ein Herrchen zu haben und er macht sich voller Optimismus auf in die Welt, um jemanden zu finden, der ihn bei sich haben möchte. Das ist allerdings gar nicht so leicht, erst recht nicht, wenn man aussieht und riecht wie Stinkehund. Dennoch lässt er sich nicht entmutigen.

Humorvoll und rührend zugleich

Auf seiner Herrchensuche erlebt der kleine Streuner einige Abenteuer. Seine Suche bringt den lustigen Hund in einige brenzlige Situationen, doch am Ende steht eine wichtige Erkenntnis, wenngleich sie etwas anders ausfällt als vielleicht vermutet.
Stinkehund ist ein origineller Held, ein liebenswerter Außenseiter, der sich freundlich und naiv durchs Leben wedelt. Seine hoffnungsvolle Gutgläubigkeit steht in gelungenem Gegensatz zu den trockenen Kommentaren des sehr viel nüchternen Katers Platti.  Stinkehund sieht immer erst einmal das Beste in allem, während der lebenserfahrene Platti die Dinge realistisch einzuordnen weiß. Auch wenn Platti keine große Rolle einnimmt, bilden die beiden zusammen ein charmant-chaotisches Duo. Stinkehund erobert das Herz seiner Leser im Sturm: Von Beginn an wünscht man dem süßen stinkenden Hund, dass seine Reise ein gutes Ende nimmt. Kleine Leser bekommen überdies auf subtile Art ein paar wichtige Werte vermittelt. Vor allem die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt steht im Vordergrund, ohne dass die Geschichte dabei einen moralinsauren Ton bekäme. Nebenbei regt das Büchlein auch zum Nachdenken über die Verantwortung für Haustiere und das Schicksal herrenloser Tiere an. Zudem ist es schön, dass die Hauptfigur trotz aller schmutzigen Defizite ein uneingeschränkter Sympathieträger ist. Clever ist er nicht gerade, aber er hat sein Herz auf dem rechten Fleck und ist ein treuer Freund, der im richtigen Moment viel Mut beweist. Darauf kommt es an – und das wissen auch die kleinen Leser nach der Lektüre.
Bei aller Tragik in Stinkehunds Leben kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Immer wieder sorgen Stinkehunds naive Gedankengänge für amüsante Momente, etwa wenn er einem potenziellen Herrchen als Zeichen seiner Zuneigung ein paar Flöhe schenken möchte. Es gehört schon einiges dazu, ein eigentlich so trauriges Schicksal in eine so witzige Geschichte zu verpacken – auch Erwachsene werden ihren Spaß an dem augenzwinkernden Tonfall haben. Allenfalls das Ende kommt ein wenig zu plötzlich und einfach daher, hätte ruhig noch ein wenig ausgeklügelter sein können. Dies fällt aber nicht gravierend ins Gewicht. Einfache Sätze und ein überschaubarer Umfang machen das Büchlein zu einer schönen Lektüre für die ersten Klassen.

Pfiffige Bilder

Pro Doppelseite untermalen ein bis zwei bunte Illustrationen die abenteuerliche Geschichte. Besonders detailreich gestaltet sind sie zwar nicht, sondern recht einfach; das gilt vor allem für die menschlichen Figuren. Aber gerade dieser karikaturenhafte Stil passt zum flotten, frechen Ton des Inhalts. Gelungen ist insbesondere die ausdrucksstarken Mimik der Figuren. Allen voran Stinkehunds Charakter: mal springt er fröhlich herum, mal stolziert er durch die Straßen, mal schaut er besorgt, und immer sieht er so herzig aus, dass man ihn einfach lieb haben muss. Flöhe hin oder her, wohl kaum ein Leser hat nicht mindestens einmal das Bedürfnis, den drolligen Stinkehund innig knuddeln zu wollen.

Fazit

Stinkehunds erstes Abenteuer bildet den vielversprechenden Auftakt einer witzigen Reihe mit einem originellen Hauptcharakter, von dem man gerne mehr lesen möchte. Ohne moralinsauer zu werden, vermittelt das Büchlein kindgerechte Werte: Freundschaft,  Zusammenhalt,  Teamgeist und um die Wichtigkeit von inneren Werten. Die markanten Zeichnungen passen gut zum Inhalt, sodass unterm Strich ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch steht, an dem auch Erwachsene ihre Freude haben.

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