Couch-Wertung:

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Idee
Bilder
Text

Idee

Das kleine Wir ist ein gefälliger Charakter, der auch unangenehme Gefühle sichtbar machen kann

Bilder

Die Autorin Daniela Kunkel vermag es schon alleine durch die Farbgebung der Illustrationen die Geschichte zu erzählen.

Text

Der Text ist sehr bescheiden gestaltet, hier dürfte es ruhig noch etwas mehr sein.

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Rita Dell'Agnese
Manchmal sind Worte so stark, dass es dem Wir schlecht geht

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Aug 2019

Das «kleine Wir» findet in der Schule einen wunderbaren Boden um zu wachsen. Die Wolkenklasse,  die auch Ben und Emma aus dem ersten Band um das «kleine Wir» besuchen, ist eine tolle Bande. Meistens. Die Kinder machen sich gegenseitig Mut, geniessen zusammen den Schulweg und haben beim Lernen gemeinsam viel mehr Spass. Bis der Schüler Lars im Sportunterricht träumt und in der Nase bohrt, anstatt den Ball zu fangen. Die anderen Kinder lachen Lars aus, verspotten ihn als Popellise und tuscheln hinter seinem Rücken. Dem «kleinen Wir» wird es ganz übel, es verschwindet aus der Wolkenklasse. Alles wird grau und öde. Zusammen machen sich die Schülerinnen und Schüler der Wolkenklasse auf die Suche nach dem «kleinen Wir». Und sie machen sich auf die Suche nach Lars, der sich in einem Gartenhaus verkrochen hat. Zusammen mit dem «kleinen Wir», das schon ganz winzig geworden ist. Die Kinder holen Lars zurück in ihre Mitte – und beginnen, das «kleine Wir» wieder aufzupäppeln. Sie wehren sich gegen die Schüler, die Lars gemobbt haben, distanzieren sich von ihnen. Die Gemeinschaft wächst wieder.

Klare Aussage

Daniela Kunkel macht mit ihrem zweiten Buch zum «kleinen Wir» eine klare Aussage: Mobbing ist nicht ok. Sie zeigt den Weg auf, wie die Klasse auf das Ausgrenzen eines Schülers reagieren kann und denjenigen, die sich über den Betroffenen lustig machen, in die Schranken weisen, ohne sie letztlich aber konsequent auszugrenzen. Es sind gute Ansätze, die die Bilderbuchautorin hier liefert: sich nicht vom Spott gegen einen Mitschüler mitreissen lassen, klare Zeichen setzen und sich doch nicht völlig verschliessen, also selber Gefahr zu laufen, jemanden auszugrenzen. Mit der Figur des «kleinen Wir» gelingt es sehr gut, sichtbar zu machen, was mit der ganzen Gemeinschaft passiert, wenn sich Gehässigkeiten einschleichen. Dass es etwas realitätsfern ist, eine Gemeinschaft ohne kleinere oder grössere Konflikte zu leben, tut dem Bilderbuch und seiner Aussage als solches keinen Abbruch.

Anziehende Figur

Das «kleine Wir», wie es von Daniela Kunkel dargestellt ist, verfehlt seine Wirkung auf die Kinder nicht. Die gemütliche, liebenswürdige Figur, die durch ihr zotteliges Äusseres und den sanften Blick Vertrauen einflösst, wird von den Kindern aller Altersstufen als etwas Anziehendes wahrgenommen. Obwohl sich das Buch «Das kleine Wir in der Schule» thematisch klar in Richtung Schule orientiert, ist es von der Gestaltung des Bilderbuchs her doch eher ein Werk für Vorschulkinder oder Kinder der ersten Schulstufen. Sie begreifen anhand der einfach aber eindrücklich gestalteten Bildern gut, was die Autorin mit ihrer Geschichte vermitteln will. Der bescheidene Text kann auch von Leseanfängern gut verstanden werden und ist lediglich eine Begleitung der aussagestarken Illustration.

Mit dem «kleinen Wir» arbeiten

Dieses zweite Werk von Daniela Kunkel eignet sich auf Vorschulstufe oder ersten Schulstufen gut, um sich mit der Gefühlswelt auseinander zu setzen und die Kinder der Frage nachspüren zu lassen, was ihnen denn gute Gefühle vermittelt und wo sie selber das «kleine Wir» entdecken. Es eignet sich ebenso, das Entstehen von Mobbing zu thematisieren, ohne gleich die grosse Keule auszupacken. Anhand der einfach gehaltenen Geschichte ist es möglich, die verschiedenen Schritte aufzuzeigen und Auswege aus der Situation zu besprechen. Daniela Kunkel hat darauf verzichtet, selber in die Tiefe zu gehen, sie gibt lediglich Denkanstösse. So ist dieses Bilderbuch wohl eher als Arbeitsinstrument für Vorschullehrkräfte oder Lehrkräfte von Schulanfängern als ein Buch für die Kinderstube.

Fazit

Die zweite Ausgabe vom «kleinen Wir» spricht eine wichtige Situation an und gibt Lehrkräften eine gute Grundlage, um Mobbing und Ausgrenzung zu thematisieren. Dieses Bilderbuch ist daher eher ein Arbeitsinstrument als Unterhaltung. Dank einer gut gewählten Illustration kann dieses Instrument ideal schon im Vorschulalter eingesetzt werden.

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