Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

aus dem Englischen von Franziska Gehm; Illustrationen von Shane Devries, Taschenbuch, 432 Seiten

Band 2 von 2 aus der Weihnachtosaurus-Reihe

ISBN: 9783570314289

Couch-Wertung:

100%
Idee
Bilder
Text

Idee

Der Weihnachtosaurus und sein bester Freund William erleben ein neues Abenteuer rund um die geheimnisvolle Winterhexe.

Bilder

Wunderbare Zeichnungen, die perfekt in das Geschehen passen.

Text

Voller Wortwitz, mit Wortneuschöpfungen, aber auch mal ernste, melancholische Töne anklingend, birgt die Geschichte eine Menge an Eindrücken.

Wertung wird geladen
Sandra Dickhaus
Weihnachten ist in Gefahr – ein magisches Abenteuer

Buch-Rezension von Sandra Dickhaus Nov 2020

Ein Jahr ist es her, dass William Trudel den Weihnachtosaurus, einen besonderer Dinosaurier und auch eines der Schlittentiere des Weihnachtsmannes, kennen gelernt hat und nun wird er mit seiner Familie zusammen an den Nordpol eingeladen; natürlich von keinem geringeren als dem Weihnachtsmann, dem Big Boss, persönlich. Ein zweites Mal darf William die Magie der Weihnacht entdecken und ist dabei einem großem Geheimnis auf der Spur: Wer ist eigentlich die Winterhexe? Wieso kann sie die Zeit einfrieren? William gerät dabei in einen Zeitstrudel und erfährt bei einer kurzen Reise in die Zukunft, dass Weihnachten in Gefahr ist und es hier ein ausdrückliches Weihnachtsverbot gibt. Das muss er unbedingt verhindern und macht sich mit seinem Freund, dem Weihnachtosaurus, auf den Weg in sein nächstes Abenteuer.

Das zweite Abenteuer rund um den Weihnachtosaurus

Tom Fletcher, der literarische Vater des Weihnachtosaurus, begeistert mit dem zweiten Abenteuer rund um William und seinen Dinofreund. Hierbei widmete er sich seinen zwei Leidenschaften: die Welt rund um die Riesenechsen und das Fest der Liebe und bringt beides phantasievoll zusammen. Seine erste Kinderbuchidee ist ein voller Erfolg und bereichert die Liste der Bücher rund um Weihnachten um ein Vielfaches. In Großbritannien ist der junge Autor sehr bekannt und verzaubert auch uns in der übersetzten Fassung. Dabei spricht der Erzähler den Leser immer wieder persönlich an und bindet ihn in das Geschehen mit ein. So auch zu Beginn, als er klar macht, dass wir gleich mit den folgenden von ihm vorgestellten Figuren zum Nordpol aufbrechen. Dies macht er auf eine höchst amüsante Art und Weise.

Fletcher erfindet auch immer wieder passende neue Wörter, die das Ganze unterstützen. Dabei stecken neben dem Witz auch ernsthafte Botschaften, wie das Konsumdenken in unserer Gesellschaft, der familiäre Zusammenhalt, die Kraft des Glaubens an Traditionen und Werte und das Feiern eines althergebrachten Festes. William lebt keineswegs in einer bilderbuchtreuen Familie, aber er ist sehr glücklich und hat sich mit seiner Stiefschwester Brenda arrangiert. Zwischendrin klingen melancholische Töne an, wenn William an seine verstorbene Mutter denkt und die Trennung der Eltern Brendas thematisiert wird. Allerdings lässt sich erkennen, dass es immer weiter geht und man nie aufgeben sollte – die Lösung der beiden Kinder liegt hier in ihrer neuen Patchworkfamilie.

Sympathische Protagonisten und spannende Abenteuer

Die Protagonisten sind allesamt mit ihrem Eigenheiten sympathisch, auch Brenda, die vorher recht zickige Steifschwester, entpuppt sich als ganz annehmbares Mädchen. Williams Vater ist ein absoluter Weihnachts-Nerd, der seinen singenden, klingenden Weihnachtspullover gerne das ganze Jahr über tragen würde. Seine neue Frau fügt sich in das weihnachtliche Spektakel ein und versucht, diesem gerecht zu werden, was für viel Erheiterung sorgt. Williams Vater fährt alles auf, was man an Weihnachten machen kann, von Kitsch bis Anspruch. Ein Verbot seines geliebten Festes in der Zukunft käme einem Todesstoß gleich. Auch als Leser spürt man das und hofft das Beste.

Besonders der Glaube an die Kraft des Außergewöhnlichen und der Wunder spielt eine große Rolle. Als der Weihnachtsmann merkt, dass niemand mehr an ihn und seine Geschenke glaubt, hat dies fatale Folgen. Allerdings nicht nur für ihn und seine Existenz, sondern auch für die Kultur und das Gesellschaftssystem. Was ist schon Rationalität in einer solch aufregenden, kuscheligen Zeit rund um das Weihnachtsfest? Aber ohne die Zeichnungen in der Geschichte und die teils dick gedruckten Worte wäre das Leseabenteuer nicht dasselbe. Die Illustratorin vermag es, die Situationen richtig einzufangen und die Phantasie des Lesers keineswegs einzuschränken. So entsprechen die Zeichnungen den Besonderheiten der einzelnen Charaktere und Situationen. Wunderschön anzuschauen!

Fazit

Ein kluges, mutiges Weihnachtsabenteuer der etwas anderen Art für Groß und Klein. Phantasievoll schreibt Tom Fletcher die Geschichte rund um William und den Weihnachtosaurus weiter, die wieder voller Spannung, Witz und etwas Melancholie steckt. Das Anschauen der wunderbaren Zeichnungen komplettiert das Gesamtbild. Wenn man den dicken Schmöker gelesen hat, legt man ihn begeistert beiseite und mag gar kein anderes Weihnachtsbuch mehr lesen, um den Zauber nicht zu verlieren.

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe

Deine Meinung zu »Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Lesen und Hören
mit System

Lesestifte und Audiosysteme für Kinder.
Der große Test.

mehr erfahren