Der Grolltroll

Erschienen: November 2018

Bibliographische Angaben

Stephan Pricken (Illustrator), Aprilkind (Draft Writer)

Couch-Wertung:

88%
Idee
Bilder
Text

Idee

Ein freundlich-grimmiger Troll erlebt, was alle Kinder von sich und von anderen kennen: dass man manchmal echt grollig, trotzig, bockig ist und wie es ist, so zu sein.

Bilder

Der Troll ist ein Wunderwesen an Mimik und Gestik und sogar seine Haare haben Ausdruckskraft.

Text

Wenige Absätze, langsam, kindgerecht redundant und ein guter Kontrast zur explosiven Hauptfigur.

Leser-Wertung

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Sigrid Tinz
Trotzmonster Grolltroll

Buch-Rezension von Sigrid Tinz Jun 2019

„Gleich hinter dem Wald, erst ein paar Schritte geradeaus, dann einmal linksrum und zweimal rechtsrum, wohnt ein kleiner Troll.  Bunte Blumen blühen auf der grünen Wiese, der Bach plätschert fröhlich vor sich hin, die Sonne wärmt ihm den Pelz.“

Der Troll ist ein blauhaariges, pummeliges Zottelwesen, eine Mischung aus Grüffelo und Alf, mit Kullerbauch und großen vorstehenden Zähnen und einer langen Locke auf dem Kopf.

Grolliger Troll, friedlicher Sprachstil, hübsche Bilder

Der Zeichenstil ist genauso friedlich und märchenhaft malerisch und gemütlich wie der Tonfall: aber das täuscht. Oder besser: es bildet einen Kontrast, zu dem was kommt, und gleichzeitig die beruhigende Kulisse.  Denn der Troll ist nicht nur einfach ein Troll. Sondern ein Grolltroll. Und er kann grimmig werden, und wie, so grimmig und grollig wie ein Gewitter.
Erstmal hat er Lust eine Hütte zu bauen. In seiner Fantasie sieht er sie genau vor sich, wir sehen sie auch in seiner Gedankenblase: Ein buntes Traumschlösschen mit Erkern, Türmchen und Balkonen soll aus dem Haufen Holz entstehen, das er auf seinem Handwagen hat – aber nichts klappt und am Ende ist es immer noch nur ein Haufen. Der Troll ist grummelig und hungrig. Er möchte gerne einen Apfel essen, schafft es aber nicht, einen vom Baum zu schütteln, selbst als er wild dagegen tritt. Als Schlafenszeit ist, bleibt er aus Trotz sitzen, statt sich gemütlich hinzukuscheln. Seine Freunde, Igel, Maus, Hase und  Vogel, kennen das schon und nehmen ihn wie er ist. Meistens. Aber als der Troll am nächsten Morgen schlecht gelaunt erwacht, steif vom Sitzen und seine Beine sind eingeschlafen, und er noch, noch, noch grolliger ist und explodiert wie ein Gewitter – da reicht es ihnen. Sie machen sich auf und davon, spielen. „Das ist ja nicht zum Aushalten.“

Ein Wunderwesen an Gefühlsausdrücken  

Der Troll ist ein kleines Ausdruckswunder: Gesicht, Hände, der ganze Körper, ja sogar sein zotteliger Haarschopf sprechen Bände über seine Stimmungslage. Er ist der Hingucker in allen Szenen. Fast hat er mehr Liebenswertigkeit, wenn er sein grolliges Gesicht aufsetzt, die Haare hängen ihm dann im Gesicht, die Zähne sind  trotzig vorgeschoben, die Augen pure Bockigkeit. Und er kann nicht nur grollen, er kann zetern, fluchen, trotzen, wüten, schreien, toben, stampfen … dass man als kleiner Wüterich nicht abgelehnt werden muss, sondern nach wie vor gemocht wird,  zeigt diese Niedlichkeit wie nebenbei; es ums Verhalten geht, nicht um den Mensch. Oder den Troll.
Der kann ja auch ganz freundlich sein, wenn die Wut wieder verraucht ist, denn das ist sie irgendwann. Das merkt auch der Troll. Und dann geht es wieder, dann kann man klar denken, Lösungen finden, sich entschuldigen. Mittendrin im Groll macht alles alles nur noch schlimmer.
Je nachdem wie alt und wo in der Trotzphase die Kinder gerade sind, können sie sich damit identifizieren  oder vielleicht daraus – auch im Gespräch mit den Erwachsenen – Schlüsse ziehen. Vorgefertigte Tipps zum „richtigen“ Umgang mit Wut liefert die Geschichte dafür nicht.
Der Troll macht folgendes: Er faltet ein Papierschiffchen, das macht er gerne, und setzt es vorsichtig in den Bach.  Es schwimmt … bis zu seinen Freunden. Entschuldigung steht auf dem Boot. „Entschuldigung“, sagt der kleine Grolltroll. „Angenommen“, sagt der Hase, „Schon gut“, sagt er Vogel, „Wollen wir spielen?“, fragt die Maus. Was für eine Frage. Na klar!

Fazit

Der kleine Troll ist oft mal grollig. Seine Freunde nervt das – aber sie kennen ihn und mögen ihn trotzdem. Diese Botschaft  ist zeitlos gut und die Hauptfigur eine liebenswerte Bereicherung in der Welt der Kinderbuchfiguren: ein kleiner Troll, der um so liebenswerter aussieht, wenn er grollig ist. Ihn gibt es auch als Kuscheltier und mit CD und Liedern übers Grollen zum Mitsingen.

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